Hotel-Check: Swissôtel Bremen

Das zweite Swissôtel lief mir in Bremen über den Weg. Auch hier hab ich mir das Hotel mal genau angeschaut und war enttäuscht.

In Bremen sitzen ein paar Weltkonzerne. Auch sonst ist die Stadt eine Reise wert. Kein Wunder also das es hier ein paar vier und fünf Sterne Hotels vertreten sind. So auch das Swissôtel. Nach meiner positiven Erfahrung in Berlin wollte ich deshalb das Bremer Haus ebenso besuchen.

Die Lage: brezel_9
Swissôtel Bremen, Hillmannplatz 20, 28195 Bremen
Hauptbahnhof: 0,4 km, 3 Gehminuten
Straßenbahn- und Bushaltestelle: „Herdentor“ (1 Station)

Das Swissôtel Bremen liegt sehr zentral zwischen Hauptbahnhof und der Innenstadt direkt am Wall. Das Haus verfügt über keine eigene Tiefgarage, bietet aber die Möglichkeit in einer externen Tiefgarage das Auto abzustellen. Bahnreisende sind in wenigen Schritten am Hotel und in der Stadtmitte. Wer mit schwerem Gepäck resit kann auch eine Haltestelle bis direkt vor das Hotel fahren.
Swissotel - Logo

Freundlichkeit des Teams: brezel_9
Auffallend gleich bei Betreten des Hotels war der schon bekannte wohlriechende Duft. Marketingziel erreicht würde ich mal sagen.
Schon beim einchecken am Front Office wird man überaus freundlich empfangen. Auch in Bremen gibt es seit 2013 eine sogenannte Bettensteuer (City Tax). Es wird einem Erstbesucher in Kürze das wichtigste zum Hotel erzählt.
Meine Daten konnten im System nicht gefunden werden, obwohl ich schon mal Gast in Berlin war und auch Mitglied des Treueprogramms bin.
Obwohl ich hier sicherlich durch meine Reklamation (siehe Zimmer) eher negativ aufgefallen sein dürfte waren alle Hotelmitarbeiter jederzeit sehr zuvorkommend.

Ausstattung der Zimmer: brezel_5
Ein Hotel wie dieses bringt ja schon eine gewisse Erwartungshaltung mit. Dementsprechend bin ich auch auf mein Zimmer gegangen.
Das Hotel ist ein Rondell und entsprechend läuft man vom Lift dann auch einen gebogenen Gang entlang zu seinem Zimmer. Die Kombination zwischen dem gebogenen Gang, Teppich, Wand und Licht sind hier ziemlich schlecht gewählt. Es kommt einem sehr dunkel und erdrückend vor.
Beim Eintreten in das Zimmer ist mir leider zuerst ein großer Fleck auf dem hellgrauen Teppich aufgefallen. Leider blieb es nicht dabei. Die eigentlich weißen Wände, an denen der Kofferbock stand, sahen schon sehr mitgenommen aus und hatten viele schwarze Striemen. Ebenso waren die Ecken des Durchganges vom Gang ins Zimmer extrem abgenutzt. Hier hätte man einmal mehr mit dem Pinsel drüber gehen können. Klar wird ein Zimmer abgewohnt, aber das richtige große Macken im Schreibtisch nicht behoben werden oder das Fenster geputzt und vom Taubenschiss befreit wurde bevor ein neuer Gast einzieht ist schon schade. Lustig, oder traurig, war dann auch noch, dass die ausgefüllte Bewertungskarte des Gastes zuvor vergessen wurde mitzunehmen.
Alles in allem sehr unschön und führte dann auch meinerseits zu einer kleinen Beschwerde. Darauf bot man mir ein neues Zimmer an, was ich aber nicht war nahm da es ja sonst ok und sauber gereinigt war.
Das gesamte Zimmer ist mit ausreichend Steckdosen ausgerüstet.
Das Swissôtel ist mit free WiFi ausgerüstet. Man verbindet sich mit dem WiFi und startet den Browser. Dort gibt man lediglich seinen Nachnamen und Zimmernummer an und schon kanns los gehen.
Der Schreibtisch ist ausreichend groß und bietet reichlich Platz und Ablagen. Mit zwei Steckdosen und einer Schreibtischlampe kann man hier auch mal etwas arbeiten.
Der Schreibtisch kann sich wirklich so nennen. Ausgestattet mit einer Schreibtischlampe und einer Steckdosenleiste lässt es sich hier auch mal auf dem Zimmer arbeiten.
Leider gibt es auf dem Zimmer lediglich einen Wasserkocher. Hier hätte ich eine Kaffeekapselmaschine erwartet. Die Minibar ist mit dem Standardprogramm ausgestattet.
Dazu gab es einen kleinen Sessel um auch mal im Sitzen fernsehen oder lesen zu können.
Die Zimmer sind mit einer Klimaanlage ausgestattet. Allerdings eine relativ alte wie ich sie so nur aus dem HolidayInn Express kenne. Jedenfalls ziemlich laut und zugig, so dass man diese Abends zum schlafen ausstellen musste.
Das Bett ist sehr bequem mit einer guten Matratze ausgestattet. Auch die Decke war sehr angenehm. Lediglich schade war, das es zwar ausreichend Kissen gab, jedoch nicht in verschiedenen Ausführungen (hart, weich).
Die Beleuchtung im Zimmer ist einwandfrei platziert und es gibt genügend Möglichkeiten das Licht nach seinen Wünschen zu gestalten.
Zum zweiten Abend, also nach meiner kleinen Beschwerde, gab es dann zum Abend auch einen Turndown Service. Ob dieser am ersten Abend einfach nur vergessen wurde, oder ob sie erst am zweiten Abend registriert hatten das ich im Treueprogramm oder Reiseblogger bin kann ich nicht sagen. Es wurden die Vorhänge zugezogen, das Bett mit einem kleinen „Gutenachthüpferl“ dekoriert und eine kleine Flasche Wasser ans Bett gestellt sowie das TV Programm aufgeschlagen und die Fernbedienung darauf gelegt.
Swissotel - Turndwon Service

