Reise Blögle https://reisebloegle.de Das Reiseblog für Baden-Württemberg, Deutschland und den Rest der Welt Wed, 09 Oct 2019 11:17:15 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.3 https://i0.wp.com/reisebloegle.de/wp-content/uploads/2015/03/cropped-reisebloegle_logo_v2.png?fit=32%2C32&ssl=1 Reise Blögle https://reisebloegle.de 32 32 66185582 Ab 2020: FlixTrain Hamburg – Stuttgart https://reisebloegle.de/flixtrain-hamburg-stuttgart/ https://reisebloegle.de/flixtrain-hamburg-stuttgart/#respond Wed, 09 Oct 2019 11:14:31 +0000 https://reisebloegle.de/?p=6219 Ab Frühjahr 2020 können Fahrgäste erstmals ohne Umstieg zwischen Hamburg und Stuttgart mit dem FlixTrain reisen. Ab nächstem Jahr geht es mit dem grünen FlixTrain ohne Umstieg von Hamburg nach Stuttgart. Auf der Strecke einmal quer durch Deutschland werden Hannover, Göttingen, Kassel-Wilhelmshöhe, Fulda, Frankfurt, Darmstadt und Heidelberg angefahren. Bis zum Sommer 2020 werden dann bis zu drei Abfahrten pro Tag…

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Ab Frühjahr 2020 können Fahrgäste erstmals ohne Umstieg zwischen Hamburg und Stuttgart mit dem FlixTrain reisen.

Ab nächstem Jahr geht es mit dem grünen FlixTrain ohne Umstieg von Hamburg nach Stuttgart.
Auf der Strecke einmal quer durch Deutschland werden Hannover, Göttingen, Kassel-Wilhelmshöhe, Fulda, Frankfurt, Darmstadt und Heidelberg angefahren.
Bis zum Sommer 2020 werden dann bis zu drei Abfahrten pro Tag und Richtung angeboten.

Flixtrain
Foto: André Dietenberger

Ab sofort können Fahrgäste jetzt schon schneller von Hamburg nach Köln reisen. Auf der neuen Expressverbindung dauert die Fahrt zwischen beiden Städten nur noch gut dreieinhalb Stunden.

Auch auf der Strecke Berlin – Stuttgart tut sich was.
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 werden nun zusätzlich auch die Städte Halle (Saale), Erfurt, Eisenach und Gotha angefahren.

Der Fernzuganbieter FlixTrain bietet seit 2017 ein deutschlandweites Alternativangebot auf der Schiene an und fährt mit 100% Ökostrom aus Wind- und Wasserkraft von Greenpeace-Energy.

Weitere Informationen unter: flixtrain.de

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Creative Salzburg – Salzburg aus einer anderen Perspektive https://reisebloegle.de/creative-salzburg/ https://reisebloegle.de/creative-salzburg/#respond Wed, 18 Sep 2019 09:16:03 +0000 https://reisebloegle.de/?p=6190 Salzburg abseits von Mozart, Festspielen und Festung Hohensalzburg. Anfahrt nach Salzburg Mit der Bahn:Nach Österreich kommt man prima mit der Bahn. Von Stuttgart kommt man beispielsweise in nur 4 Stunden ohne Umsteigen nach Salzburg. Perfekt!Abwechselnd fährt jeweils ein IC der Deutschen Bahn (DB) und der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) diese Verbindung. Der IC der ÖBB ist definitiv komfortabler und hat das…

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Salzburg abseits von Mozart, Festspielen und Festung Hohensalzburg.

Salzburg

Anfahrt nach Salzburg

Mit der Bahn:
Nach Österreich kommt man prima mit der Bahn. Von Stuttgart kommt man beispielsweise in nur 4 Stunden ohne Umsteigen nach Salzburg. Perfekt!
Abwechselnd fährt jeweils ein IC der Deutschen Bahn (DB) und der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) diese Verbindung. Der IC der ÖBB ist definitiv komfortabler und hat das bessere Bordbistro mit viel größerer und frischerer Auswahl. )
Mit dem Auto:
Mit dem Auto geht es ebenfalls in rund 4 Stunden von Stuttgart über die A8 nach Salzburg. Aber ganz ehrlich? Dann lieber mit der Bahn entspannt ankommen.
Salzburg Hauptbahnhof

Bis zu diesem Besuch war ich noch nie zuvor in Salzburg. Klar denkt man bei Salzburg sofort an den Musikus Wolfgang Amadeus Mozart, die berühmten Salzburger Festspiele oder auch an das Wahrzeichen Salzburgs, die Festung Hohensalzburg; aber ist Salzburg wirklich nur darauf zu reduzieren? Ich habe mir für meinen ersten Besuch vorgenommen Salzburg auf eine andere Art zu erschließen.

Kunst im öffentlichen Raum

Creative Salzburg Quelle: TSG

Walk of Modern Art (Salzburg Foundation)

Zwischen 2002 und 2011 lud die Salzburg Foundation im Rahmen des „Kunstprojekts Salzburg“ jedes Jahr einen Künstler ein sich mit der UNESCO-Weltkulturerbestadt zu beschäftigen. Dazu reisten alle Künstler in die Stadt und setzten sich mit ihr intensiv auseinander. Der Platz für die anschließende Skulptur durften sich die Künstler frei in der Stadt auswählen. So entstanden während dieser Zeit insgesamt 12 Arbeiten. 2013 ging das komplette Asemble an die Internationale Sammlung Würth über. Ein Nachzügler kam 2017 noch zu dieser Ausstellung hinzu: Der „Berliner Block“ im Mirabellgarten komplettiert diese einmalige Reihe Kunst im öffentlichen Raum. Ein Spaziergang entlang den Skulpturen führt einen quer durch die Stadt. Dabei geht es vorbei an den bekanntesten Plätzen und Bauwerken bis in eher unbekannte Ecken dieser bezaubernden Stadt.

  1. A.E.I.O.U., Furtwänglerpark, Anselm Kiefer (2002)
    Mit Sicherheit eines der bekanntesten Kunstwerke in Salzburg. Viele kunstinteressierte wollen vor allem diese Installation in Salzburg sehen.
  2. Ziffern im Wald, Mönchsberg, Mario Merz (2003)
    Hab ich selbst nicht gesehen. Steht unweit des Museums der Moderne auf dem Mönchsberg.
  3. Spirit of Mozart, an der Staatsbrücke, Marina Abramovic (2004)
    Hier bin ich zuerst einfach vorbei gelaufen. Es ist ein Ensemble von Stühlen, die mitten in der wuseligen Stadt zum setzen und nachdenken einladen möchte.
  4. Mozart – Eine Hommage, Ursulinenplatz, Markus Lüpertz (2005)
    Ja, was soll ich sagen? Kunst eben.
  5. Sky-Space, Mönchsberg, James Turrell (2006)
    Direkt vor dem Museum der Moderne auf dem Mönchsberg steht dieser Ovale Raum. Einfach mal hineingehen und den Himmel durch den nach oben geöffneten Bau werfen. Klasse!
    Sky-Space
  6. Sphaera und Frau im Fels, Kapitelplatz und Toscaninihof, Stephan Balkenhol (2007)
    Ein Teil des Werkes hat sicher jeder schon einmal gesehen, wenn er Bilder von Salzburg angeschaut hat. Eine männliche Figur auf einer riesigen goldenen Kugel stehend mit Blick auf die Festung Hohensalzburg. Der zweite Teil, die Frau im Fels steht etwas weiter in einer eher unscheinbaren Ecke und wird daher eher nicht wahrgenommen.
    Sphaera
  7. Caldera, Makartplatz, Anthony Cragg (2008)
    Eine wirklich spannende Skulptur die viel Platz zur Interpretation und Fantasie bietet. Je nach Licht und Standort des Betrachters kann man in der Skulptur zum Beispiel Gesichter erkennen. Spannend!
    Caldera
  8. Vanitas, Krypta des Salzburger Doms, Christian Boltanski (2009)
    Tief im Inneren des Doms beschäftigt sich ein Schattenspiel mit dem Tod. Dazu gibt es eine Toninstallation in Form einer Zeitansage, die auf die Vergänglichkeit anspielt.
    Vanitas
  9. Awilda, Universität Salzburg, Jaume Plensa (2010)
    Eine beeindruckende Erscheinung mitten im Hof der Uni. Sehenswert
    Awilda
  10. Gurken, Furtwänglerpark, Erwin Wurm (2011)
    Die Gurken sind auch oftmals in Reiseführern zu sehen. Nicht besonders speziell, aber witzig.
    Gurken
  11. Connection, Rudolfskai, Manfred Wakolbinger (2011)
    Diese Skulptur wird oft übersehen. Sie steht an der alten Stadtmauer und nah am Rudolfskai. Irgendwas zwischen Schlange und Alphorn.
    Connection
  12. Beyond Recall, Staatsbrücke, Brigitte Kowanz (2011)
    Irgendwie Scheinbar, unscheinbar. Ich hab es am ersten Abend zwar wahrgenommen, aber nicht als eine wichtige Kunstinstallation gesehen. Ist aber wirklich toll und lohnt hier vor allem Abends einfach mal anzuhalten und genauer hinzusehen.
    Beyond Recall
  13. Berliner Block, Mirabellgarten, Gerhard Trieb
    Tja, irgendwie ein Kubus aus Marmor. Dieser ist aber mit einem gemeiselten, rechtwinkligen Netz durchzogen und damit auch wieder interessant.

Wer mal die Stadt auf eine etwas andere Art erkunden möchte sollte sich unbedingt den Flyer „Walk of Modern Art Salzburg“ von Tourismus Salzburg besorgen und damit selbstständig auf Entdeckungstour gehen. Wer sich aber noch intensiver mit den Kunstwerken beschäftigen möchte, dem sei die öffentliche Führung „Walk of Modern Art“ von April bis Oktober ans Herz gelegt. Diese startet täglich um 15 Uhr vom Innenhof der Universität Mozarteum, Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg und dauert rund 100 Minuten. Die Führung ist kostenlos und findet bei jedem Wetter statt.

Ausstellungen, Museen und Veranstaltungen

Die Salzburger Festspiele sind weltbekannt. Daneben gibt es aber noch einiges mehr über das Jahr in Salzburg erleben. Salzburg hat eine aktive Kulturszene. Ein Höhepunkt ist dabei sicherlich die „Sommer szene“, ein internationales Performing Arts Festival. Bei meinem Besuch konnte ich noch den letzten Abend dieses Festivals im SZENE Theater miterleben. Ich durfte einer tollen Performance beiwohnen und war von diesem Festival wirklich begeistert.
Wer neben dem Walk of Modern Art Salzburg noch nicht genug von Skulpturen hat, der kann den Würth Skulpturen Garten beim Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, 5020 Salzburg besuchen.

