Heilfasten im Hotel MeerSinn auf Rügen – Tag 1

Eine Woche Heilfasten. Wie ist das? Kann das was? (M)ein Selbstversuch. I/VI

Tja, nun bin ich also gestern in Binz auf Rügen angekommen. Das Wetter meinte es gut mit mir und so wäre ich unterwegs gerne in Schwerin, Rostock oder auch in Stralsund ausgestiegen, aber ich war ja auf dem Weg nach Binz. Am Bahnhof Binz angekommen wurde ich mit dem Hotel-Shuttle zum Upstalsboom Hotel MeerSinn gefahren. Mir war ja schon etwas mulmig zumute. Was würde mich erwarten? Hätte ich das lieber gar nicht machen sollen? Diese und andere Fragen waren eigentlich dann aber ganz schnell verflogen, als ich ganz herzlich im Hotel willkommen geheißen wurde. Nach dem Check-In wurde ich noch auf mein Zimmer geführt und mir meinen ersten Termin für den kommenden Tag angekündigt.
Den Abend verbrachte ich dann mit Auspacken und ankommen.
MeerSinn - Tag1 - Das Upstalsboom Hotel MeerSinn

Mein Tag

Um 8 Uhr hatte ich heute also meine ärztliche Anfangsuntersuchung. Da alles unter einem Dach ist, konnte ich im Bademantel ins Gesundheitszentrum rüber watscheln. Knapp eine Stunde hat mich dann die Ärztin Dr. Rohde-Bara befragt und untersucht. Da wurde unter anderem die körperliche „Leidensgeschichte“ was Knochenbrüche anbelangt abgefragt und ja, ich hatte einiges zu bieten. Rein medizinisch gab es keine wirklichen Überraschungen. Der Herr hat halt Bluthochdruck und Übergewicht. Aber darum geht es ja beim Heilfasten nach Mayr gar nicht. In erster Linie geht es dort um das Entgiften und Entschlacken. Dementsprechend ist meine Woche jetzt nicht voll mit Nordic Walking, Fitness oder ähnlichem, sondern ich kann mich ganz diesem Reinigungsprozess widmen.
Der schönste Satz meiner Ärztin bei der Untersuchung war dann auch:

„Wir sind alle nur ein Zellhaufen“

Ob groß oder klein, dick oder dünn spielt also nur eine (wenn auch wichtige) Nebenrolle.

Um in dieser Woche quasi einmal innerlich durchgewaschen zu werden gibt es ein paar Aufgaben, die ich seit heute Mittag nun regelmäßig machen darf. Ausgestattet wurde ich mit den Utensilien noch gleich im Gesundheitszentrum. Eingepackt wurde dabei alles in einem knallroten Täschchen. Sehr sexy.
Der Höhepunkt darin dürfte wohl das Bittersalz darstellen. Ein Teelöffel davon rührt man abends vor dem zu Bettgehen in etwas Wasser an und füllt das Glas morgens, gleich nach dem Aufstehen, mit warmen Wasser auf und darf diese Lösung trinken. Heute durfte ich das gleich schon mal mittags versuchen. Ich kann nur sagen, das Bittersalz trägt seinen Namen zu Recht. Ich war kurz am Überlegen ob es mir gleich hochkommen würde aber befand dann, dass es zu überleben sei. Darauf das nun jeden Morgen zu trinken freu ich mich jetzt schon.
Das Bittersalz hilft den Darm zu säubern, die Leber zu entgiften und die Entschlackung des ganzen Körpers zu fördern. Auf der Anweisung zur Anwendung steht dazu unter anderem: „Damit können Sie bis zu 6 mal pro Tag flüssigen Stuhlgang haben.“ Ob das nun als Drohung oder Versprechen zu werten ist bleibt leider unerwähnt.
MeerSinn - Tag1 - Pülverchen und Mittelchen Neben diesem Hochgenuss habe ich dazu noch ein sogenanntes Basenpulver bekommen. Das wird ebenfalls in einem Glas mit Wasser angerührt. Diese Base darf ich dann täglich um 10 Uhr, um 16 Uhr und um 21 Uhr zu mir nehmen. Sie schmeckt zum Glück eher unaufdringlich und belegt die Zunge mit einer Art seidiger Schleier. Damit soll das innerliche Gleichgewicht wieder hergestellt werden.
Zu diesen zwei Pülverchen kommen dann nochmal zwei unterschiedliche Präparate, die ich vor den Mahlzeiten zu mir nehmen darf. Die sorgen dafür unter anderem Magnesiummangel während dieser Tortur zu vermeiden und zum anderen das vieles einfach schneller wieder meinen Körper verlässt bevor es verarbeitet werden kann.
Und neben diesen Mittelchen kommt dann noch das eigentlich allerwichtigste beim Heilfasten überhaupt: Trinken! Ich soll mindestens drei Liter pro Tag zu mir nehmen. Daher gibt es im ganzen Hotel und auf dem Zimmer überall Flaschen mit stillem Wasser. Also verdursten werde ich eher nicht. Zudem gibt es Tee zum Trinken. Ich soll allerdings maximal nur drei Gläser am Tag trinken.
Das Ziel ist ganz klar den Magen und Darm in dieser Woche weitestgehend zu entlasten und dabei zu regenerieren.

Essenstechnisch habe ich „Glück“ gehabt. Die Ärztin meinte es gut mit mir und hat mich als erstmaliger Heilfaster bei der Ernährung etwas geschont. So bekomme ich nun drei Mahlzeiten. Zwar merklich reduziert, jedoch immerhin etwas zum Beißen. Ich hatte mich da eher auf eine härtere Stufe eingestellt.

Heute geht es noch zu einem Arztvortrag über das Heilfasten und das Mayrn im Speziellen. Mal schauen was mich da erwartet.

Habt ihr schon mal etwas Ähnliches gemacht? Heilfasten oder so? Schreibt mir mal eure Erfragungen und auf was ich mich noch so die Woche über freuen darf.

In diesem Sinne entlasse ich euch für heute und freue mich, wenn ihr auch morgen wieder meinen täglichen Artikel zum Selbstversuch Heilfasten lesen würdet!
MeerSinn - Tag1 - Seebrücke Binz

Zu diesem Mayr-Selbstversuch wurde ich vom Upstalsboom Hotel MeerSinn
eingeladen, die alle Kosten freundlicher Weise übernehmen.
Die täglichen Artikel darüber werden dies jedoch nicht beeinflussen.

6 Kommentare:

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