Heilfasten im Hotel MeerSinn auf Rügen – Tag 3

Eine Woche Heilfasten. Wie ist das? Kann das was? (M)ein Selbstversuch. III/VI


Gestern habe ich feststellen müssen, das so ein Tag Mayrn zwar schon auch entspannend ist, aber er auch strikt getaktet ist. Da muss man hier an das Pülverchen denken und kann dann so und so lange spazieren gehen bevor man wieder jene Pillchen nehmen muss, bevor es zum Mittagstisch geht. Man kann also sagen Mayrn hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Nicht schlecht, aber gewöhnungsbedürftig.

Mein Tag

Der heutige Tag war ziemlich grau. Keine Sorge, so mies geht es mir nun auch wieder nicht. Das Grau bezog sich vielmehr auf das Wetter. Hier oben haben wir typisches Ostsee-Herbstwetter. Grau und nassfeucht windig eben. Da muss man schon genau schauen wann man mal zwischen den Einnahmen und den Mahlzeiten eine Runde ausgiebiger Spazieren gehen kann. Heute hatte ich gar keine Anwendung auf dem Programm. Prompt hätte ich aber vor lauter Spazieren durch den Granitzer Wald meine 10 Uhr Dosis des leckeren Basenpulvers versäumt. Hat aber gerade noch geklappt. Ja, klingt jetzt lustig, hat aber eben den ernsten Hintergrund, dass die Einnahmen entweder wie beim Basenpulver genauen Uhrzeiten unterliegen, oder wie bei den Nahrungsergänzungsmitteln eben eine bestimmte Zeit vor den Mahlzeiten eingenommen werden müssen. Nebenbei muss man dann auch noch irgendwie über den Tag die drei Liter Wasser zu sich nehmen. Auch nicht so leicht. Eine halbe Stunde vor und nach den Mahlzeiten ist trinken tabu. So relaxt ist dann euer Tag gar nicht mehr. Wie ihr seht hat Heilfasten nichts mit Urlaub zu tun.
MeerSinn - Tag3 - Granitzer Wald

Heilfasten heißt ja nicht automatisch hungern. Meine betreuende Ärztin Dr. Rohde-Bara hatte mich daher ja auch eher „sanft“ ernährungstechnisch eingestuft. Wie gesagt, immerhin mit drei Mahlzeiten. Gestern habe ich mir einen Joker geben lassen um evt. Auf das Abendessen zu verzichten. Mal schauen. Heute wollte ich das noch nicht machen, da ich den ganzen Tag über leichte Kopfschmerzen hatte.
Generell ist neben dem monotonen Frühstück das Mittagessen und Abendessen relativ abwechslungsreich. In meiner Ernährungsstufe darf man je zwischen drei Angeboten wählen. Mindestens ein Gericht ist dabei fleischlos, meistens eines mit Fisch und eines meistens mit Fleisch. Beim Mittag gibt es eine Suppe zuvor. Vorgestern gab es zum Beispiel Steckrübensuppe. Keine Ahnung wann ich Steckrübe zuletzt gegessen hatte, aber die hatte wirklich sehr gut geschmeckt.
MeerSinn - Tag3 - Steckrübensuppe Dazu gab es dann ein Kräutercrepés am Biogemüse. Ebenfalls sehr lecker. Durch das bewusste 30 bis 40 mal kauen braucht man für diese Portion zwar eine gefühlte Ewigkeit, aber so wird man satt weil das Sättigungsgefühl Zeit hat einzusetzen bevor man längst alles verschlungen hat. Einziger Nachteil ist dabei vielleicht, dass meistens ab der Hälfte die Mahlzeit kalt geworden ist. Naja, man kann nicht alles haben.
MeerSinn - Tag3 - Kräutercrepés am Biogemüse Zum Abendessen habe ich mir beispielsweise dann das Fleischgericht ausgewählt. Ein gebratenes Filet vom Kalb und dazu sautierte Pilze. Ja, da habe ich wahrscheinlich geschaut wie ihr. Fleisch am Abend und dann noch so ein Stück – nicht schlecht. Man muss noch dazu sagen alle Speisen sind minimalst gewürzt oder gesalzen. Eigentlich verlässt man sich hier auf den Eigengeschmack um auch dem Darm bei der Reinigung nicht dazwischen zu funken. Als ich dann in ein Stück des Fleisches gebissen habe sind meine Speichelsäfte förmlich gesprudelt und im Kopf gab es eine Genussexplosion von diesem sagenhaften Geschmack des Kalbfleisches. Man merkt, dass hier mit sehr viel Liebe gekocht wird und vor allem auch nur mit top Produkten aus der Region gearbeitet wird. Gerade weil so ein Fleisch dann so genial schmeckt ist das Kauen gefühlt doppelt so schwer wie bei Gemüse finde ich. Während ich das Gemüse locker 40 mal zermalmen kann bevor ich es schlucke, kommt beim zerkauen des Fleisches mindesten einmal dazwischen der Schluckreiz. Schon lustig so ein Körper.
MeerSinn - Tag3 - Filet vom Kalb und dazu sautierte Pilze

Mittlerweile hat sich auch beim Team des Upstalsboom Hotel MeerSinn herumgesprochen das ich diesen Selbstversuch in meinem Reiseblog begleite und die ein oder anderen haben wohl schon fleißig mitgelesen. An dieser Stelle möchte ich dann auch mal erwähnen wie toll das gesamte Team ist. Immer gut gelaunt und auch mal die fürsorgliche Frage wie es einem denn heute so gehe. Das macht die Tage des Heilfastens auf jeden Fall um einiges angenehmer. Danke dafür!

Wie ihr seht war der heutige Tag ziemlich gut. Zum Abend habe ich ihn noch mit einem schön ausgiebigen Bad ausklingen lassen.

Bis Morgen!

Zu diesem Mayr-Selbstversuch wurde ich vom Upstalsboom Hotel MeerSinn
eingeladen, die alle Kosten freundlicher Weise übernehmen.
Die täglichen Artikel darüber werden dies jedoch nicht beeinflussen.

5 Kommentare:

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