Wassersommelier – Wasser der kostbarste Genuss auf Erden

„Ohne Wasser gibt es kein Leben. Wasser ist ein kostbares, für die Natur und den Menschen unentbehrliches Gut.“
Europäische Wasser-Charta, Straßburg 1968

Tja, eigentlich gibt es da nichts mehr hinzuzufügen. Allerdings wäre das dann ein doch ziemlich kurzer Artikel geworden. Wasser ist gerade für uns in Deutschland eine absolute Selbstverständlichkeit. Wir sind es gewohnt zu jeder Tages- und Nachtzeit den Wasserhahn aufzudrehen und beliebig viel Wasser entnehmen zu können. In Deutschland verbraucht eine einzelne Person pro Tag durchschnittlich rund 127 Liter Wasser im Haushalt. Dabei reden wir nicht wie in den meisten anderen Ländern auf der Erde von irgendwelchem Wasser, sondern von reinstem Trinkwasser. Von den 127 Litern pro Tag die ein einzelner Mensch in Deutschland so verbraucht gehen allein im Schnitt fürs Duschen und Baden 39 Liter und für die Toilette 34 Liter Trinkwasser drauf. Durch unterschiedliche Maßnahmen konnte aber der Pro-Kopf-Verbrauch immerhin seit den 80er Jahren um rund 13 Liter reduziert werden.
Wassersommelier - Steigenberger Stilles Wasser Schaut man dann noch auf das, was außerhalb der eigenen vier Wände verbraucht wird, dann reden wir von einem Pro-Kopf-Verbrauch von 5288 Litern Wasser. Davon stecken etwa drei Viertel in landwirtschaftlichen Gütern und etwas mehr als 20 Prozent in Industrieprodukten. Etwa die Hälfte des Wasserverbrauchs deckt Deutschland übrigens aus Quellen im Ausland ab.

„Selbst wer am Wasser lebt, verschwende nicht das Wasser.“
Chinesisches Sprichwort

Um sich mal klar zu machen mit was für einem kostbaren Gut wir so selbstverständlich umgehen zeigt das Beispiel der Herstellung eines T-Shirts. Ein T-Shirt wird hauptsächlich aus Baumwolle hergestellt. Diese Baumwolle stammt häufig aus Ländern wie Indien oder Usbekistan. Dort herrscht regelmäßig Wassermangel. Die Baumwolle wird dort in riesigen Monokulturen angebaut. Umgerechnet auf ein T-Shirt werden von der Bewässerung, übers Bleichen bis zum Färben des Stoffes rund 4100 Liter Wasser verbraucht. Wasser, das den Menschen dort zum Leben fehlt und für T-Shirts für die westliche Welt verbraucht wird.

Und was hat das nun alles mit Reisen und Genuss zu tun? Ich finde ne ganze Menge!
Wer auf Reisen in Hotels übernachtet kennt sicher seit längerer Zeit in vielen Hotels europaweit und teilweise auch in anderen Ländern die freundliche Bitte auf dem Hotelzimmer seine Bade- und Handtücher mehrere Tage hintereinander zu benutzen. Leider gibt es Hotels (auch in Deutschland) die trotzdem täglich wechseln. Einfach dann mal darauf ansprechen. Einige Hotels bieten mittlerweile auch dem Hotelgast die Möglichkeit zu entscheiden ob er auf eine tägliche Grundreinigung seines Zimmers verzichtet und bieten ihm im Gegenzug einen Voucher oder Ähnliches an. Auch eine Maßnahme Wasser zu sparen. Des Weiteren sollte man sich auf Reisen immer mal klar machen, ob in diesem Land Wasser generell oder saisonal Mangelware ist und sich entsprechend verhalten. Nein, das soll nicht heißen gänzlich auf Hygiene zu verzichten 😉

Puhhh! Jetzt kommen wir aber zum eigentlichen Thema Wasser und Genuss. Klar, viele werden jetzt denken „Naja, Wasser ist halt Wasser?!“ Mitnichten!