Salzburg hat viele Berge rundherum. Wer von der Stadt nach oben schaut sieht fast von überall die Festung Hohensalzurg. Dorthin kommen auch viele Besucher bequem aus der Stadt mit der Standseilbahn. Leider verschlägt es nur einen kleinen Teil dieser Besucher auf den nur wenige Spazierminuten entfernten Hügel des Mönchbergs zum Museum der Moderne Salzburg. Von dort oben hat man einen tollen Blick auf die Stadt, die Salzach und auch auf die Festung. Aber vor allem hat das Museum der Moderne tolle Wechselausstellungen die man sich unbedingt anschauen sollte.
Funfact: Auch die Architektur des Hauses selbst ist spannend. In die Fassade wurde mit Schlitztechnik das Notensystem bestimmter Arien aus Mozarts Oper „Don Giovanni“ in die Fassade eingebracht.
Beispiele moderner Architektur
Museum der Moderne Salzburg

Spannende Architektur

  • Häuser Riedenburg Sternbrauerei
    Direkt an den steilen Flanken des Mönchberg stand früher die Sternbrauerei. Hier wurden Wohnungen teils in die alte Substanz integriert und teils ganz neu gebaut. Die Kombination des mächtigen Berges mit der neuen lockeren Bebauung und auf der alten Bebauung auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat mich fasziniert.
    Fun Fact: Hinter dem Haus Bucklreuthstraße Nr. 3 verbirgt sich eine nicht mehr zugängliche kleine Tropfsteinhöhle mit See im Mönchsberg. In den 1920er Jahren als „Perle von Salzburg“ in den Tourismusführern.
    Häuser Riedenburg Sternbrauerei
  • Hauptbahnhof Salzburg
    Salzburg hat geschafft was in Deutschland bei vielen Bahnhofsmodernisierungen nicht gelingt. Hier wurde der historische Bahnhof gekonnt mit moderner Architektur verschmolzen. Die Generalsanierung von 2009 bis 2014 hat sich gelohnt. Heraus kam ein Bahnhof der zum hinsehen einlädt und an dem man sich gerne aufhält. Wenn ihr wie ich mit der Bahn anreist, könnt ihr euch davon selbst überzeugen.
  • Unipark Nonntal
    Ganz toll ist auch der Neubau der Kultur- und Geisteswissenschaftliche Fakultät gelungen. Der sogenannte Unipark Nonntal (Erzabt Klotz Straße 1) wurde von dem Architektenteam Storch, Ehlers & Partner aus Hannover mit dem Konzept einer „offenen Universität“ gebaut. Als Besucher sieht es jedenfalls prima aus.
    Uni nonntal
  • Hangar 7
    Wie der Name schon verrät ist der Hangar 7 Teil des Flughafens Salzburg. Hier hat sich der Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz ein Denkmal gesetzt. Der Hangar ist eine gigantische Glaskuppelkonstruktion. Darin befindet sich ein Flugzeugmuseum und zwei Restaurants. Es ist kein starresMuseum. Die Flugzeuge sind alle flugbereit und gehören Privatpersonen. So kann es sein, dass ein Ausstellungsflieger gerade bei Deinem Besuch nicht da ist, weil der Eigentümer gerade Lust hatte damit zu fliegen. Die ganze Architektur kommt am besten Abends zur Geltung.
    Hangar 7

Immer noch nicht genug von Kunst und co? Dann gibt es in Salzburg auch den sogenannten „Creative Walk“. Er schließt Teile des Walk of Modern Art ein und führt dazu noch an Museen, Galerien, weiterer Kunst und interessanter Architektur vorbei.

Auch Essen ist eine Kunst

Bei so viel Kultur hat man natürlich zwischendurch oder danach auch mal Hunger. In Salzburg muss man sich da eigentlich keine Sorgen machen, denn es gibt überall tolle Möglichkeiten spontan einzukehren. Dennoch habe ich hier drei Lokalitäten aufgeführt, die mir bei meinem Ausflug durch die Salzburger Kunst positiv aufgefallen sind.

  • M32 – Mönchsberg 32
    Direkt am Museum der Moderne angeschlossen lässt sich hier ein (Kultur-)Tag optimal beginnen oder beenden. Auf der Terrasse kann man während dem beliebten Frühstück den Blick zur Festung und hinunter in die Stadt schweifen lassen.
  • FIRST BURGER im SZENE Theater, Anton-Neumayr-Platz 2
    Sicher nicht nur für Theatergänger eine tolle Adresse. Hier gibt es unter anderem leckere (Bio)Burger und immer wieder live Musik und co.
  • ARGE Beisl, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5,
    Ums Eck des Unipark Nonntal kann man hier schön im freien Sitzen und bei selbstgemachter Limo und leckerem Essen den Tag einfach genießen.

Eine Stadt wie Salzburg mal auf eine andere Art als normalerweise kennen zu lernen war für mich sehr spannend. Allerdings ist das, was ich von den Kulturangeboten der Stadt sehen konnte nur ein kleiner Ausschnitt. Dieser hat aber auf alle Fälle Lust auf Mehr gemacht. Der nächste Salzburg-Aufenthalt wird nicht lange auf sich warten lassen!

Zu dieser Pressereise hat mich
TSG Tourismus Salzburg GmbH
eingeladen. Herzlichen Dank.

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Urlaub im Ostseebad Eckernförde (54°28’8.205″N9° 50’18.408″E) https://reisebloegle.de/eckernfoerde/ https://reisebloegle.de/eckernfoerde/#comments Sat, 24 Aug 2019 07:02:04 +0000 https://reisebloegle.de/?p=6003 Sommer, Sonne, Sonnenschein. Die Ferien an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste erleben.

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Sommer, Sonne, Sonnenschein. Die Ferien an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste erleben.

Zwischen Kiel und Flensburg liegt das Ostseebad Eckernförde. Die Stadt mit rund 22 tausend Einwohnern liegt am Ende der Eckernförder Bucht und hat neben einer schönen Innenstadt auch eine Küstenlinie mit feinem Sandstrand. Eckernförde wird vielmals auch liebevoll einfach nur „Eck“ oder „Ecktown“ genannt. Dieser Artikel ist etwas ausführlicher geworden. Das mag daran liegen, dass ich in den 90er- und den Nuller-Jahren dort regelmäßig meinen Urlaub als Rettungsschwimmer verbracht habe.

Anreise nach Eckernförde

Eckernförde Hafen und Noor
Mit der Bahn
Mit dem ICE oder IC bis Hamburg, bzw. Kiel. Von Kiel geht es dann mit der Regionalbahn in 30 Minuten nach Eckernförde.
Mit dem Auto
A 7 Ausfahrt (8) Rendsburg/Büdelsdorf und dann weiter auf der B 203 bis Eckernförde.
Tipp: Stromtanken im Parkhaus am Noor, Noorstraße (3 Ladesäulen mit 6 x 22 kW-Anschlüssen)
Mit dem Fahrrad
Eckernförde liegt am Europäischen Fernwanderweg E6
Tipp: Stromtanken am Parkplatz am Meerwasser Wellenbad (drei Ladestationen für E-Bikes)

Eckernförder Geschichte in Kürze

Die erste Erwähnung findet sich aus dem Jahre 1197; damals aber noch als „Ekerenvorde“. Ab etwa 1416 muss Eckernförde wohl ein berüchtigtes Seeräubernest gewesen sein. Ab 1721 gehörte Eckernförde dann zu Dänemark. 143 Jahre später (1864) fällt Eckernförde im Deutsch-Dänischen Krieg zu Preußen. Unter anderem schlugen die Preußen dabei zwei dänische Kriegsschiffe in der Eckernförder Bucht in die Flucht. Von 1986 bis 1920 gehörte das ganze Gebiet Schleswig zu Preußen. Erst 1920 wurden die Grenzen neu gezogen, wobei der nördliche Teil zu Dänemark und der Rest seither zu Deutschland gehört.
Dadurch gibt es sowohl in Dänemark, als auch in Deutschland ethnische Minderheiten des jeweils anderen Landes. In Eckernförde gibt es daher unter anderem einen Dänischen Kindergarten, eine Dänische Schule und eine Dänische Kirche.
Seemöve
Der heutige Ortsteil Borby, wurde 1831 offiziell „Seebad“ und gehört damit zu den ältesten Bädern Schleswig-Holsteins.
Seit 1893 wird die Kieler Woche mit der Aalregatta nach Eckernförde eröffnet. Eckernförde ist seit 1912 (Kaiserliche Marine und ff) ein Marinestützpunkt. Im Jahre 1986 wurde Eckernförde für ihre internationalen Bemühungen an kulturelle und politische Verbindungen anzuknüpfen die Auszeichnung „UNO-Stadt“ verliehen.
Das ehemals kleine Eckernförde ist durch Fischfang, Fischräuchereien und dem Umschlag von Getreide- und Düngemittel reich geworden.
Heute ist in Eckernförde die Marine mit ihrer U-Boot Flotte und co. der größte Arbeitgeber neben den drei mehr oder wenig bekannten Firmen Behn (Küstennebel, Kleiner Feigling, Dooley’s, DANZKA uvam.), Punker (Lüfterräder) und Sauer & Sohn (Waffenschmiede).
Rüdiger Behn

Übrigens:
Das Eckernförder Wappentier ist ein Eichhörnchen. Es wird erzählt, dass es im Mittelalter für Eichhörnchen möglich gewesen sein soll, von Eckernförde nach Kiel durch die mächtigen Eichenwälder zu gelangen ohne jemals den Boden berühren zu müssen. Die Verbundenheit der Stadt zu ihrem Wappentier wurde 2006 mit der Einrichtung einer Eichhörnchen-Schutzstation unterstrichen.
bezaubernde Gasse

