Wet Tropics Live #oz2012

Die tropisch warme Nacht raubte mir den Schlaf. Naja, Schlaf wird sowieso überbewertet. Das es heute Nacht regnete ebenso. Allerdings sollte es dabei nicht bleiben.

Tja, die Nacht war kurz. Irgendwie ist eben das schwül warme Wetter nichts für mich. Da gehör ich dann doch eher in die Skandinavischen Gebiete. Ok, knapp vorbei. Jedenfalls bin ich heute Morgen so aufgewacht, das ich die grandiose Pleite dieser verhätschelten Bayerischen Fußballmannschaft live miterlebt habe. Zwar hab ich nur die tweets gelesen, aber Spaß hatte ich trotzdem 🙂

Übrigens hatte es heute nicht wie gewohnt zum Morgen hin aufgehört mit regnen. Nein, es machte fröhlich weiter und eine kurzfristige Besserung war nicht in Sicht. Also hab ich mir reichlich Zeit gelassen mit einem ausgedehnten Frühstück in der Camp Kitchen. Kurz vor 10 mußte ich dann aber trotzdem mal los. Also auf den Esel geschwungen und ab ins Hinterland. Ab in die Tablelands. Das Wetter hat den Wet Tropics alle Ehre gemacht. Es hat vormittags geschüttet wie aus Kübeln. Trotzdem habe ich meine Route mit den Wasserfällen, wie noch ein paar andere, brav durchgezogen. Hatte auch fast immer Glück nur bei Nieselregen an einem Wasserfall zu sein. Also wurde ich nie klitschnass; Immer nur etwas.

Morgens machte ich noch einen Abstecher nach Etty Bay, einem mini Ort direkt am Strand. Der ist bekannt für seine Cassowaries, aber bei dem Wetter hatten die auch keine Lust sich am Strand zu zeigen. Lediglich die
Locals hatten ihren Sonntagfrühsport-Spaß in der Brandung.

Die Wasserfälle sind so zwischen Wow und naja. Aber so viele aneinander ist im gesamten dann doch ganz toll. Noch viel schöner ist die Landschaft der Tablelands. Mich haben die Beerge, Täler und Kühe irgendwie nach Österreich erinnert. Vielleicht lags auch einfach nur am Nebel und Regen.
Schade das man übers Internet noch keine Duftproben mitsenden kann. Die Luft dort oben war gigantisch. Irgendeine Mischung zwischen dem Tropenhaus der Wilhelma und einem Reformhaus. Kann sein, das es teilweise an den Anbaugebieten für Tee liegt. Hatte den ganzen Tag lang drauf Lust.
Mein Mittag habe ich heute irgendwo im Nirgendwo gemacht. Bei Nick, einem italienischem Schweizer der dort irgendwie mal hängen geblieben ist und nun eine Pizzeria und Röstis verkauft. Und die Bude war voll mit Australiern.

Es scheint übrigens so, daß in diesem Gebiet mehr Ameisen als Australier leben. Alle paar Meter gibt es diese rießigen Ameisenhügel. Unendlich viele. Sieht merkwürdig lustig aus.

Eigentlich wollte ich heute nochmal an der Küste übernachten, aber auf dem Weg dorthin hab ich eine nette öffentliche Rest Area entdeckt und bin gleich dort geblieben. Also noch einmal Natur pur bevor ich Morgen ins Hotel ziehe. Ja, richtig gelesen. Hotel. Eigentlich hätte ich erst am 23. Mai mein gebuchtes Zimmer, aber zum einen nervt mich mein Rücken und zum anderen möcht ich noch etwas mehr Zeit in Cairns haben und hab mich deshalb entschlossen noch zwei Nächte zuvor zu buchen. Ich habe aber ja noch die nächsten zwei Tage meinen Camper Van und mache dann Tagestripps. Schließlich gibts ja noch einiges rund um Cairns anzuschauen.

Jetzt heißt es also die letzten Vorräte heute Abend und Morgen früh so gut wie aufzubrauchen und dann wird sich langsam wieder an das normale, zivilisierte, Leben gewöhnt. Step by step.

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