„Wasser, das – H2O, chemische Verbindung von Wasserstoff mit Sauerstoff, Siedepunkt: 100 Grad, Gefrierpunkt: 0 Grad, größte Dichte von 1g/cm3: 4 Grad, wichtigstes Lösungsmittel“
Quelle: Lexikon

Um mal ein Gefühl für den wertvollsten Rohstoff Wasser zu bekommen lohnt es sich auf jeden Fall einmal ein Wasserverkostung mit einem Wassersommelier zu machen. Einen Wassersommelier findet man oftmals bei den Mineralbrunnen Gesellschaften, den Getränkeabfüllern oder zum Beispiel auch in guten Restaurants.
Wassersommelier - Armin Schönenberger Ich durfte kürzlich bei einem Hotelevent eine solche Verkostung mit dem Wassersommelier Armin Schönenberger machen. Er hatte einige Wässer mitgebracht um daran praktisch zu zeigen wie vielseitig Wasser eigentlich ist. Es war sehr spannend seinem Vortrag über das Wasser zuzuhören und dazwischen auch selbst das ein oder andere Wasser mal bewusst zu verkosten und versuchen den Geschmack zu beschreiben. Am Anfang wirklich nicht leicht, aber mit seiner Hilfe kommt man dann doch auf die Unterschiede. Wenn wir Wasser trinken, können wir unter folgenden 5 Typen wählen:

  • Mineralwasser stammt aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen. Es wird direkt an der Quelle abgefüllt, um die ursprüngliche Reinheit zu bewahren. Es ist das einzige Lebensmittel Deutschlands mit einer amtlichen Anerkennung.
  • Heilwasser stammt aus unterirdischen, vor Verunreinigung geschützten, ursprünglichen reinen Wasservorkommen. Für seine Wirksamkeit muss ein wissenschaftlicher Nachweis vorliegen. Ein Heilwasser ist ein zugelassenes Arzneimittel.
  • Quellwasser Für Quellwasser gelten die gleichen Herkunftsbedingungen wie für Mineralwasser und Heilwasser. Im Unterschied zu diesen wird aber keine ursprüngliche Reinheit verlangt. Das Wasser entspricht den Kriterien, die für Trinkwasser gelten.
  • Tafelwasser Tafelwasser ist kein Naturprodukt. Es ist meist eine Mischung aus mehreren Wassertypen dem dann nach belieben Zusätze wie Mineralien und co zugesetzt werden können. Um Verwechslungen mit natürlichem Mineralwasser vorzubeugen, darf Tafelwasser keine Hinweise auf eine geografische Herkunft oder Angaben zur chemischen Zusammensetzung tragen.
  • Trinkwasser Trinkwasser ist ein Naturprodukt und wird in Deutschland zu 70 Prozent aus Grund- und Quellwasser gewonnen. Zu 13 Prozent wird See-, Talsperren- oder Flusswasser direkt genutzt. Die übrigen 17 Prozent stammen ursprünglich aus Oberflächenwasser, aber werden durch eine Bodenpassage oder durch Uferfiltration fast so rein wie Grundwasser gemacht.Allein in Baden-Württemberg haben wir 24 Brunnenbetriebe die Mineralwasser aus großer Tiefe fördern und direkt am Ort der Quelle abfüllen. Ganz im Gegensatz zu den Discounter-Wässern die oftmals quer durch ganz Deutschland geliefert werden müssen und zudem oftmals viel ärmer an Mineralien sind wie die heimischen Brunnen. 1984 wurde die Mineralwasserverordnung gelockert und so dürfen sich heute auch Wässer Mineralwasser nennen, die sehr Mineralarm daher kommen. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich also immer. Generell haben wir in Deutschland 500 heimische Mineralwassersorten und 34 Heilwässer. Das ist Weltrekord und zeigt wie vielfältig Wasser sein kann. Der Geschmack und damit auch die Mineralisierung hängt direkt mit dem Quellort und mit den geologischen Gegebenheiten zusammen. Man kann sich vorstellen, dass ein Wasser aus dem flachen Ostfriesland weniger mineralisiert ist wie ein Wasser, dass durch das Gestein des Schwarzwaldes musste.

Bei den Deutschen Verbrauchern Ist das beliebteste Wasser seit eh und je ein Mineralwasser mit wenig Kohlensäure (43,5 Prozent). Neben Mineral- und Heilwasser haben die deutschen Mineralbrunnen 2015 3,4 Milliarden Liter Erfrischungsgetränke abgefüllt. Hierzu zählen Schorlen, Limonaden, Brausen und Wellnessgetränke auf Mineralwasserbasis. Laut dem Verband Deutscher Mineralbrunnen lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei durchschnittlich 133 Litern. 1970 waren es übrigens nur 12,5 Liter.
Wassersommelier - Wasser ist vielseitig

Der Geschmack:

