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Südaustralien: Adelaide

Südaustralien ist eine faszinierende Region mit abwechslungsreicher Landschaft. Adelaide und Kangaroo Island sind eine der Höhepunkte in diesem Teil Australiens.

Südaustralien

Wer von Osten, über Victoria, nach Südaustralien reist wird schnell merken dass sich einiges ändert. Zuerst einmal herrscht in Südaustralien die Australian Central Standard Time Zone (UTC/GMT +9:30 Stunden). Es heißt also Uhren erneut umstellen. Je mehr man sich von Melbourne entfernt, desto weniger ist dieser Landstrich besiedelt. Während in der Gegend um die Great Ocean Road noch viel Tourismus statt findet, wird die Touristische Landschaft Richtung Adelaide weniger. Ich empfand das als sehr schön endlich raus aus den touristischen Hochburgen zu kommen und unterwegs im „echten“ Australien zu reisen. In der Tat begegnet man viel weniger Campern auf der Strecke zwischen der Great Ocean Road und Adelaide als im östlicheren Teil des Kontinents. Selbst die Küsten sind viel spärlicher besiedelt als im östlichen Teil Australiens. Dennoch gibt es überlall eine wunderbare Infrastruktur für Reisende. Campingplätze, B&B oder auch Hotels gibt es nahezu überall.

„Für den erstmaligen Australien Besuch würde ich eher die Ostküste empfehlen.“

André Dietenberger, Reise Blögle
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Ich glaube allerdings, dass Südaustralien für Reisende die das erste Mal in Australien sind nicht die erste Wahl sein sollte. Das typische Australien, wie wir es uns so vorstellen, findet schon an der Ostküste zwischen Sydney und Cairns statt. Hier gibt es große Städte, bunte Städte, Badestrände soweit das Auge reicht bis hin zum Regenwald.
Südaustralien ist einfach in allem etwas karger. Was aber nicht heißen soll, dass die Landschaft und die Menschen hier nicht so interessant sind. Im Gegenteil. Ich empfand die Menschen im Süden herzlicher. Vielleicht auch deswegen, weil eben der Tourismus nicht diese gewaltige Rolle spielt. Die Landschaften sind spannend und verändern sich mit jedem Tag den man mehr Richtung Westen fährt.

Adelaide

Adelaide ist mit 1,32 Millionen Einwohnern (2015) die Hauptstadt Südaustraliens. Damit leben hier rund 7 Prozent der Gesamtbevölkerung Australiens. Der erste Gouverneur des Staates Südaustralien, Captain John Hindmarsh (1785–1860), nannte die Stadt 1837 nach der britischen Königin Adelaide. Adelaide (von Sachsen-Meiningen) war eine deutsche Prinzessin und ab 1830 Königin von Großbritannien und Irland sowie Königin von Hannover (1792 – 1849). Gerade der Süden Australiens wurde ab den 1830er Jahren von Englischen und Deutschen Auswanderern besiedelt.

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Heute ist in Adelaide ein großer Teil der australischen Rüstungsindustrie zuhause. In Adelaide haben das größte australische Öl- und Gasförderunternehmen Santos und die größte australische Brauerei Coopers Brewery ihre Firmensitze.
Das Klima in Adelaide ist angenehm, aber trocken. Zwischen 7 Grad im Winter bis 28 Grad im Sommer liegen hier die durchschnittlichen Temperaturen. Allerdings ist Südaustralien und besonders Adelaide der trockenste Fleck auf dem Kontinent. Deshalb zitiert jeder Tourguide oder Reiseführer gerne folgenden Satz:

 „The dryest city in the dryest state of the dryest country of the dryest continent of the world“

Vielleicht ist das ein Grund warum viele Australier Adelaide nicht mögen. Dabei fand ich Adelaide ganz bezaubernd.
Auf meiner Reise kam ich in Adelaide gerade zu den Ostertagen an. In Australien sind ja Öffnungszeiten in den Städten anders als bei uns. Gerade in Queensland und Victoria können Läden quasi 24 Stunden, 7 Tage die Woche öffnen. Lediglich an Silvester und dem Nationalfeiertag ist fast überall dicht. In Südaustralien sind die Öffnungszeiten schon etwas mehr zurückgenommen. Vor allem am Freitag vor Ostern hat wirklich alles geschlossen. Es ist Good Friday (Karfreitag). Selbst Restaurants haben nicht alle geöffnet. An diesem Tag herrschte in ganz Adelaide eine seltsam entspannte Stimmung. Man geht zur Kirche und macht mit der ganzen Familie Picknick im Park. Hier oder im Botanischen Garten lässt es sich klasse entspannen.