Der Eckernförder Hafen

Hafen mit Spiker
Eines der schönsten Flecken ist sicherlich der Hafen. Er hat sich in den letzten Jahren vom zweckmäßigen Ort mit Lagerhallen und co zu einem Ort entwickelt an dem man sich gerne aufhält. In Eckernförde gibt es noch ein paar wenige Fischer mit ihren Fischkuttern die dort tagsüber liegen. Morgens kann man von den Kuttern direkt fangfrischen Fisch erwerben. Hauptsächlich gibt es Dorsch, Butt oder Hering. Ansonsten liegen im Hafen viele kleine private Boote. Dazu gibt es eine moderne Marina (54 28,0 N 09 50,0 E). 
Segelboote
Im Hafen werden verschiedene Rundfahrten durch die Bucht und Angeltouren angeboten.
Neben der modernen Wohnbebauung (Neue Hafenspitze) am Hafen steht der alte, in Eckernförder Wappenfarben Gelb Blau gehaltene, Leuchtturm. Er wurde dort 1907 erbaut, ist 12 Meter hoch und ist seit 1981 außer Dienst. Er ist so etwas wie das heimliche Wahrzeichen Eckernfördes. Ihm folgte der „neue“ Rot Weiße, ebenfalls 12 Meter hohe, Leuchtturm an der Mole im Yachthafen. Zusätzlich gibt es das eigentliche Leuchtfeuer für die Eckernförder Bucht. Er steht oberhalb des Ortseinganges. Dieser wird per Fernüberwachung von der ständig besetzten Verkehrszentrale in Travemünde gesteuert.
Schiffbrücke
Ein weiteres markantes Gebäude im Hafengebiet ist das ehemalige Rundsilo (Getreidespeicher) aus dem Jahr 1931. Es wurde schon 1986 aufgegeben und steht unter Denkmalschutz. Heute befindet sich im Erdgeschoss ein Restaurant mit schönem Außenbereich.
Rundsilo
Am Ende des Yachthafens gibt es die sogenannte „Speicherpassage“. Hier finden sich einige Läden und die „Eckernförder Kaffeerösterei“.
Im Hafen gibt es eine hölzerne Fußgänger-Klappbrücke die bei Bedarf für durchfahrende (Segel)Boote geöffnet werden kann. Sie teilt zudem den Hafen in den sogenannten Innen-und Außenhafen. Gleichzeitig verbindet die Klappbrücke Eckernförde mit dem nördlichen Stadtteil Borby. Direkt auf Borbyer Seite liegt noch „De lütte Werft“ wo noch Kutter und co. repariert werden. In einem alten Werftgebäude direkt neben der Klapp-Brücke liegt das Hotel „Siegfried-Werft“. Wie der Name schon sagt, eine ehemalige Werft. Das Hotel hat ein tolle Restaurant-Terrasse mit Blick auf den Hafen.
Siegfried Werft
Mir persönlich gefällt das Borbyer Ufer ja am besten. Hier ist generell weniger los, obwohl die Promenade wirklich schön ist. Vor allem gibt es abends einen tollen Blick auf den Hafen Eckernförde. Wer noch ein paar Stufen erklimmt, kommt auf den Petersberg. Hier oben steht seit dem 12. Jahrhundert die Borbyer Kirche.  Ein Besuch lohnt sich.
Borbyer Kirche
Auch hat man vom Petersberg eine tolle Sicht auf den Hafen und die Eckernförder Bucht. Der Petersburg ist übrigens eine künstliche Erhebung. Früher hieß er Ballastberg. Ballast bezeichnete man früher auch den Schlick der sich auf dem Grund des Hafens sammelte und der von Zeit zu Zeit ausgebaggert und dort angehäuft wurde. Nach der Nutzung als Schlickhalde setzte sich ein damaliger Arzt Namens Dr. Petersen für die Begrünung der Anlage ein. Als 1897 Borby Straßennamen bekam wurde aus dem alten Ballastberg kurzerhand der Petersberg.
Hafen Abends

Am Strand, im Wasser und auf der Eckernförder Bucht

Eckernförde hat insgesamt rund vier Kilometer Sandstrand. Dieser ist in drei Teile aufgeteilt. Der gesamte Strandbereich kann gebührenfrei genutzt werden.
Eckernförde Strand
Vom Hafen südwärts erstreckt sich über zwei Kilometer der Hauptstrand. Dieser hat regelmäßig Zugänge von der parallel zum Strand verlaufenden Strandpromenade. An einigen Strandzugängen gibt es extra Strandkörbe und Strandrolli für Rollstuhlfahrer (mehr Infos hier).
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Es gibt einen großen Strandspielplatz, eine Minigolf-Anlage und einen Tretboot- und SUP Verleih. Natürlich fehlen auch die obligatorischen Strandkörbe in Eckernförde nicht. Diese können in der Tourist-Information auf der Mitte der Strandpromenade, oder im Voraus dort per Mail oder Telefon reserviert werden.
Strandspielplatz
Tipp: Zur Abenddämmerung auf eine der beiden Seebrücken gehen und dem Sonnenuntergang bei Wellenrauschen zuschauen.
Auch wer keinen Sand in seine Schuhe bekommen möchte kann den Zauber der Küste einatmen indem er sich auf einen der Relax-Stühle am Strand setzt. Zu erreichen sind diese auf Holzbohlen.
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Dem südlichen Ende des Hauptstrandes folgt der Hundestrand. Nur hier dürfen auch Hunde mit an den Strand genommen werden. Dieser Strandbereich wird allerdings nicht durch Rettungsschwimmer gesichert.
Nach dem Hundestrand kommt eine Sperrzone. Hier ist die Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen, Maritime Technologie und Forschung, oder kurz: WTD 71 (früher als Torpedoversuchsanstalt bekannt) zuhause.
WTD 71
Dahinter kommt der Südstrand. Dieser Strandabschnitt ist naturbelassen und hat einen FKK-Bereich. Auch hier gibt es Strandkörbe, die gemietet werden können. Unter der Woche ist in der Hauptsaison hier oftmals etwas weniger Trubel, allerdings ist der Parkplatz ziemlich schnell voll. Besser mit dem Bus fahren oder zu Fuß gehen. Zum Südstrand kann man entweder auf einem Fußweg entlang der Straße und des Strandes, oder über den idyllischen Höhenweg mit Blick auf die Bucht gehen.
Höhenweg
Die Eckernförder Bucht ist auch zum Segeln oder Tauchen bei Urlaubern sehr beliebt.

Der Haupt- sowie Südstrand wird während der Badesaison von Rettungsschwimmern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gesichert. Bitte unbedingt während des Aufenthaltes am Strand die Badezonenkennzeichnung beachten!
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Achtung Wassersportler: In der Eckernförder Bucht gibt es Sperrgebiete! Hier darf grundsätzlich nicht hineingefahren werden. Daneben kann es hauptsächlich nachts, aber manchmal auch tagsüber vorkommen, dass die ganze Eckernförder Bucht gesperrt ist!
(Sperrgebiete sind durch gelb-rot-gelbe Leuchttonnen, Tonnen, Spieren (YRY), z.T. mit Toppzeichen liegendes Kreuz sowie z.T. mit Aufschrift ‚Sperr-G‘ bezeichnet. Weiter Informationen hier).

Die Innenstadt von Eckernförde

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Unweit von Hafen und Strand liegt der Jungfernstieg. Rund um diese Straße waren früher die Fischräuchereien angesiedelt. Noch heute stehen hier viele schöne typische Häuser in teils sehr charmanten kleinen Gassen. Heute gibt es noch eine Räucherei in Eckernförde. Es ist auch die einzige Räucherei, die die weltberühmten Kieler Sprotten noch original im „Altonaer Ofen“ räuchert.
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Einen Abstecher in die frisch renovierte St.-Nicolai-Kirche aus dem 13. Jahrhundert sollte man unbedingt einplanen. Der ganze Stolz der Kirchengemeinde ist das alte Taufbecken. Es steht heute in der Mitte des Kirchenraums und ist ein eindrucksvolles Werk eines Flensburger Glockengießers. Das Besondere ist die Form des Beckens. Er nahm die Glockenform und drehte diese einfach um. So entstand 1588 dieses einmalige Taufbecken aus Bronze. Verziert wurde es mit Bildern aus der Passionsgeschichte. Das ganze Taufbecken wird von vier stolzen Löwen getragen. Früher hielten sie noch goldene Wappenschilder der Stifter in ihren Pfoten. Diese sind aber im Laufe der Zeit verschollen. Fun Fact: Der Rand des Taufbeckens ist mit einer Inschrift verziert. Diese ist bis heute nicht entziffert.
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In der Eckernförder Innenstadt kann man ohne Probleme einen halben bis ganzen Tag entspannt mit Bummeln verbringen.

Genuss pur in Eckernförde

Natürlich darf auch in Eckernförde der Genuss nicht zu kurz kommen. Da muss man sich allerdings auch wirklich überhaupt keine Sorgen machen. Ich habe mal ein paar meiner Highlights für euch ausgewählt.

  • Rehbehn & Kruse, Meergold, Jungfernstieg 19
    Es ist DER Fischhändler in Eckernförde und die beste Quelle für original Kieler Sprotten. Hier gibt es auch immer einen kleinen Mittagstisch mit leckerem Fisch.
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  • FISCHDEEL Land & Meer, Kattsund 22
    Wer gut Fisch essen möchte kommt an dieser Institution eigentlich nicht vorbei. Hier gibt es immer frische Fischgerichte. Im Sommer auch auf der ruhigen Terrasse.
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  • Eis Müller, Gartenstraße 16 (am Rathaus)  
    Fast noch ein Geheimtipp. Klein, fein und vor allem ohne jegliche Zusätze.
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  • Jolly´s Burger, Preußerstraße 3 (neben der Minigolfbahn, Kurpromenade)
    Direkt an der Kurpromenade an der DLRG Hauptwache kann man mittlerweile das ganze Jahr über Burger essen. Allein schon die Lage ist perfekt.
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  • Eckernförder Kaffeerösterei, Langebrückstraße 20
    Wer auf frisch gerösteten Kaffee steht sollte hier mal vorbei schauen.
    Kaffeerösterei
  • Frei-Handel, Rathausmarkt 2
    Etwas versteckt, dafür umso liebevoller wird der erste „Unverpackt Laden“ in Eckernförde betrieben. Unnötige Verpackungen, Plastik und co sind hier tabu.
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  • Clara Hof Destillerie, Frau-Clara-Str. 26a
    Für Freunde des Hochprozentigen und des Gin ein absolutes Muss. Tanja & Andreas Michelsen verkaufen hier nicht nur, sondern hier in ihrer Spirituosen Manufaktur wird auch seit 2015 gebrannt. Beim Brennen springt Andreas Michelsen nicht einfach nur auf einen Trend wie Gin auf, sondern er weiß genau was er da macht. Als gelernter Brauer und Mälzer kann er so seine Grundstoffe bestens kombinieren und alles von A bis Z selbst herstellen. Zudem studierte er Ernährungswissenschaften und machte noch seinen Brennermeister. Zusammen ergibt dies das beste Handwerkszeug für seine Destillerie. Seinem Gin zum Beispiel verleiht er mit dem Porst, einem typisch nordischen Strauchgewächs, eine ganz besondere Note. Dafür reisen die Beiden immer wieder gerne nach Smaland in Schweden. Dort wächst Porst direkt am See und wird von ihnen frisch gepflückt mit nach Eckernförde genommen. Beim World Spirits Award 2019 wurde die Clara Hof Destillerie in den Kategorien Gin & Wodka und Bitter & Liköre mit dem Titel World Class Destillery 2019 ausgezeichnet. In der Kategorie Gin & Wodka bekamen die Beiden auch noch die Auszeichnung „Distillery of the Year“. Und ganz ehrlich? Nach meiner kleinen Verkostung bei Andreas Michelsen kann ich die Ergebnisse der Jury uneingeschränkt bestätigen.
    Clara Hof Destillerie