Wie nun ein Wasser schmeckt macht nicht nur die Zusammensetzung der einzelnen Mineralien aus, sondern auch die Kohlensäure im Mineralwasser hat positive Auswirkungen auf den Geschmack. Sie sorgt nämlich für eine bessere Durchblutung der Mundschleimhaut und reinigt die Geschmackspapillen im Mund.
Ein Wasser mit einem ausgewogenen Verhältnis von Calcium, Magnesium und Hydrogencarbonat schmeckt angenehm neutral. Ein zu hoher Natriumgehalt kann hingegen zu einem metallischen Geschmack führen. Zu viel Chlorid in Verbindung mit zu viel Natrium kann für einen salzigen Geschmack des Mineralwassers sorgen und ein zu hoher Sulfatgehalt verleiht dem Wasser eine leicht bittere Note.
Wasser kann auch als Grundlage für Wein viel Gutes und Schlechtes bewirken. Je nach Kohlensäuregehalt und Mineralisierung schmecken Riesling, Bordeaux und Co. nach einem Schluck Wasser ganz unterschiedlich. Mit dem richtigen Wasser kann auch ein einfacher Hauswein ganz edel schmecken, während ein sehr edler Tropfen mit dem falschen Wasser ziemlich mies schmecken kann. Auch bei den Destillaten ist die Grundlage Wasser ein wichtiger Bestandteil des Geschmacks im fertigen Produkt wie beispielsweise Whisky. Allerdings ist bei dem Whiskywasser eher ein weiches und wenig mineralisiertes Wasser von Vorteil.

Mit Mineralwasser kochen:
  • Die Kohlensäure macht Kuchenteig, Rührei und Kartoffelpüree locker.
  • Gemüse verliert weniger Farbe, wenn es in Mineralwasser gedünstet wird.

Gesundheit:

Kohlensäure im Mineralwasser regt den Speichelfluss an. Außerdem unterstützt sie die Verdauung und füllt den Magen. Damit mindert sie das Hungergefühl und kann beim Abnehmen helfen.

  • Mineralwasser ist kalorienfrei
  • Calcium: Gut für Knochen, Zähne oder Muskeln. (Tagesbedarf: 800 mg)
  • Magnesium unterstützt den Energiestoffwechsel und die Muskelfunktion – wertvoll vor allem für sportlich aktive Menschen. (Tagesbedarf: 375 mg)
  • Hydrogencarbonat wirkt säureneutralisierend. (Tagesbedarf: keine Empfehlung)
  • Kalium ist ein Mineralstoff, der in vielen Gesteinsformen vorkommt und auf diese Weise auch ins Mineralwasser gelangt. (Tagesbedarf: 2.000 mg)
  • Wässer mit einem Natriumgehalt von weniger als 20 mg sind für eine natriumarme Ernährung geeignet. (Tagesbedarf: 550 mg)
  • Chlorid (Tagesbedarf: 800 mg)
  • Sulfate sind Schwefelverbindungen die vor allem aus gipshaltigen Gesteinen stammen. (Tagesbedarf: keine Empfehlung)

Tipp: Mit Wasser einer Erkältung vorbeugen
Die Luft in beheizten Räumen lässt die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum austrocknen. Bei zu wenig Flüssigkeitsaufnahme wird zudem das Blut dickflüssiger und kann die Schleimhäute nicht optimal versorgen – Erkältungserreger haben leichtes Spiel. Daher rät das Forum Trinkwasser im Herbst und Winter ausreichend Wasser zu trinken. So bleibt das Blut dünnflüssig und die Schleimhäute werden gut durchblutet.

Aqua sanat – Wasser heilt
Sebastian Anton Kneipp (1821-1897), Priester und Hydrotherapeut

Obwohl der Körper zu 80 Prozent aus Wasser besteht, hat er nur geringe Wasserreserven. Deshalb kann man bestenfalls vier Tage überleben, ohne etwas zu trinken. Zudem scheidet ein gesunder Mensch täglich bis zu zweieinhalb Liter Wasser aus. Ein Erwachsener Mensch sollte mindestens zwei Liter pro Tag trinken. Kinder je nach Alter zwischen 1 bis 1,5 Liter. Aber Vorsicht! Auch für Wasser gilt: Die Dosis macht das Gift. Wasser wirkt bei einer täglichen Einnahme ab 12 – 15 Litern tödlich!

Wassersommelier - Bad Neuenahrer Heilwasser

Lifestyle-Wasser:

Kein Wunder, dass der Allrounder Wasser längst auch ein Lifestyle Produkt geworden ist. Durch die Verbindung von Genuss und Gesundheit lässt es sich bestens vermarkten und teils übertriebene Gewinne damit erzielen. So gibt es mittlerweile Lifestyle-Wässer, die durch geschicktes Marketing Exklusivität und Wellness versprechen.