Adelaide Sehenswürdigkeiten

Zum Beispiel gibt es ein Palmenhaus im Victorianischen Stil zu besichtigen. Der Architekt Gustav Runge (1822-1900) entwarf das Glashaus und lies es von Bremen 1875 per Schiff nach Adelaide bringen wo es dann zusammengebaut und 1877 eröffnet wurde.

Palmenhaus

Nicht weit davon entfernt sollte man einen Abstecher zum Nationalen Weinbauzentrum Australiens machen. Hier kann man nicht nur Weinbau studieren, sondern Besucher können hier in einer Ausstellung alles über Weinbau erfahren. Das Gebäude symbolisiert ein Weinfass und gewann diverse Architekturpreise. Im Erdgeschoss gibt es eine Weinbar. Hier kann man kleine Snacks zu sich nehmen und einen guten Tropfen Australischen Wein genießen. Es gibt aber auch die Möglichkeit ein eigenes Wein-Tasting zu machen. Man bekommt eine Karte und kann selbst aus über 200 verschiedenen Weinen auswählen. Bezahlt wird zum Schluss.
Ein toller Ausflug ist auch der Adelaide Zoo. Nicht weit von der Stadtmitte entfernt kann man sich hier auch gut einen halben Tag aufhalten. Schön gestaltet ist er ziemlich kurzweilig.

Nationales Weinbauzentrum Australien

Durch Adelaide fließt der Fluß Torrens. Von der Stadtmitte aus gibt es die Möglichkeit eine Schiffsrundfahrt zu machen. Sie dauert rund eine dreiviertel Stunde und man bekommt schon mal einen guten ersten Eindruck über die Stadt. Wer lieber selbst aktiv werden möchte kann sich eines der bunten Tretboote ausleihen.
Australier lieben ihren Football (Footy). Im „Adelaide Oval“ werden Sportveranstaltungen wie Football und Cricket ausgetragen. An so einem Spieltag steht Adelaide Kopf und rund um das Stadion ist mächtige Vorfreude zu spüren. Während den spielfreien Tagen ist das Stadion zu besichtigen. Wer einfach mal die Größe eines solchen Stadions von Innen sehen möchte kann das, oder auch den Besuch einer kleinen Ausstellung, kostenlos machen. Für 24$ gibt es auch eine geführte Stadion-Tour. Oder man steigt dem Adelaide Oval aufs Dach. Seit 2016 gibt es den RoofClimb. Ab 99$ geht’s in kleinen Gruppen hoch hinaus.

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Adelaide wird auch „Festival City“ genannt. Im 1973 am Torrens River erbauten Adelaide Festival Centre (AFC) finden über das gesamte Jahr hinweg hochwertige Kulturveranstaltungen statt. Das AFC ist Heimat für das Adelaide Festival of Arts, das Adelaide Symphony Orchestra, die State Opera of South Australia, das Australian Dance Theatre, die State Theatre Company of SA, das Windmill Theatre, und das Australian Ballet and Brink. Daneben finden Musicals oder Veranstaltungen wie das Adelaide Cabaret Festival im Juni, das OzAsia Festival im September und das biennial Adelaide International Guitar Festival im Juli statt.
Nicht nur für den Fall das es mal regnen sollte ist die Art Gallery of South Australia und das South Australian Museum ein echter Tipp. Beide Häuser liegen nebeneinander, haben freien Eintritt und sind jedes für sich sehr interessant anzuschauen.

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Das (Einkaufs-)Zentrum liegt hauptsächlich an der North Terrace, der King William Street und der Rundle Mall. Die Rundle Mall ist die Fußgängerzone Adelaides. Hier findet man alles was man so meint zu brauchen. Wer auf der Reise etwas Spezielleres sucht, sollte hier fündig werden. Falls nicht, ist die nächste Möglichkeit erst wieder im fast 3000 Kilometer entfernten Perth gegeben.

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Der Stadtteil Glenelg liegt direkt am Meer. Wer der Hektik der Stadt entkommen möchte, setzt sich in die einzig verbliebene Straßenbahn Adelaides und fährt vom Victorie Square in der City direkt nach Glenelg. Der Jetty, der Bootsanleger) gilt aus Attraktion.

Unbedingt sehenswert ist auch die drittgrößte Insel Australiens Kangaroo Island zu besuchen. Von Adelaide werden Tages- oder Mehrtagestouren angeboten.

Bahnreise Adelaide

Mit der Bahn kommt man nach Adelaide nur mit dem Güterzug, oder den Sonderzügen wie „The Ghan“, „The Indian-Pacific“ und „The Overland“.

Von Adelaide weiter reisen

300 Kilometer westlich von Adelaide in Port Augusta kann man sich dann mit dem Camper entscheiden weiter in den Westen zu fahren, oder von hier aus in das Rote Zentrum aufzubrechen. Von dort sind es nach Alice Springs noch staubige 1300 Kilometer oder rund 2500 Kilometer nach Perth.

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