Heilfasten im Hotel MeerSinn auf Rügen – Tag 2

Eine Woche Heilfasten. Wie ist das? Kann das was? (M)ein Selbstversuch. II/VI

Der gestrige Tag wurde noch durch den Arztvortrag „Einführung artepuri med“ abgeschlossen. Für mich brachte er ein paar interessante Dinge zum Nachdenken mit. Vieles von der 36 Seitigen PowerPoint-Präsentation war mit persönlich aber zu sehr – ich sage jetzt mal „Religion“. Natürlich gehört auch zum Mayrn neben dem Konzept eine Ideologie. Das soll jetzt nicht abwertend sein oder so, aber für mich waren an dem Vortrag mehr die tatsächlichen Fakten interessant.

Mein Tag

Tja, so ein Mayr-Tag geht auf jeden Fall doch ziemlich schnell vorüber habe ich festgestellt. Begonnen hat er allerdings eher unangenehm. Nachdem ich heute Nacht x Mal auf die Toilette musste um Teile meiner zugeführten drei Liter Wasser wieder los zu werden, bin ich heute Morgen mit schönen Kopfschmerzen aufgewacht. Trotzdem habe ich brav mein am Vorabend aufgelöstes Bittersalz zu mir genommen. Generell fühlte ich mich etwas schwummrig, eben unwohl. Weil ich es mit mir gut meinte gab es dann ne viertel Stunde später schon das Basenpulver zum Trinken. Warum kann ich jetzt nicht mehr sagen, eigentlich wäre es erst um 10 Uhr dran. Naja, das Ergebnis hatte sich ziemlich kurzfristig eingestellt. Ich musste mich gründlichst übergeben. Was unter normalen Umständen schon kein Spaß macht, macht übrigens erst recht kein Spaß, wenn man quasi nichts Festes im Magen hat. Egal.
Der Tag ging dann weiter wie gestern und die kommenden Tage auch, mit meinem Mayr-Frühstück. Der gute Mann setzte bei seiner Kur auf Monotonie. Was so viel heißt wie, es gibt jeden Morgen dasselbe.
Und so sieht es aus:
MeerSinn - Tag2 - Frühstück Ein etwa drei Tage altes, kleines Körnerbrötchen das aufgeschnitten serviert wird. Dazu gibt es zwei (einmal für die ganze Woche) frei wählbare Zusätze sowie ein Naturjoghurt und etwas Öl. Als Zusätze habe ich mich für Lachs und Karottenpüree entschieden. Die Kunst ist nun dieses Frühstück zu zelebrieren. Man nimmt also eine Brötchenscheibe, betropft diese am besten mit dem Öl (damit man es nicht pur trinken muss) und legt etwas Lachs darauf. Am besten teilt man das Stückchen der Brötchenscheibe noch einmal und nimmt dann das erste Stück zu sich. Jetzt heißt es fleißig kauen. Genauer gesagt mindestens 30 mal, besser 40 mal. Ihr könnt euch vorstellen wie das kleine Stückchen Lachsbrötchenscheibe in dieser Zeit eingespeichelt wird. Es ist flüssig. Beim ersten mal kamen mir da folgende Stichworte in den Kopf: Einspeicheln, Keks, Baby.
Das tolle bei dem Prozess ist, dass man mindestens einmal zwischendurch gerne schlucken möchte. Das geht aber nicht, denn bevor man den Brei nun schluckt und dem Darm zur Verdauung übergibt wird noch ein Teelöffel Naturjoghurt in den Mund geführt und dieser mit dem Lachsbrötchenscheiben-Brei verdünnt. Erst jetzt geht’s ab durch die Speiseröhre.
Wie lange braucht man wohl für so ein Brötchen?
Also unter 30 Minuten sollte man nicht damit fertig sein. Ich komme in der Tat auf rund 45 Minuten. Echt lustig, wenn man das mal mit einem normalen Frühstück vergleicht. Aber man mag das nun bescheuert finden, aber dieses bewusste langsame Essen und im Mund wirklich verdauungsgerecht gemahlene Frühstück sättigt vollkommen.

MeerSinn - Tag2 - Bademantel Dann ging es heute gleich noch einmal zu meiner betreuenden Doktorin Frau Rohde-Bara zur Bauchbehandlung und Gespräch. Neben dem Wohlbefinden haben wir noch ein sehr interessantes Gespräch rund um den Herrn Mayr gehabt. Die Ärztin ist Mutter einer Familie, arbeitet nebenher noch im Rettungsdienst und kommt sehr offen und vor allem geerdet daher. Aber nur durch Reden passiert auch bei der Mayr Kur nicht viel. Deshalb bekam ich dann eine sogenannte Bauchbehandlung (manuelle Lymphdrainage). Klingt zuerst vielleicht etwas komisch, ist aber regt die Darmtätigkeit an indem gezielt auf dem Bauch (also eigentlich Darm) gedrückt und massiert wird. Sehr ungewohnt, jedoch nicht unangenehm.
Am Nachmittag hatte ich dann heute auch noch einmal volles Programm. Zuerst gab es eine Detox-Behandlung. Leute, ich werde langsam noch zum Wellness-Meister. Ich bekam ein Ganzkörperpeeling verpasst. Was sich anfangs etwas ungewohnt und eher nach Schleifpapier anfühlte ist nach ein paar Minuten einfach nur eine Wohltat. Das Ergebnis am Ende ist vor allem für mich ein Wow-Effekt gewesen. So ne angenehme Haut, ziemlich ungewohnt. Und weil ich gerade da war und weil ich den Termin hatte, bekam ich im Anschluss gleich nochmal eine Lymphdrainage. Diesmal aber mit Detox Effekt. Also mit Schröpfen. Alles Dinge, die ich zuvor noch nie über mich ergehen ließ, aber wirklich toll sind.
Nachmittags hat es dann etwas weniger gewindet und ich bin dann eine Runde spazieren gelaufen und hab mir die noch ziemlich reichlich vorhandenen Touris angeschaut.

Morgen habe ich keine Anwendung auf dem Programm. Dann erzähl ich euch mal etwas über das Mittag und Abendessen.

Bis Morgen!

Zu diesem Mayr-Selbstversuch wurde ich vom Upstalsboom Hotel MeerSinn
eingeladen, die alle Kosten freundlicher Weise übernehmen.
Die täglichen Artikel darüber werden dies jedoch nicht beeinflussen.

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