Ein paar Beispiele:
Voss, ein dezent mineralisiertes Wasser. Eigentlich nichts besonderes, aber durch die Verpackung in Wasserflacons, die von Neil Kraft (dem damaligen Creativ-Director von Calvin Klein) entworfen wurden, wirkt es sehr hochwertig.
Speyside Glenlivet
Das Wasser für den gleichnamigen Whisky. Kommt von Grossbritanniens höchster Quelle, in den Breas of Glenlivet – den Bergen von Glenlivet. Was für den Whiskygeschmack toll ist, ist aber für ein Wasser eher langweilig. Es ist besonders niedrig mineralisiert.
Iskilde
Eine Dänische Quelle, die das Wasser aus nur 55 Meter unter der Erdoberfläche fördert. Weil die Quelle nur 5° statt 8° wie die anderen Dänischen Quellen hat trägt es den Namen Iskilde (Eisquelle“ bekommen. Das besondere: Es wird mit mit reinem Sauerstoff angereichert.
Fiji water
Dieses Wasser stammt von der Insel Viti Levu, der Hauptinsel der Fijis. Die natürliche Filterung durch das Vulkangestein dieses geschützten Ökosystems garantiert die unverwechselbar ursprüngliche Reinheit und Lebendigkeit dieses wertvollen Mineralwassers. Es ist damit eines der wohl „ältesten“ und reinsten Wässer die es auf dem Markt gibt. Deshalb laufen mittlerweile Hollywood Stars damit herum und präsentieren sich zusammen mit dem teuersten Fläschchen Wasser. Aber nicht alles was super gesund ist, ist auch ethisch korrekt. 35 Prozent der Fidschi-Insulaner haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Arbeiter bei Fiji water werden mit diesem Wasser bezahlt. Eigentlich ein absoluter Irrsinn.
Chateldon
Es kommt aus der französischen Auvergne. Das Wasser soll schon Ludwig XIV. getrunken haben. Es hat einen sehr hohen Anteil an Hydrogencarbonat, was säurepuffernd wirkt. Außerdem hat es seine eigene Quellkohlensäure und ist dadurch besonders fein und weich.
Bling
Das überflüssigste Lifestyle-Wasser ist gleichzeitig auch das Teuerste. Neunfach gefiltertes Wasser für 98 Euro aus Tennessee. Es hat zwar so gut wie keine Mineralien mehr, aber dafür ist die Flasche mit Swarovski-Steinen besetzt und bei Rappern sehr beliebt. Kann man machen, muss man aber nicht.

Dazu kommen noch die Weltkonzerne, die mittlerweile den Wassermarkt beherrschen. Das sind Nestlé, Danone, Coca-Cola und Pepsi. Wer mehr über die weltpolitischen Hintergründe dieser Konzerne erfahren möchte sollte sich einmal den Dokumentarfilm „Bottled Life – Nestlés Geschäfte mit dem Wasser“ anschauen.

Recycling und Mehrweg? Glas oder PET?

Die ersten Mehrwegflaschen hatten die Römer. Sie haben ihre Getränke in Amphoren transportiert. Das erste Mehrwegbehältnis für Mineralwasser dürfte der sogenannte P-Krug (um 1700) gewesen sein. Bis zum Zweiten Weltkrieg hatte in Deutschland jeder Brunnen seine eigenen Flaschen. Erst ab den 1950er Jahren kam die Leihflasche Deutscher Brunnen auf den Markt und läutete den ersten Schritt in Richtung Standardisierung ein. Der Durchbruch kam 1969 mit der Perlenflasche. Der Designklassiker mit der schlanken Taille und den 230 Perlen feiert 2019 seinen 50igsten Geburtstag. Heute wird rund ein Drittel des deutschen Mineralwassers in Mehrwegflaschen der Genossenschaft Deutscher Brunnen eG (GDB) abgefüllt. Die Mehrwegquote liegt derzeit bei rund 30 Prozent (93 Prozent 1991). Insgesamt sind rund 1,2 Mrd. GDB-Mehrwegflaschen in rund 100 Mio. GDB-Mehrwegkästen im Umlauf.