Kieler Sprotten aus Eckernförde

Unweigerlich in Eckernförde und der Region wird man mit den Kieler Sprotten konfrontiert. Sprotten gehören zur Gattung der Heringe und werden überwiegend durch Räucherung für den Verzehr verarbeitet.
Fischer
Die echten Kieler Sprotten werden ausschließlich mit Buchen- und Erlenholz geräuchert. Heutzutage arbeiten mittlerweile aber die meisten Räuchereien mit hochmodernen Öfen, durch die der unverwechselbare Geschmack etwas verloren geht. Rehbehn & Kruse aus Eckenförde ist einer der letzten Hersteller der original Kieler Sprotten.
„Was plagt ihr euch und quält euch ab mit tausend schwierigen Sachen? In Eckernförde, da haben wir es raus, aus Silber Gold zu machen.“ Dieser Spruch bezieht sich nicht auf die Vergoldung von Edelmetallen, sondern auf eben diese kleine Sprotte. Im Wasser glänzt sie nämlich silbern und nimmt beim Räuchern eine goldene Farbe an.
Als es noch kein gut ausgebautes Transportnetz gab, wurden die Holzkisten mit den Sprotten erst am nächstgelegenen Kieler Bahnhof mit einem Versandstempel mit der Aufschrift „Kieler Hauptbahnhof“ ausgestattet. Von da aus traten sie dann ihren Weg in allerlei europäische Länder an. Und wurden weit verbreitet unter dem Namen „Kieler Sprotten“ bekannt.
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Natürlich sehen das die Kieler etwas anders und berufen sich auf das Gedicht „Urians Reise um die Welt“ von Matthias Claudius aus dem Jahre 1786. Darin steht: „D’rauf kauft‘ ich etwas kalte Kost und Kieler Sprott und Kuchen.“ 
Eckernförder Fischer Wahrzeichen
Vermutlich werden die Kieler und die Eckernförder irgendwie beide recht haben. Die Sprotte isst man eigentlich „mit Kopp un Steert„, also mit Kopf und Gräten komplett. Allerdings gibt es auch eine heute eher gebräuchliche Variante die Sprotten zu verzehren. Heute dreht man in der Regel der Sprotte den Kopf ab und zieht damit gleichzeitig die Gräten heraus um dann den puren Fisch (i.d.R. ca. 16g) auf einmal zu essen.
Wer einmal zusehen möchte, wie man früher geräuchert hat, kann das in der „Alten Fischräucherei“, einer 150 Jahre alten Fischräucherei, samstags live erleben.

Die Top Veranstaltungen in Eckernförde

wunderschöne Gasse
Eigentlich findet sich fast immer eine Gelegenheit in Eckernförde zu feiern. Einige Veranstaltungen blicken schon auf eine lange Tradition zurück, andere haben sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe entwickelt. Daneben finden regelmäßige Konzerte im Kurpark statt und auch sonst wird vor allem in der Badesaison viel für interessierte Gäste geboten.

Sprottentage (29. Mai bis 01. Juni 2020)
Ein maritimes Fest rund um den Eckernförder Hafen.
Aalregatta (19. Bis 21. Juni 2020)
Sie ist die älteste Regatta auf der Ostsee (seit 1893) und eröffnet i.d.R.  immer die Kieler Woche.
vegan summer (11. & 12. Juli 2020)
Ein Neuling unter den Veranstaltungen findet im Kurpark Eckernförde statt.
Green Screen Naturfilmfestival (September 2020)
Green Screen ist ein international anerkanntes und beachtetes Filmfestival mit Natur-, Tier- und Umweltdokumentationen aus aller Welt.
Piratenspektakel (1. August Wochenende 2020)
An diesem Wochenende landen die Piraten am Strand Eckernförde, überfallen die Stadt, nehmen das Rathaus ein, legen den Bürgermeister in Ketten und verabschieden sich am Sonntag mit einem großen Fackelumzug wieder. Neben einem großen Volksfest finden in der ganzen Stadt an diesem Wochenende Aktionen rund um die Piraten statt. Damit wird an die Zeit der Eckernförder Seeräuber im 15. Jahrhundert erinnert.
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Ausflüge, nicht nur bei Schietwetter

  • Meerwasser Wellenbad Eckernförde
  • Eichhörnchen-Schutzstation Eckernförde, Hans-Christian-Andersen-Weg 7
  • UmweltInfoZentrum Eckernförde, Hans-Christian-Andersen-Weg 7
  • Tierpark Gettorf, Süderstraße 33, 24214 Gettorf
  • TIPP: Wikingerdorf und Museum Haithabu, Am Haddebyer Noor 5, 24866 Busdorf
  • Freizeitpark TOLK-SCHAU, Tolk
  • Kiel (z.B. Aquarium GEOMAR)
  • Kappeln
  • Schleswig (z.B. Schloss Gottorf)
  • Flensburg
  • Sønderborg (Sonderburg), Dänemark
  • Tipp: Das Windebyer Noor
    Viele Eckernförde Gäste fahren daran vorbei ohne es zu wissen. Das Windebyer Noor ist ein rund 389 ha großer Binnensee. Nach der Eiszeit bildete sich langsam aus Sandablagerungen ein Strandwallsystem (Nehrung), das das Noor allmählich von der Eckernförder Bucht abschloss.
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    Entgültig vom Meer getrennt wurde das Noor 1929 durch eine künstliche Aufschüttung. Heute ist das Windebyer Noor nur noch unterirdisch mit der Ostsee verbunden. Aber es existieren inzwischen (2019) Pläne der Stadt Eckernförde zur Wiederherstellung einer offenen Verbindung.
    Wer sich einen ganzen Tag einmal eine Auszeit nehmen möchte, sollte unbedingt den Noor-Rundwanderweg auf seine Liste setzen. Wenn man von der Holzbrücke im Yachthafen startet sind das ungefähr 8 bis 9 Kilometer zu wandern. Der Weg führt Wen man das Noor gegen den Uhrzeigersinn umwandert geht man die erste Hälfte viel im Schatten am Noor entlang. Ungefähr auf der Hälfte der Tour ist man auf der gegenüberliegenden Seite angelangt und kann von dort Eckernförde sehen. Hier steht ein Bänkchen um eine kleine Pause einzulegen und die Ruhe am Noor ganz auf sich wirken zu lassen.
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    Hier liegt auch der „Weiße Stein“. Das ist ein etwa 48 Tonnen schwerer Findling, der durch Gletscher aus dem Värmland in Südschweden hergeschoben wurde. Eigentlich ist der Granit rötlich. Jedoch wird er schon seit unendlich langer Zeit wohl auch von rastenden Seevögeln benutzt und bekam so durch deren Kot die weiße Farbe.
    Nach der Pause verlässt man einige Zeit das Noor Ufer und wandert durch Kornfelder bis man dann wieder ans Noor herankommt. Der letzte Teil des Weges der direkt am Noor entlang führt geht durch Naturschutzgebiet. Dieser Teil empfiehlt sich nur bei gutem und trockenem Wetter zu gehen. Der Boden hier ist morastig und nur Teils durch Holzbohlen befestigt. Hier kommt man der Moorlandschaft und deren Bewohnern ganz nahe.
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    Der letzte Teil des Rundwanderweges führt leider auf einem Gehsteig durch ein Wohngebiet da hier private Grundstücke bis ans Noor reichen. Bekannt ist das Windebyer Noor seit den 1950ern durch das „Mädchen von Windeby“. Eine Moorleiche die hier im Windebyer Noor gefunden wurde. 2006 wurde diese Moorleiche einer Untersuchung mit den heutigen Verfahren unterzogen. Nach den daraus gewonnenen Erkenntnissen musste man die Moorleiche umbenennen. Seither ist diese Moorleiche als „Junge von Windeby“ bekannt. Im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums Schloss Gottorf kann man diese und andere Moorleichen sehen.

Übernachten in Eckernförde

Auch in Eckernförde wird für den Tourismus seit einiger Zeit immer mehr gebaut. Es gibt ein paar alteingesessene Hotels. Das derzeit modernste Hotel ist das Heldts Hotel in der Berliner Str. 10. Praktisch nahe am Strand und an der Stadtmitte gelegen. Allerdings ist die Berliner Straße die Hauptverkehrsstraße in Richtung Kiel. Ende 2019/Anfang 2020 wird ebenfalls an der Berliner Straße das Hotel Beachside eröffnen.
Hausidyll
Wer eher eine wundervolle Sicht auf die Eckernförder Bucht bevorzugt ist mit der Hotel Alte Fischereischule bestens versorgt. Hier kann man mit Blick auf die Förde gut auf der Hotelterrasse frühstücken. Etwas einfacher, aber fast ums Eck liegt die DJH Jugendherberge Eckernförde. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, steuert am besten den Wohnmobilstellplatz am Noor an.  
Daneben sind auch das Hotel Seelust, Strandhotel Mango´s, und die Siegfried Werft toll gelegene Hotels. Wer eher eine Ferienwohnung sucht, der kann sich die ziemlich neuen Hafenspitze Appartements und andere Ferienwohnungen in Eckernförde anschauen.
Altes Fischerhaus

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E-Scooter mieten in Deutschland und Gutscheine https://reisebloegle.de/e-scooter/ https://reisebloegle.de/e-scooter/#respond Fri, 09 Aug 2019 11:24:56 +0000 https://reisebloegle.de/?p=5982 Eine Zusammenfassung der Anbieter, Kosten und Gutscheine. E-Scooter sind dieses Jahr das neue Verkehrsmittel in Deutschland. In immer mehr Städten kommen E-Scooter Verleiher wie Bird, Circ, Lime, Tier oder Voi. Ich habe mal das Wichtigste versucht hier zusammenzufassen. Anbieter, Vermietgebiete und Kosten In der Regel setzen sich die Mietkosten pro Fahrt aus einer Grundgebühr und einem Minutenpreis zusammen. Derzeit liegt…

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Eine Zusammenfassung der Anbieter, Kosten und Gutscheine.

