Westaustralien und die Margaret River Region

Südwestlich von Perth gibt es vieles zu entdecken. Vom Wein, über Surfer bis zu den Rochen.

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Die Margaret River Region liegt im Südwesten Australiens und ist von Perth gerade mal in drei Stunden erreichbar. Der Fluß ist nicht nur Namensgeber, sonder schlängelt sich auch durch die Region hindurch. Damit kommen wir auch gleich zu einigen typischen Merkmalen der Region. Besonders bei den Feinschmeckern ist die Margaret River Region sehr beliebt. Seit den 1960ern wird auch hier Wein angebaut. Einige der besten Weingüter Australiens liegen hier. Insgesamt gibt es rund 120 Weingüter vor Ort und viele davon bieten auch Tastings direkt im Keller, oder im eigenen Restaurant an. Die leicht hügelige Region nah am Indischen Ozean bringt für den Weinanbau ein optimales Klima mit. Natürlich gibt es neben dem Wein auch viele andere lokale Erzeugnisse. Jedes Jahr Mitte November findet hier das Margaret River Gourmet Escape Festival statt. Ein Fest für Feinschmecker und Weinliebhaber.
Entlang des Margaret Rivers werden unter anderem Kanutouren angeboten. Ansonsten gibt es auch in dieser Region nahezu alles was das Herz begehrt. Vom Kiten übers Klettern oder Pferdereiten ist hier alles möglich.

Must see:

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Ganz im Süden liegt Hamelin Bay. Dieser wunderschöne Strand ist bekannt für seine Rochen. Tatsächlich habe ich bei meinem Besuch gerade mal zwei Rochen vorbei schwimmen sehen. In den Broschüren wird Hamelin Bay beworben um mit den Rochen auf Tuchfühlung zu gehen. Tatsächlich schwimmen die Rochen um einen herum wenn man im Wasser steht, jedoch sollte man die Rochen trotzdem nicht streicheln. In der Regel sind Rochen zwar ungefährlich, aber man weiß ja nie. Zudem muß man ja nicht wirklich alles antatschen. Ich fands viel schöner die Rochen beim eleganten Gleiten durchs Wasser zu beobachten. Auch sonst ist der Strand wirklich schön und läd auf alle Fälle auf eine kleine Pause ein.

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Eine knappe dreiviertel Stunde nördlich von Hamelin Bay geht es sportlicher zu.
Surfers Point ist der Strand für Wellenreiter in der Region. Hier türmt sich schon bei relativ ruhiger See das Wasser zu recht großen Wellen auf. Für Anfänger ist das sicherlich nichts, aber hier trifft man sich auf einen „Ride“ zur Mittagspause oder nach der Arbeit. Ich war zur Mittagszeit da und hab hier gesehen, dass Surfen hier wirklich Volkssport ist. Vom Teenie über den Business man bis zum Rentner kommen hier an den Strand mit ihrem Board um die perfekte Welle zu reiten. Ich saß einige Stunden am Strand und hab mir dieses faszinierende Schauspiel angesehen.

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Jeder Surfer hat so seine Rituale, aber im Grunde läuft es immer gleich ab. Auf dem Parkplatzplateau oberhalb des Strandes treffen sich die Surfer und schauen ob es schöne Wellen gibt. Dann schnappt man sein Brett und steigt zum Strand hinab, wärmt sich ein wenig auf und dehnt sich. Danach wird sich ausgiebig mit Sonnenschutz eingerieben und meistens ein Helm aufgezogen. Es wird noch einmal geschaut wie sich die Wellen verhalten und wo die anderen Surfer ungefähr sind und dann legt man sich auf sein Brett und paddelt hinaus. Die ersten ein, zwei größeren Wellen lässt man über sich ergehen und dann ist man dort wo die vermeintlich tollen Wellen entstehen. Hier tummeln sich sitzend mehrere Surfer herum die alle auf die bestimmte Welle warten. Schaut es dann so aus, als ob die nächste Welle es werden könnte schwingen sich einige auf ihr Board und versuchen sie zu reiten. Wenn die Welle dann doch nichts ist und zu schnell zusammenbricht beginnt das Warten eben wieder von neuem. So kann sich das bis zu einer Stunde für den einzelnen Surfer hinziehen. Wenn ein Surfer dann seine Welle gefunden hat reitet er sie dann überglücklich so lang er kann. Bestenfalls trägt sie ihn bis an den Strand. Dort angekommen gehts zum Parkplatz, man trocknet sich, zieht wieder seinen Anzug an und düst wieder ins Büro. Das nenn ich eine perfekte Work-Life-Balance!

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Die Canal Rocks sind wiederum vom Surfers Point nur eine gute halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Hier ist mit Surfen eher weniger los da der Strand felsig ist. Die zerklüftete Felsen am Strand haben durch die Erosion regelrechte Wasserkanäle gebildet. Mit jeder Welle, die am Land ankommt, wird Wasser mit hohem Druck durch diese Kanäle gedrückt und es spritzt in hohen Fontänen und unter lautem Getose in die Höhe. Es ist ein wirkliches Spektakel und hier kommen regelmäßig Individualtouristen, aber auch Bustagestouren vorbei. Wer dennoch ein wenig seine Füße ins Wasser halten möchte kann das am Strandabschnitt etwas weiter rechts vom Parkplatz machen. Hier ist ein kleiner Sandstrand und die Unterströmungen von den Canal Rocks sind dort keine Gefahr mehr.

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Etwa eine gute halbe Stunde von Canal Rocks entfernt liegt das Küstenort Busselton. Eigentlich nicht sonderlich erwähnenswert wäre da nicht einer der längsten Holzstege (Jetty) der Welt. „Busselton Jetty“ ist mit seiner über 1,8 Kilometern Länge wirklich eine Sensation und einen Abstecher wert. Wer Zet mitbringt kann den Holzsteg gemütlich erwandern.

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Ab der Mitte des Steges stehen oftmals Einheimische bei ihrer Lieblingsbeschäftigung. Dem Angeln. Wer weniger Zeit oder keine Lust zu spazieren hat kann die Jetty Train nehmen. Sie fährt bis fast zum Ende des Steges und wieder zurück. Hier am Kopf des Steges kann man durch das glasklare Wasser rund 9 Meter bis auf den Grund sehen. Fantastisch!
Busselton hat übrigens einen größeren Flughafen. Wer also nicht mit dem Auto oder Camper unterwegs ist kommt so von hier aus bequem nach Perth. Ebenso gibt es regelmäßige Busverbindungen nach Perth.

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