Zu Gast bei Oliver Coppeneur und seiner „Manufaktur für Lebensfreude“

Unweit von Bonn wird schokoladener Genuss groß geschrieben. Absolut klar also, dass ich mir diesen Ort mal anschauen musste.

„Kein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle der wertvollsten Nährstoffe auf einem so kleinen Raum zusammengedrängt wie gerade bei der Kakaobohne.“
Alexander von Humboldt (Deutscher Naturforscher und Philosoph)

Coppeneur - Auswahl Pralinen Seit 1993 steht Chocolatier Oliver Coppeneur für erlesene Kreationen aus Kakao. Am Fuß des Siebengebirges liegt Bad Honnef. In einem Gewerbepark an der Autobahn A3 (Höhe Raststätte Dachsberg) steht die Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH. Hier hat sich der Chocolatier Oliver Coppeneur auf rund 8000 qm seinen Traum erfüllt. Seit Sommer 2015 dreht es sich nun Im ganzen Gebäude nur um eines: Um den Kakao.
Das Gebäude wurde nach seinen Entwürfen und Vorstellungen realisiert. Er möchte hier Besuchern die faszinierende Welt des Kakaos näher bringen. Oliver Coppeneur ist Chocolatier aus Leidenschaft. So liebt er nicht nur den Umgang mit der Kakaobohne sondern interessierte sich schon immer auch über deren Geschichte und Herkunft. Oft bereiste er die Anbauländer, oder blieb für längere Zeit dort um mehr über den Anbau der Kakaopflanze zu lernen. Von seinen Reisen brachte er viel Inspiration und viele tolle Bilder und Filme mit. Um diese Eindrücke den Besuchern zu vermitteln gibt es bei Oliver Coppeneur einen kleinen Kinosaal mit 90 Plätzen. Hier taucht der Besucher in die wundervollen Landschaften im tiefen Regenwald oder am Amazonas ein und lernt zu verstehen was hinter dem Produkt Schokolade steht.

„Schokolade ist Genuss, und zwar ausschließlich Genuss.“
Oliver Coppeneur, Chocolatier

Coppeneur - Oliver Coppeneur Portrait Aber was wäre ein Chocolatier ohne eine Produktion? Natürlich ist die auch im selben Gebäude untergebracht. Besucher haben die Möglichkeit auf einer Galerie im ersten Stockwerk einen Blick  in die Produktion zu werfen. Die Galerie wurde so gestaltet, dass der Besucher den Eindruck hat, er schaue durch alte Backsteinfenster einer alten Fabrikhalle auf das Geschehen. Produziert wird mit bis zu 80 Jahre alten Maschinen (Conchen). Etwa 70 Mitarbeiter arbeiten in der Manufaktur bei Coppeneur. Vom Dekor bis zur Kontrolle ist hier noch alles rund um die Praline echte Handarbeit.
Das Ergebnis lässt sich dann auf 250 qm Werksverkauf sehen, kosten und natürlich auch kaufen. Im Angebot sind neben den rund 200 Produkten auch 2. Wahl Produkte. Eben alles von Pralinen über Dragees bis zu Cuvée-Schokoladen. Aber eines ist immer besonders: Der Geschmack! Die Pralinen von Coppeneur schmecken wirklich sensationell. Bei der Verkostung hatte ich die Möglichkeit einige zu probieren und es gab nicht eine, die mir nicht schmeckte.
Coppeneur - Werksverkauf Oliver Coppeneur ist bei der Kreation seiner Pralinen und Schokoladen neben dem ausschließlichen Einsatz natürlicher Rohstoffe und Zutaten erlesenster Qualität vor allem die höchste Qualität des Rohstoffes Kakao wichtig. Er achtet dabei sehr darauf die bestmöglichen Kakaobohnen zu bekommen. Dabei schaut er vor allem, dass sie aus zertifiziertem und überwachtem Anbau stammen. Nur so kann er einigermaßen sicher gehen keine Kinderarbeit zu fördern. So steht für Oliver Coppeneur seine Produktlinie „Cru de Kakao“ für FAIR KAKAO. Er pflegt eine freundschaftliche Beziehung zu den Kakaobauern in den Anbauländern. Er bereist regelmäßig seine Partner und besichtigt deren Plantagen entlang des Tropengürtels.
Übrigens verzichtet der Chocolatier Oliver Coppeneur bei der Produktlinie „Cru de Kakao“ zudem auf den Einsatz von Soja-Lecithin. Generell haben seine Kreationen mindestens einen Kakaoanteil von 72% bei den dunklen Schokoladen und mindestens 36% Kakaoanteil bei den Vollmilch-Schokoladen. Einmal hineingebissen merkt man sofort den Unterschied zwischen diesen und einfachen Erzeugnissen aus den Supermarktregalen.

„Ein Mensch, der keine Schokolade isst, verpasst das Leben. „
Frederic Morton (US-amerikanischer Schriftsteller)

Coppeneur - Pralinen Wenn man einmal Chocolatier Oliver Coppeneur besucht hat, weiß man warum er selbst von seiner Produktion von der  „Manufaktur für Lebensfreude“ spricht. Man spürt es einfach überall im Gebäude.
Von der liebevollen Gestaltung des Gebäudes, über das fröhliche Gesicht wenn er über seine Reisen spricht, bis zum Endprodukt der Praline. Alles wirklich erstklassig.
Diese Lebensfreude können auch Gruppen live erleben. Dafür hat er in seinem Gebäude ein eigenes Auditorium mit bis zu 180 Sitzplätzen gebaut. Hier können unterschiedlichste Events durchgeführt werden. Oder man veranstaltet ein Pralinenseminar oder lässt seine Gäste selbst ihre Schokoladentafeln gestalten. Daneben gibt es noch eine voll ausgestattete Event-Küche mit 34 Herdplatten und Platz für etwa 60 Personen. Diese Location ist perfekt für eine Küchenparty. Zur Lebensfreude, gehört eben auch der Genuss. Direkt neben der Küche gibt es deshalb auch noch eine kleine Lounge mit Humidor und co.

Wer also mal in Bonn, dem Siebengebirge, oder auch nur auf der A3 unterwegs ist sollte hier unbedingt einmal einen Abstecher machen! Vielleicht habt ihr Glück und der Chef persönlich ist gerade da und kann euch ein wenig über den Kakao erzählen.

Adresse:
Confiserie Coppeneur et Compagnon GmbH
Gewerbepark Dachsberg 1, 53604 Bad Honnef
Autobahn, A 3 Köln–Frankfurt, Abfahrt 34 „Gewerbepark Dachsberg“
Coppeneur - Gebäude

Schön zu wissen:
Im Winter herrscht bei uns ein akuter Lichtmangel. Jedoch braucht der Körper Licht um den Botenstoff Serotonin zu produzieren. Serotonin, besser bekannt als Glückshormon,  ist für unser Wohlbefinden verantwortlich. Durch den Lichtmangel bleibt dies aber in der kalten Jahreszeit oftmals etwas auf der Strecke. Deshalb braucht der Körper eine andere (Glücks)Quelle. Tja und da vor allem Schokolade Glückshormone frei setzt, bekommen wir im Winter vermehrt Appetit auf Süßes.

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