Multicity – Brauchst Du einen, gibt es keinen

Exklusiv nur in Berlin gibt es von Citroén das Carsharing Angebot Multicity. Eine reine Flotte von Elektrofahrzeugen.
C-Zero heißt das reine Elektrovehikel aus dem Hause Citroén. Es schaut irgendwie nach einer Mischung aus einem Ei und einer Fahrrad Rikscha aus. Den Viertürer gibt’s derzeit ausschließlich in Berlin als Carsharing Angebot.

Multicity Vertrags- und Info Mappe Die Registrierung ist, wie bei allen Carsharing Anbietern, denkbar einfach. Online Vertrag ausfüllen, ausdrucken und an einem der ausgewiesenen Autorisierungsstellen das Kärtchen abholen und der Spaß kann beginnen. – Naja fast. Multicity hat aktuell eine Flotte von 350 Fahrzeugen in Berlin. Somit war es für meinen Test zuerst einmal gar nicht so einfach ein Fahrzeug zu finden. Steht von den anderen Anbietern quasi immer eines irgendwo um die Ecke, muß man für ein Multicity Vergnügen mindestens um drei Ecken gehen bis man eines bekommt. Für den Test bin ich konkret drei Stationen mit der U-Bahn gefahren um an das nächste freie Fahrzeug zu kommen.

Das Mieten:

Multicity App Auch bei Multicity wird über Telefon oder eine App gemietet.
Das öffnen via Karte an die Frontscheibe halten ist bei allen Anbietern identisch und funktioniert auch einwandfrei. Steigt man in den C-Zero stellt man gleich eines fest. Für große Fahrer ist er nicht  gedacht. Obwohl der Fahrersitz bis zum Anschlag nach hinten geschoben wurde kam ich mir mit meinen 1,88 Metern ein wenig wie in einem Cart vor. Lustiger weise habe ich im Mini mehr Platz. Dafür ist die Raumhöhe sagenhaft. Auch für den Beifahrer und dessen Hintermann gibt es ausreichend Platz. Der Schlüssel befindet sich bei Multicity im Handschuhfach. Sollte man wissen, sonst sucht man eine ganze Weile.

Die Wertigkeit des Interieurs liegt beim C-Zero irgendwo zwischen dem Smart und dem Mini. Ein Citroén eben. Man findet sich aber mit allen Schaltern, Anzeigen etc. sehr schnell zurecht.

Das eigentliche Fahren:

Multicity C-Zero Cockpit Dann endlich starten. Zündschlüssel umdrehen, Automatik auf „D“ stellen und geräuschlos gleite ich in den Berliner Stadtverkehr. Abgesehen von der schon angesprochenen Enge im Fußraum macht das Fahren auch mit diesem Elektroflitzer sehr viel Spaß. Er lässt sich schön fahren, ist angenehm gefedert und würde man den Radio nicht an haben, könnte man an der Ampel hören was die Fußgänger sich so erzählen.
Multicity C-Zero Rückspiegel Was allerdings wirklich gewöhnungsbedürftig zu sein scheint, ist der Rückspiegel des C-Zero. Im Rückspiegel ist ein Garmin-Navigationsgerät integriert. Zum einen nimmt es nahezu die Hälfte des Rückspiegels ein und zum anderen ist es  dann noch auf der linken Seite des Rückspiegels integriert. Man schaut also immer am Navi vorbei in den Rückspiegel. Gerade bei Dämmerung ist das Navi  so hell, daß der Rückspiegel schwer einzusehen ist. Meiner Meinung nach sollte das lieber gleich als nachher geändert werden. Ein Navi hat im Rückspiegel wirklich nichts zu suchen.

Kosten:

Von den Randbedingungen unterscheidet sich Multicity nicht von den Mitbewerbern. Entweder man zahlt 28 Cent pro Minute oder entscheidet sich für eines der drei Prepaid Tarifen. Das Parken ist auch bei Multicity an allen öffentlichen Parkplätzen kostenfrei. Geladen wird es an den Ladesäulen die im gesamten Stadtgebiet verteilt sind.

Fazit:

Multicity Multicity allein würde ich nicht empfehlen können. 350 Fahrzeuge für eine Großstadt wie Berlin ist definitiv zu wenig. Hilfreich ist aber die Kooperation mit Flinkster. Mit der Multicity Karte können auch die stationären Fahrzeuge der DB Flotte gemietet werden. Allerdings sind die eher für längere Fahrten geeignet da sie wieder an die Entleihstation gebracht werden müssen. Für den Sommer hat Flinkster aber die Kooperation mit Car2Go angekündigt. Somit auch mit Multicity. Damit wird das Netz schlagartig größer und somit auch attraktiver.

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