Ausstattung des Bades: brezel_6
Etwas schwer zu bewerten. Vom Swissôtel Berlin war ich sehr verwöhnt und im Prinzip ist ein Bad ein Bad und fertig. Das Badezimmer ist noch aus den Anfängen des Hotels. Ich schätze mal 80er Jahre. Die fließen im damals modischen „Kackbraun“ was das Badezimmer ziemlich dunkel und unfreundlich erscheinen lässt. Auch hier gabs die hauseigenen Pflegprodukte. Allerdings nur Duschgel, Shampoo und Bodymilk. Schwamm, Feile etc. Fehlanzeige. Nicht das ichs bräuchte, aber im Vergleich eben fehlte es.
Die Swissôtel Häuser werben damit zertifizierte Green Hotels zu sein. Daher verwunderte es mich ehrlich gesagt schon das die Toilettenspülung nur die Stellung „Wasser Marsch“ kannte. Hier hätte ich mir schon den kurzen und langen „Wusch“ gewünscht.

Ausstattung des Hotel: brezel_8
Das Swissôtel Berlin bietet tagsüber in der Lobby kleine Snacks und Getränke im Ô Place an.
Bei schönem Wetter gibt’s kleine Snacks und Getränke auch draußen im Vicco´s.
Abends kann man im Hillmann´s Restaurant lecker zu Abend essen.
Das Front Office ist 24 Stunden besetzt und so kann man sich jederzeit bei Problemen an das Haus wenden. Es gibt einen kleinen ruhigen Raum mit Liegesesseln um einfach mal kurz zu entspannen und runter zu kommen.
Ein SPA mit Sauna und einem Fitnessbereich darf natürlich nicht fehlen.
Swissotel - Sitzecke

Frühstück: brezel_9
Frühstück gehört zu einem guten Start in den Tag.
Gefrühstückt wird im Hillmann´s Restaurant mit Blick auf den Wall. Am Wochenende kann es zu Stosszeiten schon recht voll und dann auch relativ laut werden.
Das Frühstück lässt keine Wünsche offen. Es gibt alles was man so zum Frühstück als Europäer wünschen könnte. Leckeren Käse, frisches Birchermüsli, gebratene Speckstreifen, warme Bohnen und, und, und.
Als Besonderheit gibt’s im Swissôtel Bremen am Wochenende ganz frischen Honig direkt aus der Wabe. Das Swissôtel Bremen besitzt seit kurzem drei Bienenvölker die auf dem Hoteldach ein zuhause gefunden haben.
Swissotel - Hillmanns

Barrierefrei: brezel_5
Das Hotel ist barrierefrei. Überall sind Lifte, speziell barrierefreie Zimmer gibt es nicht.

Besonderheiten/Tipps:
Das Weinfest sowie das Musikfest sind eine feste Größe in Bremen und ziehen jedes Jahr viele Gäste aus nah und fern an. Im Hotel steigen oft Musiker ab die Tagsüber auch mal auf den Zimmern üben.

Preis/Leistung/Rates:
Direkt buchen lohnt sich hier oftmals. Zum einen gibt’s evt. ein Upgrade oder sonstige Zusatzleistungen gratis dazu.

Gesamteindruck: brezel_7
Mein Gesamteindruck im Swissôtel Bremen fällt verhalten aus. Zwar ist es im gesamten gut als Swissôtel zu erkennen, jedoch gerade das Zimmer als auch der Gang zu den Zimmern trübt das Bild. Schließlich ist das Drumherum zwar schön, jedoch ist das Zimmer das zählt.

Fazit: brezel_7
Ein in die Jahre gekommenes Tophotel. Trotzdem lässt es sich hier angenehm übernachten und der Ortsvorteil sowie der erstklassige Service ist nicht zu verkennen.
Das gibt 7 Brezeln von 10.

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