E-Scooter sind dieses Jahr das neue Verkehrsmittel in Deutschland. In immer mehr Städten kommen E-Scooter Verleiher wie Bird, Circ, Lime, Tier oder Voi. Ich habe mal das Wichtigste versucht hier zusammenzufassen.

Anbieter, Vermietgebiete und Kosten

In der Regel setzen sich die Mietkosten pro Fahrt aus einer Grundgebühr und einem Minutenpreis zusammen. Derzeit liegt die Grundgebühr bei durchschnittlich einem Euro. Pro Minute kommen dann noch, je nach Anbieter 15 bis 25 Cent hinzu. Generell sind die Kosten weder in den Apps, noch auf den Webseiten schnell oder überhaupt zu finden. Oft wird man mit den Kosten erst bei der eigentlichen Anmietung eines E-Scooter damit konfrontiert. Transparenz sieht anders aus. Lediglich Tier hat seine Kosten transparent auf der Webseite aufgeschlüsselt.

  • Bird – einmalige Gebühr: ? + ? Cent / Min
    Bamberg im Probebetrieb
  • Circ – einmalige Gebühr: 1 Euro + 20 Cent / Min
    1-Stundenpaket (6€), 2-Stundenpaket (9€), 24-Stundenpaket (20€)
    https://shop.circ.com/collections/ride-pass
    Berlin, Hamburg, Herne, Köln. (evtl. in Kürze Stuttgart)
  • Lime – einmalige Gebühr: 1 Euro + 20 – 25 Cent / Min (je nach Stadt)
    Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, München, Stuttgart
  • Tier – einmalige Gebühr: 1 Euro + 15 – 19 Cent / Min (je nach Stadt)
    Berlin, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Ingolstadt, Ludwigshafen, Mannheim, Mainz, München, Köln, Frankfurt am Main, Bonn, Düsseldorf, Wiesbaden,  Münster, (evtl. in Kürze Stuttgart)
  • Voi – einmalige Gebühr: 1 Euro + ? Cent / Min
    Berlin, Potsdam, Augsburg, Erfurt, Lübeck, Hamburg, Stuttgart

Ich bin vor kurzem in Hamburg das erste Mal mit einem E-Scooter zu Testzwecken gefahren. Es ist witzig, es ist wackelig und über jeden Stein, Fuge etc. zu fahren macht alles nur keinen Spaß. Und vor allem es ist ziemlich schnell, ziemlich teuer.

André Dietenberger, Reiseblogger

Beispiel:
Fährt man mit einem Anbieter (z.B. 1 Euro + 0,25 Cent / Min) 10 Minuten von A nach B kostet das Vergnügen schon 3 Euro. Bei vielen Nahverkehrsverbünden ist man da mit einem Kurzstreckenticket preiswerter unterwegs.

Kurzstrecken Tickets (beispielhaft)
SSB Stuttgart – 1,40 €
(bis zur dritten Haltestelle)
MVG München – 1,50 €
(jede Fahrt bis zur vierten Haltestelle nach dem Einstieg – wenn davon höchstens zwei mit S- oder U-Bahn oder mit einem ExpressBus)
VBB Berlin – 1,70 €
(Für bis zu 3 Stationen mit S-und U-Bahn oder 6 Stationen mit Bus oder Tram)

Gutscheine und Rabatt Codes

Im Internet findet man eigentlich immer irgendwo einen Gutschein oder Rabatt Code für eine kostenfreie Anmietung oder sogar Freiminuten.
Aktuell scheinen diese zu funktionieren.

  • Circ – Code QIEZ20  schaltet 1x Entsperren + 20 Minuten frei
  • Tier – Code START schaltet 2x Entsperren mit je 15 Minuten frei.  
  • Voi – Einen einmaligen Code mit 5 Voi Credits kann man sich an seine E-Mail-Adresse hier senden lassen.

Zusätzlich können schon angemeldete User für Freunde über die App Gutscheine oder Rabatt Codes versenden. Einfach mal fragen.  

E-Scooter mieten in 5 Schritten

Das Anmieten gestaltet sich in der Regel ziemlich einfach.

  1. App des jeweiligen Anbieters öffnen
    Beim ersten Mal zusätzlich die jeweilige App aus dem Apple- oder Google Store laden, registrieren und Kreditkarte oder PayPal Konto verknüpfen.
  2. E-Scooter auf der Karte der App auswählen und Anmietung beginnen
  3. Fahrt mit dem E-Scooter
  4. E-Scooter abstellen (so, dass er nicht im Weg steht)
  5. Anmietung beenden (ggf. mit Foto dokumentieren)

Um einen E-Scooter zu mieten, gelten folgende Regeln

  • Mindestalter liegt bei 18 Jahren
  • Es besteht keine Führerscheinpflicht
  • Fahren nur auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen!
  • Gehwege und Fußgängerzonen dürfen nicht befahren werden!
  • Bei einigen Anbietern bestätigt man, dass man mit Helm fahren sollte.

Zu beachten ist auch noch der Zeitraum indem die E-Scooter zu entleihen sind. Um die E-Scooter auch regelmäßig zu laden und zu warten gibt es bei einigen Verleihern sogenannte Wartungsfenster. In jeder Stadt sind dies unterschiedliche Zeitkorridore in denen eine Anmietung nicht möglich ist. Bisher bietet nur der Anbieter Lime eine 24h Verfügbarkeit seiner E-Scooter an.

Seid ihr schon mit solchen E-Scootern unterwegs gewesen?
Wie war euer Eindruck? Wo gabs Probleme?
Ich bin auf eure Erfahrungen und Meinungen gespannt!

Alle Angaben in diesem Artikel ohne Gewähr. Stand 08/2019

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Churfranken – Unterwegs zwischen Odenwald und Spessart https://reisebloegle.de/churfranken/ https://reisebloegle.de/churfranken/#respond Wed, 31 Jul 2019 21:20:56 +0000 https://reisebloegle.de/?p=5964 Nur einen Katzensprung von Frankfurt, Würzburg oder Stuttgart liegt die Region Churfranken. Endlich habe ich es geschafft hier einmal vorbei zu schauen. Die Anreise Mit dem Auto: – A3 von Würzburg kommend mit Ausfahrt Wertheim‘ – A81 mit der Ausfahrt Osterburken – A3 von Frankfurt mit Ausfahrt Aschaffenburg-West – A5, Ausfahrt Bensheim – A45 bis zur Ausfahrt Stockstadt Mit der…

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Nur einen Katzensprung von Frankfurt, Würzburg oder Stuttgart liegt die Region Churfranken. Endlich habe ich es geschafft hier einmal vorbei zu schauen.

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Die Anreise

Mit dem Auto:
– A3 von Würzburg kommend mit Ausfahrt Wertheim‘
– A81 mit der Ausfahrt Osterburken
– A3 von Frankfurt mit Ausfahrt Aschaffenburg-West
– A5, Ausfahrt Bensheim
– A45 bis zur Ausfahrt Stockstadt
Mit der Bahn:
Mit ICE oder IC bis nach Aschaffenburg und weiter mit der Regionalbahn oder dem Regionalexpress zum Beispiel bis nach Miltenberg. innerhalb der Region ist man mit der VAB (Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain) gut unterwegs.

Ihr habt von Churfranken noch nichts gehört? Das ist erst einmal nicht ganz so schlimm, denn das wird sich jetzt ändern. Die Region Churfranken ist ein touristischer Zusammenschluss von 25 Gemeinden im Maintal zwischen dem Odenwald und dem Spessart, die im westlichen Franken liegen. Dies sind Altenbuch, Amorbach, Bürgstadt, Collenberg, Eichenbühl, Elsenfeld, Erlenbach, Dorfprozelten, Faulbach, Großheubach, Großostheim, Großwallstadt, Kleinheubach, Kleinwallstadt, Klingenberg, Laudenbach, Miltenberg, Mönchberg, Neunkirchen, Niedernberg, Obernburg, Rüdenau, Stadtprozelten, Sulzbach und Wörth.
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Churfranken, Franken, Bayern oder was?

Tatsächlich ist „Churfranken“ eine künstliche Schöpfung, die für den touristischen Zusammenschluss der Gemeinden 2007 gefunden wurde. Da die Gemeinden im Fränkischen Teil Bayern verortet sind war klar, dass im Namen „Franken“ vorkommen musste. Der Wortteil „Chur“ kam dann aus der Geschichte. Bis zum 18. Jahrhundert waren hier die Churmainzer ansässig was man heute noch durch das „Churmainzer Rad“ in einigen Stadtwappen feinden kann. Und so kam es dann am Ende zu „Churfranken“.
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Lustig wird es allerdings, wenn man die Menschen hier fragt, was sie denn nun seien; Bayern, Franken, oder was? Bei Bayern wird ganz klar abgewunken. Auch als Franken verstehen sie sich nicht so ganz, eher eigentlich als Badener, vielleicht noch als Hessen. Kein Wunder, denn die Gegend gehörte mal zum Großherzogtum Baden, mal Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Kein Wunder daher, wenn man in München oftmals auch von dieser Ecke Bayerns schelmisch grinsend „vom letzten Haar am Schwanz des bayrischen Löwen“ spricht.