Unterscheidung der Flaschen Sorten.
Einwegflaschen bestehen fast immer aus dem Kunststoff PET und werden einmal befüllt. Die Flaschen werden nach der Rückgabe geschreddert und recycelt.
P  Mehrwegflaschen aus dem Kunststoff PET werden bis zu 25-mal wiederbefüllt, Flaschen aus Glas sogar bis zu 50-mal. Mehrwegflaschen gelten als die umweltfreundlichste Verpackung. Bestehen sie aus Glas, sollten sie am besten aus der Region kommen.
P  Beim PET-Cycle handelt es sich um ein noch relativ unbekanntes Pfandsystem. Dabei werden PET-Einwegflaschen in Mehrwegkästen angeboten. Die Flaschen bestehen zu 50 Prozent aus recyceltem PET. Regionale Abfüller und Recyclingunternehmen sollen bei diesem System kurze Transportwege garantieren.
Zusätzlich unterscheidet man noch zwei Arten von Flaschen.
Die Poolflaschen sind Mehrwegflaschen wie die Perlenflasche, die von vielen Herstellern gemeinsam genutzt werden.
Die Individualflaschen sind speziell gestaltete Mehrwegflaschen (z.B. durch Reliefs), die nur von einem Hersteller verwendet werden.

Jede Flaschen Sorte sollte immer die wichtigste Voraussetzung erfüllen: Immer eine gleichbleibend hohe Qualität des Produktes Mineralwasser von der Quelle bis zum Verbraucher sicherstellen. Lediglich bei den relativ dünnen PET Einwegflaschen kann relativ schnell Kohlensäure entweichen und sorgt damit für einen leicht schalen Geschmack des Wassers.
„Getränke in Mehrwegflaschen sind am umweltfreundlichsten“, belegt eine Studie des Umweltbundesamtes. PET und Glas liegen sogar gleichauf, wenn sie von regionalen Anbietern kommen. Sobald aber lange Transporte im Spiel sind, verschlechtert sich die Ökobilanz von Glas-Mehrweg. Die Deutsche Umwelthilfe e.V. in Berlin hat errechnet, dass Mineralwasser in Mehrwegflaschen, egal, ob aus Glas oder PET, im Schnitt insgesamt 260 Kilometer transportiert werden. Einwegflaschen legen hingegen von der Produktion bis zum Kunden und wieder zurück zur Entsorgung und dem möglichen Recycling die doppelte Strecke zurück. Damit spart laut Deutscher Umwelthilfe e.V. eine Mehrwegflasche (1,5 Liter, PET), hochgerechnet auf 1000 Liter, im Vergleich zur entsprechenden Einwegflasche rund 40 Prozent Kohlenstoffdioxid ein.

Ich glaube, daß Wasser eines Tages als Brennstoff benutzt wird, daß Wasserstoff und Sauerstoff, aus denen es besteht, einzeln oder zusammen, eine unerschöpfliche Quelle von Hitze und Licht sein werden.
Jules Verne (1828-1925), französischer Schriftsteller

Wußtest Du…?!

  • Um die natürliche Reinheit des Wassers bis zum Verzehr zu garantieren, dürfen Gastwirte natürliches Mineralwasser nur in der geschlossenen Flasche am Tisch servieren. Das ist sogar gesetzlich geregelt.
  • Keine Zitrone ins Glas! Eine Scheibe Zitrone im Glas gibt Mineralwasser einen extra Frische-Kick. Doch vorsichtig: Oft sind die Schalen der Früchte chemisch behandelt. Lieber einen Spritzer Zitronensaft nehmen oder auf Biofrüchte zurückgreifen.

4 Kommentare:

  1. Pingback:#Tweetup #StAhr am 13.11.2016 im Steigenberger Hotel #BadNeuenahr im #Ahrtal | #DU Dauernd Unterwegs

  2. Helga Dietenberger

    Hallöle aus dem Südschwarzwald,

    wir bekommen aus den tiefen des Südschwarzwaldes unser gutes Trinkwasser.
    Die Geschäftemacherei mit den Lifestylewasser ist eine reine Modeerscheinung.
    Viele Menschen kommen an kein sauberes Trinkwasser. Wir verschleudern unser Trinkwasser sogar in der Toilette. Und dann gibt es Leute die brauchen sogar Arktiswasser in Ihren Drink. Da sag einer dass wir keine Sorgen haben
    Trotzdem Danke für deinen interessanten Artikel – aber ich muss manchmal halt meinen Senf dazu geben.
    Grüße aus dem Südschwarzwald von Helga

  3. Hallo aus Saarbrücken,
    ein kleiner Fehler hat sich in dem Bericht eingeschlichen: Auch das Quellwasser MUSS von ursprünglicher Reinheit sein – vielleicht sollte man das im Text noch verbessern 🙂

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