Genuss hoch³ – Bayerns Genussorte in Churfranken

Der Freistaat Bayern hat 100 Ortschaften zu sogenannten „Genussorten“ gekürt. Allein drei davon, nämlich Bürgstadt, Miltenberg und Klingenberg, liegen in der Region Churfranken.
Merkmal dieser 100 Genussorte sind Top-Produkte aus regionaler landwirtschaftlicher Erzeugung und deren Zubereitung.
Bekannt ist die Region vor allem durch den weltweit bekannten Spätburgunder. Aber auch tolle Silvaner werden in Churfranken als eine der Haupt-Weißweinsorten neben dem Müller-Thurgau angebaut.
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Bürgstadt

Das kleine Ort Bürgstadt ist geprägt vom Weinbau. Entsprechend viele Winzer sind hier teils seit Jahrhunderten ansässig. Eines der wohl bekanntesten Weingüter dürfte das Weingut Rudolf Fürst sein. Es zählt zu den Deutschen Spitzenweingütern und ist vor allem durch seinen „Fürst Spätburgunder“ bekannt geworden. Aber auch kleiner Weinbauern müssen sich hier nicht verstecken. Tolle Weine macht beispielsweise auch das Weingut Hench. Das Besondere an diesem Weingut ist nicht nur der Geschmack, sondern der Anbau. Hench ist Biowinzer und betreibt seit Jahren Biologischen Weinbau. Seit 2013 sind seine Weine EU-biozertifiziert.
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In seinen Weinbergen wird nur biologisch gewirtschaftet. Dort wo gedüngt werden muss, geschieht dies mit Kräutertee und Pflanzenauszügen. Und wer Glück hat und einfach mal an der Kellertür klopft, hat vielleicht die Gelegenheit den Winzer Burkhard Hench persönlich kennen zu lernen. Wer einfach seine Weine mit den passenden regionalen Gerichten verkosten möchte, kann dies direkt nebenan im „ADLER Landhotel“. Hier wird nach der Slow Food Philosophie gekocht.
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In Kombination mit den Bioweinen kann das zu einem echten Geschmackserlebnis werden. Die Betreiber des ADLER legen viel Wert auf ein gemütliches Ambiente was der Gast auch spüren kann. Vor allem, wenn man sich hier ein Zimmer nimmt um die wundervolle Region zu entdecken. Im ADLER Landhotel ist man tatsächlich „Willkommen bei Freunden“.
Wer nicht im Restaurant isst und noch näher an den Leuten sein möchte, der sollte unbedingt einen Besuch in einer der vielen „Häcken“ machen. Eine Häckenwirtschaft ist ein saisonaler Ausschank vom eigens erzeugten Wein in eigenen Räumlichkeiten. Vergleichbar mit den Besenwirtschaften in Schwaben, den Straußenwirtschaften in Baden oder die Heurige in Österreich. Welche Häcke wann geöffnet hat findet man im Internet oder an vielen Infotafeln an den Ortseingängen der Region.
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Wer sich in Bürgstadt lieber einmal durch die unterschiedlichsten Weine der Churfranken-Winzer vortasten möchte, kann dies auf einem der vielen Feste, wie der Weinkulturnacht, machen. Eine weitere Möglichkeit die Weine zu verkosten und bei gefallen auch gleich zum Hofpreis einzukaufen gibt es mitten im Ortskern in der „Churfranken Vinothek“. Hier lassen sich rund 100 verschiedene Weine aus Bürgstadt und der Region verkosten.
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Wer neben dem ganzen Genuss auch etwas anderes sehen möchte, findet in Bürgstadt die Martinskapelle aus der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts. Sie ist berühmt für ihre Malereien und gilt als eine der ältesten Kirchen in Franken. Leider ist sie in der Regel verschlossen. Was ich leider erst im Nachgang erfahren habe gebe ich euch hier mal mit auf den Weg: Den Schlüssel bekommt man direkt nebenan bei der Gärtnerei Kling, Martinsgasse 22. 
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Auch das Museum über Wein- und Tabakanbau ist sicherlich einen Besuch wert.

Miltenberg

Miltenberg ist die wohl bekannteste Stadt in Churfranken. In das romantisch mittelalterliche Städtchen verschlägt es unzählige Urlauber aus Nah und Fern. Auch Flusskreuzfahrtschiffe machen hier auf ihrer Tour über den Main halt. Und wer mal ein paar Stunden hier verbracht hat, wird bestätigen können, dass Miltenberg zurecht den Beinamen „Die Perle am Main“ trägt.
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Schon die Römer waren hier und bauten ihren „vorderen Limes“ aus. Um 1225 wurde die auf dem Berg thronende Mildenburg errichtet und später dann sie mittelalterliche Stadt. Aus dieser Zeit sind neben Resten der Stadtmauer auch viele beeindruckende Fachwerkhäuser zu sehen (siehe Deutsche Fachwerkstraße). Hier ist auch die älteste noch erhaltene Synagoge aus dem 13. Jahrhundert zu sehen. Ebenso wie einen jüdischen Friedhof und eine Mikwe aus dem 3. Oder 4. Jahrhundert. Später, im 17. Jahrhundert war Miltenberg ein „Hotspot“ unschöner Art. Allein hier wurden während der Hexenverfolgung 453 Miltenbergern der Prozess gemacht. Mindestens 200 davon wurden in den 40 Jahren der Verfolgung verbrannt.
Aber wieder zu schöneren Themen. Dem Genuss. Eines der ältesten Gasthäuser Deutschlands ist das Gasthaus „Zum Riesen“. Ein wahrlich schönes Fachwerkhaus. Auch innen lädt es zum Verweilen ein. Die Miltenberger preisen den „Riesen“ auch gern als ältestes deutsches Gasthaus.
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Allerdings gibt es nachweislich drei Gasthäuser die etwa in derselben Liga unterwegs sind. Genaue Gründungsdokumente gibt es von keinem der Drei Gasthäuser. Die anderen beiden sind zum einen das Gasthaus „Zum roten Bären“ in Freiburg und zum anderen das Gasthaus „Löwen“ in Seelbach auf dem Schönberg.
Beeindruckend ist auch das gigantische Torhaus aus Buntsandstein auf der linken Mainseite der Brücke. Es ist das Übrigbleibsel einer Brücke von 1900. 1945 wurde sie gesprengt und 1950 als reine Betonbrücke wiederaufgebaut. Übrig geblieben ist das markante Torhaus.
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Auch ein Spaziergang an der neu gerichteten Uferpromenade lohnt sich. Auf dem Weg in die Stadt kommt man dabei vielleicht am „Staffelbrunser“-Brunnen. So wurden die Miltenberger früher von den Einwohnern der umliegenden Ortschaften gern genannt. Manche Ortschaften schämen sich für ihre Ortsnecknamen, aber die Miltenberger haben daraus eine Tugend gemacht und daraus vom Bildhauer Helmut Kunkel einen witzigen und gelungenen Brunnen machen lassen.
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Am alten Marktplatz findet man nicht nur ein Museum, sondern auch den Staffelbrunnen aus dem Jahr 1600. Im Volksmund wurde er „Schnatterloch“ genannt.
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Dies hat (leider) nichts mit dem heutigen Schnattern zu tun, sondern stammt vom altdeutschen Begriff „Snade“ und bedeutet soviel wie „Grenze“. Denn hier lief der Regenwassergraben von der Stadtmauer bis in den Main und galt gleichzeitig als Stadtgrenze.
Es gibt noch viel mehr Spannendes hier zu sehen. Dafür muss ich aber noch einmal hierher vorbeischauen.
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Klingenberg

Klingenberg ist quasi „Die Rotweinstadt“. Durch die tollen terrassenförmigen Steilhänge, die passenden Böden und viel Sonne gedeihen hier viele schmackhafte Rotweintrauben besonders gut. Neben dem Wein wurde ab dem 17. Jahrhundert bis 2011 in Klingenberg Ton abgebaut. Zum ehemaligen Tonbergwerk führt ein schöner Wanderweg durch die Seltenbachschlucht.
Eine andere besondere Wanderung kann man, wie ich, mit der Biowinzerin Anja Stritzinger erleben.
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Sie führt ihre Gäste durch die Weinberge und erzählt viel über den Wein und die Naturlandschaft. Vorbei an sehr alten und neueren Weinreben und historischen Weinbergmauern kommt man zum Terroir F, einem überdachten Aussichtspunkt mit Tischen und Bänken. Von hier kann man über die Weinhänge zum Main hinabschauen und dabei ein Glas Biowein probieren.
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Mein Fazit

Churfranken eignet sich wunderbar für ein Wochenende mit Genuss, Natur und Kultur. Man kommt aus jeder Himmelsrichtung sehr gut hin und findet überall tolle Einkehrmöglichkeiten und garantiert auch überall etwas interessantes zu entdecken. Für mich kann ich sagen, hat dieses Wochenende nicht gereicht. Ich werde sicher demnächst mal wieder vorbei kommen um noch viel weiteres anzuschauen. – Ok, und zu probieren.
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Zu dieser Pressereise hat mich
Mainland Miltenberg – Churfranken e.V.
eingeladen. Herzlichen Dank.

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Bad Hersfeld – Kleinstadt mit Charme https://reisebloegle.de/bad-hersfeld/ https://reisebloegle.de/bad-hersfeld/#respond Tue, 16 Jul 2019 11:01:17 +0000 https://reisebloegle.de/?p=5939 Dieses Mal geht es um eine Kleinstadt, Rehabillitation und Kultur. Im Juni 2019 hat es mich aus gesundheitlichen Gründen nach Bad Hersfeld verschlagen. Bisher noch völlig unbekannt hatte ich während meines Aufenthaltes genügend Zeit mich mal mit dieser Stadt zu beschäftigen. Anreise Mit der Bahn: Bequem mit der Bahn aus allen Richtungen mit dem ICE erreichbar. Abwechselnd fährt jede Stunde…

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Dieses Mal geht es um eine Kleinstadt, Rehabillitation und Kultur.

Im Juni 2019 hat es mich aus gesundheitlichen Gründen nach Bad Hersfeld verschlagen. Bisher noch völlig unbekannt hatte ich während meines Aufenthaltes genügend Zeit mich mal mit dieser Stadt zu beschäftigen.
Stadtmitte

Anreise

Mit der Bahn:
Bequem mit der Bahn aus allen Richtungen mit dem ICE erreichbar. Abwechselnd fährt jede Stunde ein ICE aus der Richtung Frankfurt/Main bzw. Erfurt den Bahnhof Bad Hersfeld an. Ansonsten mit dem ICE bis Fulda bzw. Erfurt und von dort weiter mit der Regionalbahn bis Bad Hersfeld.
Mit dem Auto:
Direkter Anschluß an die Autobahnen A7 und A4 und Nahe der A5.
Mit dem Flugzeug:
Sollte man eigentlich vermeiden. Nächste Flughäfen wären Erfurt, Hannover oder Frankfurt.

Bad Hersfeld ist mit rund 29.490 Einwohnern (Stand: 30.09.2016) eher beschaulich. Trotzdem hat die Kleinstadt für den Besucher einiges zu bieten. Zudem ist die geografische Lage in der Mitte Deutschlands ein klarer Standortvorteil der Stadt. Zu Zeiten der DDR war Bad Hersfeld in der Grenzregion des geteilten Deutschlands gelegen. Heute gibt es zum Glück diese Grenzen nicht mehr.
Stadtmitte

Kurstadt Bad Hersfeld

Kurhaus Die Stadt wurde 1949 zum Heilbad “Bad Hersfeld” erhoben. Grund sind die beiden Mineralquellen “Lulusquelle” und “Vitalisquelle”. Die Quellen sind stark Glaubersalzhaltig. In Bad Hersfeld kommt man um bei folgenden Erkrankungen eine Besserung zu erfahren: Leber-, Galle-, Magen-, Darm- und Stoffwechselkrankheiten, bei psychosomatischen Erkrankungen, bei Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates und bei Krankheiten des rheumatischen Formenkreises.
Quellpavillion
Direkt am Anschluss der Altstadt befindet sich ein für die größe der Stadt großer Kurpark mit Kurhaus und Quellpavillon. Im Quellpavillon (2008) kann von beiden Quellen getrunken werden.
Die Vitalisquelle ist ein fluoridhaltiges Natrium-Chlorid-Sulfat-Thermalwasser.
Die Lullusquelle ist ein eisen- und fluoridhaltiges Natrium-Kalzium-Sulfat-Wasser.
Quellen
Der Kurpark ist etwa sieben Hektar groß und wurde 2008 komplett neu gestaltet und hat im selben Jahr auch die Auszeichnung als “Deutschlands zweitschönster Park 2008” ausgezeichnet.
Kurpark Bad Hersfeld

Festspielstadt Bad Hersfeld und weitere Veranstaltungen

  • Bad Hersfelder Festspiele
    Der kulturelle Höhepunkt des Jahres in Bad Hersfeld bilden die Bad Hersfelder Festspiele. Seit den 1960er Jahren finden die Festspiele statt. In der beeindruckenden Kulisse der Stiftsruine werden zwischen Juli und August jährlich unterschiedliche Aufführungen angeboten. Bad Hersfeld trägt daher auch den heimlichen Beinamen „Salzburg des Nordens“.
    Bad Hersfelder Festspiele
  • Lullusfest
    Es ist eines der ältesten Volksfeste in Deutschland und findet immer im Oktober statt. Es geht zurück auf den Gründer und Bonifatius-Schüler Erzbischof Lull. Gefeiert wurde das Fest nachweislich das erste Mal im Jahre 852. Seitdem findet es immer in der Woche statt, in welcher der Todestag des „Heiligen Lullus“ (16. Oktober) fällt. Seit 1038 läutet im Katharinenturm der Stiftsruine jedes Jahr zum Lullusfest die sogenannte „Lullusglocke“.
  • Weinfest
    Jedes Jahr im Juli findet im Kurpark ein Weinfest statt. Dazu gibt es ein buntes Rahmenprogramm wie Musikbands etc.

Sehenswürdigkeiten in Bad Hersfeld

In der Altstadt gibt es rund 200 denkmalgeschützte Gebäude. Das Äteste Fachwerkhaus davon ist das Küsterhaus aus dem Jahre 1452. Bad Hersfeld liegt an der Deutschen Fachwerkstraße und der Kulturstraße des Europarates „VIA REGIA“. Im Mittelalter war sowohl der Stift als auch die Stadt ein bedeutender Handelspunkt an der Via Regia.
Historische Fachwerkbebauung um die Stadtkirche

Die absolute Sehenswürdigkeit in Bad Hersfeld ist definitiv die heutige Stiftsruine. Der Mönch Lullus gründete 769 am Standort einer Einsiedelei ein Kloster. Kurz darauf wurde es von Karl dem Großen zum Reichskloster erheben. Zum Ende der Belagerung durch die Franzosen wurden die in der Stiftskirche gelagerten Vorräte 1761 in Brand gesetzt. Dabei brannte die komplette Kirche bis auf die Grundmauern ab. Heute gilt die Stiftsruine als größte romanische Kirchenruine der Welt (oder nördlich der Alpen, je nach Quelle).
Stiftsruine
1521 hat übrigens Martin Luther auf dem Rückweg vom Reichstag in Worms Bad Hersfeld besucht und predigte auf Wunsch des Abtes am 1. Mai in der Stiftskirche.
Bei der Stiftsruine steht der Katharinenturm heute als freistehender Glockenturm. Er stammt vermutlich aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Heute hängt in diesem Turm nur noch eine Glocke.
Katharinenturm
Die sogenannte Lullusglocke stammt aus dem Jahr 1038. Die Lullusglocke ist Deutschlands älteste gegossene Glocke. Geläutet wird Sie nur am Ostersonntag, Pfingstsonntag und dem 25. Dezember jeweils um 12:00 Uhr. Zusätzlich am ersten Sonntag zur offiziellen Eröffnung des Lullusfestes um 19:45 Uhr.
Ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist auch der Klausturm. Er ist einer von ursprünglich 12 Türmen.
Die evangelische Stadtkirche ist heute durch ihr barockes (Behelfs)Dach bekannt. Durch einen Brand wurde 1760 die ursprünglich gotische Turmspitze zerstört.
An der Stelle der heutigen Stadtkirche befand sich bereits ab der zweiten Hälfe des 11. Jahrhunderts ein romanischer Vorgängerbau. Dieser erreichte nach mehrmaligen Erweiterungen und Umbauten ab Mitte des 16. Jahrhunderts mit der Fertigstellung des Kirchturms die heutige Ausmaße.
Rathaus

Und dann gibts noch einige interessante Denkmäler und Museen.

  1. Konrad Duden und Konrad Zuse Denkmal
    Vor dem Katharinenturm stehen die beiden für Bad Hersfeld wichtigen Konrads: Konrad Zuse steht zur Linken Konrad Dudens.
    Konrad Duden (1829-1911) war ab 1876 Direktor des königlichen Gymnasiums zu Hersfeld. 1880 veröffentlichte er in Bad Hersfeld sein wichtigstes Werk „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der Deutschen Sprache“. Später lebte er bei Wiesbaden aber wurde nach seinem Tod 1911 auf eigenen Wunsch im Familiengrab auf dem Hauptfriedhof in Bad Hersfeld beigesetzt. Im Kurpark steht dazu noch ein weiteres Duden-Kleindenkmal und es gibt ein eigenes kleines Duden-Museum.
    Konrad Zuse (1910-1995) ist der Entwickler, Konstruktör und Erbauer der ersten funktionsfähigen Rechenmaschinen (Z1-Z4). Nach dem 2. Weltkrieg gründete Zuse in Neukirchen die Zuse KG, welche 1957 nach Bad Hersfeld verlegt wurde.
    Konrad Zuse und Konrad Duden
  2. Das Mückenstürmerdenkmal
    1674 sollen der Überlieferung zur Folge die Hersfelder an einem warmen Sommertag eine Rauchwolke über dem Kirchturm entdeckt haben. Viele Hersfelder bildeten daraufhin mit Feuereimern eine Kette bis hoch in den Turm hinauf um das Feuer zu löschen. Als sie oben ankamen sollen sie bemerkt haben, dass das vermeindliche Feuer lediglich ein großer Mückenschwarm war der um den Kirchtum kreiste. Daraus wurde dann der Sptzname für der Hersfelder: „Mückenstürmer“.
    Mückenstürmer
  3. Die Skulptur „Das tapfere Schneiderlein“
    Das tapfere Schneiderlein soll angeblich aus Bad Hersfeld gekommen sein und ganz in der Nähe der Stiftsruine gewohnt haben.
    Das tapfere Schneiderlein
  4. Das Lingg-Denkmal
    Die Hersfelder sind bis heute einem Baden-Württemberger sehr dankbar das er ihre Stadt vor der Vernichtung gerettet hat. Nachdem die Hersfelder Bürger am Weihnachtsabend 1806 eine Delegation der französischen Armee gewaltsam aus der Stadt vertrieben hatten, erteilte Napoleon dem Badischen Oberstleutnant Johann B. Lingg den Befehl die Stadt zu plündern und anschließend an 4 Ecken anzuzünden. Lingg führte, nach einer Unterredung mit seinen Truppen, den Befehl jedoch nur wörtlich aus. Er ließ an allen 4 Ecken der Stadt ein belangloses Gebäude anzünden und rettete so, die Stadt vor Plünderung und Vernichtung. Ihm zu ehren ließen die Bürger zwischen dem Linggplatz und dem Stiftsbezirk ein Denkmal errichten.
    Lingg-Denkmal
  5. Museum der Stadt Bad Hersfeld
    In einem erhaltenen Klostergebäude der ehemaligen Abtei wird die Geschichte der Stadt und der Abtei erzählt. Im eheamligen Kapitelsaal finden zudem Ausstellungen statt.
    Museum
  6. Museum Wortreich
    Ein Mittmachmuseum das sich mit der Sprache spielerisch beschäftigt. Die Ausstellung ist wie ein Buch mit 11 Kapiteln aufgebaut. Im Eingangsbereich beginnt der rote Faden. Die Geschichte Konrads wird von seiner Tochter erzählt, die die Besucher direkt nach dem Eingang in die Erzählung eintauchen lässt und sie anschließend begleitet. Ein Highlight ist eine originale Zuse Z22R Maschine.
    Museum Wortreich

Ausflüge rund um Bad Hersfeld

  1. Mit dem Fahrrad lässt sich die Umgebung sehr schön erkunden. So führt beispielsweise der „Radweg Deutsche Einheit“ entlang der Fulda an Bad Hersfeld vorbei. Auch der Hessische Radfernweg R1 führt hier vorbei. Er ist auch als Fulda-Radweg bekannt und ist rund 233 km lang.
    Fulda
  2. Erfurt ist nur 124 km entfernt und beispielsweise mit der Bahn in gut einer Stunde erreichbar. Mehr dazu…
  3. Eisenach und die Wartburg sind nur 75 km entfernt und in rund 45 Minuten mit der Bahn erreichbar. Mehr dazu…
  4. Weimar ist nur 138 km entfernt und in 1,5 Stunden mit der Bahn erreichbar. Mehr dazu…
  5. Fulda ist nur 45 km entfernt und mit der Bahn bequem in einer halben Stunde zu erreichen.
  6. Wer einfach entspannen möchte, kann das im Kurpark, an der Fulda oder auch im Freibad (50 Meter Bahn!).
    Freibad

Fazit

Bad Hersfeld ist ein tolle Fachwerkstadt und bietet sehr viele Freizeitmöglichkeiten. Optimal auch als Basis für Stadtausflüge (siehe oben). Zu den Festspielen muss ich jedenfalls auch noch einmal nach Bad Hersfeld kommen.
Rathaus

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Das Reise Blögle im Inerview: Schöne Ausflugsziele im Südwesten https://reisebloegle.de/inerview-schoene-ausflugsziele/ https://reisebloegle.de/inerview-schoene-ausflugsziele/#respond Tue, 11 Jun 2019 12:58:02 +0000 https://reisebloegle.de/?p=5920 Am 6. Juni gab das Reise Blögle SWR aktuell Tipps für Ausflugsziele über ein langes Wochenende.

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Am 6. Juni 2019 gab das Reise Blögle dem Radiosender SWR aktuell Tipps für Ausflugsziele über ein langes Wochenende.

Hier zum Nachhören: Link zum Beitrag in der ARD Audiothek

„Der Autor des Freizeit-Blogs reisebloegle.de, André Dietenberger, hat in SWR Aktuell Ausflugstipps gegeben. Die liegen auch mal abseits der üblichen Touristen-Routen. Damit lässt sich je nach Wohnlage vielleicht sogar der eine oder andere Stau umfahren: Wer zum Beispiel von Rheinland-Pfalz aus in die Berge will, kann auch nach Norden fahren. Da empfiehlt Dietenberger das Siebengebirge, wo Berg-Freunde „mit der ältesten noch betriebenen Zahnradbahn Deutschlands“ auf den Drachenfels fahren können. Mit Kindern empfiehlt er Wanderwege auf der Schwäbischen Alb: „Da gibt es mittlerweile im Biosphären-Gebiet ganz viele Wanderwege, die man extra für Kinder verkürzt hat, dass es schöne Rundwege sind.“
Details zu den Empfehlungen hören Sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.“

Quelle: SWR aktuell / ARD Adiothek

Hier zum Nachhören: Link zum Beitrag in der ARD Audiothek

Murg - Schwimmerbecken

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Unterwegs in Landau (Pfalz) https://reisebloegle.de/landau/ https://reisebloegle.de/landau/#comments Fri, 31 May 2019 08:05:34 +0000 https://reisebloegle.de/?p=5905 Und schon wieder war das Reise Blögle in Rheinland-Pfalz unterwegs. Dieses Mal ging es nach Landau.

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Und schon wieder war das Reise Blögle in Rheinland-Pfalz unterwegs. Dieses Mal ging es nach Landau.

Wochenmarkt

Landau liegt an der Südlichen Weinstraße und somit in der Oberrheinischen Tiefebene irgendwo zwischen dem Haadtrand und dem Pfälzerwald. Die Stadt ist mit seinen 45.000 Einwohnern überschaubar. Zur Stadt zählen noch ein paar Teilorte die außenherum liegen und oftmals auch älter sind als Landau selbst.

Anfahrt

Mit der Bahn: Mit dem ICE bis nach Karlsruhe Hbf und dann weiter im RE bis nach Landau.
Z.B. von Stuttgart Hbf ca. 1:30h.
Mit dem Auto: Über die A5 und A8 nach Karlsruhe, dort weiter Richtung Landau.
Z.B. von Stuttgart ca. 1:15h.

Die Lage Landaus war in der Geschichte für den ein oder anderen Herrschaftswechsel verantwortlich. Unter anderem war Landau zum Beispiel bis 1815, also bis zum Untergang Napoleons, Französisch. Auch später, bis zum ersten Weltkrieg, war Landau eine Französische Garnisonstadt. Somit ist es auch naheliegend, dass Landau nach dem Zweiten Weltkrieg Französisch Besetzte Zone war. Schlussendlich zogen die Franzosen erst 1999 aus den Kasernen. Achja, und daneben war Landau auch mal Österreichisch und Bayerisch. Heute ist von all dem ein ganz eigenständiges Lebensgefühl geworden. Irgendwas zwischen Savoir-vivre, Deutscher Genauigkeit und Pfälzer Gelassenheit.

Landau

Sehenswertes in Landau

Als ich mich auf den Weg nach Landau machte, hatte ich ehrlich gesagt noch keine Ahnung was mich in der Pfälzer Stadt erwarten würde. Klar, das Thema Wein würde eine Rolle spielen, aber ob es sonst noch etwas zu entdecken gäbe wusste ich nicht.
Der Anfang macht der Galeerenturm aus dem Jahre 1315. Er ist vermutlich der Turm einer ehemaligen Reichsburg die dort gestanden haben muss. Bis 1688 überdauerte er als Teil des Mauerrings und wurde ab 1732 als Gefängnis genutzt. Aus dieser Zeit stammt vermutlich der Name des Turms, da die Sträflinge von hier auf Galeeren geschickt wurden.
Galeerenturm
Mitten in der Stadt steht die kleine Katharinenkapelle aus dem Jahr 1344. Sie wurde vom Rat und der Bürgerschaft Landaus erbaut. Nach der Säkularisation bis ins 19. Jahrhundert wurde sie allerdings unter anderem als Gefängnis, Pulvermagazin und Weinkeller genutzt. Mittlerweile wurde sie wieder renoviert und hat heute wieder eine kirchliche Nutzung.
Katharinenkapelle
Direkt neben der Kapelle steht seit dem Mittelalter das (Alte) Kaufhaus. Hier wurden zentral Waren unter den Augen der Kaufhausmeister der Stadt verkauft. Sie überwachten und besteuerten den Handel von Waren wie Wolle, Safran oder Früchten.
Alte Kaufhaus

Etwas außerhalb der Stadtmitte steht die Stiftskirche (1333). Eine gotische Basilika die auch schon einiges mitgemacht hat. Erbaut als katholisches Gotteshaus wurde auch sie in der Säkularisation evangelisch. Naja, zumindest ein wenig. Denn eine ganze Zeit lang war die Kirche im inneren durch ein Eisentor in zwei Kirchen getrennt worden. Während der Chor katholisch blieb, wurden die Haupt- und Seitenschiffe evangelisch. Heute ist sie ein rein evangelisches Kirchenhaus.
Stiftskirche
Übrigens: Der Turm ist bis heute im städtischen Besitz. Bis zum 1. Weltkrieg lebte und arbeitete hoch über den Dächern Landaus ein Türmer. Er war wie in vielen anderen Städten zu dieser Zeit der (Feuer)Wächter über die Stadt. 
Da Landau oft und lange Französisch war gehörte die Stadt zum Beispiel ab 1521 zum „Elsässischen Zehnstädtebund“ (Décapole). Eine Vereinigung mit dem Ziel sich gegenseitig bei der Verteidigung von Recht und Freiheit zu unterstützen.
Blick aufs Deutsche Tor

Festungsstadt Landau

Landau wurde zwischen 1688 und 1691 vom Französische Festungsbaumeister Vauban zu einer Polygonalbefestigung ausgebaut. Für solch eine Festungsanlage brauchte man viel Platz und so gab es schon damals gegen solch ein Megaprojekt Wiederstände. Rein zufällig zerrstörte ein Großbrand 1689 einen Großteil der mittelalterlichen Bausubstanz Landaus und Vauban hatte Platz seine Pläne umzusetzen.
Heute bringt man Landau überhaupt nicht mit einer Festung in Verbindung. Das verwundert wenig, denn 1880 wurden die Anlagen nahezu komplett geschliffen und dienten als überdimensionierte Ringstraßen. Erst seit ein paar Jahren gründete sich ein Verein mit dem Ziel etwas dieser Geschichte wieder erlebbar zu machen. Der Festungsbauverein legt die Lunette 41 in Teilen wieder frei. Sie war die letzten Jahrzehnte überdeckt von einem Park. Der Verein bietet Führungen in den schon freigelegten Teil der Lunette 41 an. Ich hab daran teilgenommen und kann die Führung selbst Einheimischen wärmstens empfehlen.
Lunette 41, innen
Sichtbar ist heute neben einigen Straßennahmen noch Schleussen, zur Überschwemmung des Glacis und zur Flutung des Grabensystems, ein Teil der Wasserverteidigungsanalgen aus dem 17. Jahrhundert. Die eigentlich größten sichtbaren Überbleibsel dieser Geschichte kann man auch leicht übersehen. Beide Festungsstore stehen noch heute.
Schleuse
Das Obertor, auch Französisches Tor genannt mit seiner Außenfront in der Art des römischen Triumphbogens
Französisches Tor
und das Untertor, oder auch als Deutsches Tor bekannt.  
Deutsches Tor
Das Französische Tor ist von der Außenseite nur im Hinterhof eines Hauses ersichtlich. Die innere Front fällt nicht weiter auf, da heute in einem Gebäude integriert. Und auch das Deutsche Tor ist nur von außen als echtes Tor erkennbar. Von der Stadtseite ist auch hier ein Gebäude drum herum entstanden.
Übrigens: Landau ist Teil der Route Vauban.

Durch die Innenstadt Landaus fließt der kleine Fluß Queich. Er floß ursprünglich an Landau vorbei, wurde aber für die Bedürfnisse einer Stadt auch in die Stadt geleitet. Eine Stadt mit Wasser macht meiner Meinung nach heute auch gleich etwas mehr Lebensqualität aus. Das scheinen die Landauer und deren Besucher auch echt zu genießen.

Unweit der Katharinenkapelle und des Alten Kaufhauses steht das Frank-Loebsche-Haus aus dem Jahr 1689. Als ich den Namen auf der Stadtkarte las, konnte ich mir nichts Interessantes drunter vorstellen. Tatsächlich ist das Frank-Loebsche-Haus ein Muss für Landau Besucher! Nicht nur das dieses Haus außen durch tolles Fachwerk überzeugt, sondern vor allem von innen! Zum einen gibt es um den Innenhof des Hauses eine rundumlaufenden Holzgalerie, und vor allem aber wohnte hier der Urgroßvater von Anne Frank. Aus diesem Anlass gibt es im Ersten Stock eine Dauerausstellung zur Erinnerung an die Verfolgung der Juden und der Jüdischen Gemeinde Landau. Auch als Nicht-Landauer fand ich diese kleine Ausstellung gelungen und sehr interessant.
Frank-Loebsche-Haus

Nicht weit vom Marktplatz steht die Augustinerkirche. Sie ist ebenfalls eine gotische Basilika und Teil eines ehemaligen Augustinerklosters. Auch sie wurde 1794, nach der Vertreibung der Mönche, säkularisiert. Später ereilte auch sie das Schicksal eines Magazins und Ausstellungshalle. Heute ist sie die katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz.
Eher unscheinbar ist der Eingang neben der Kirche. Hier geht es zum ehemaligen Kreuzgang des Augustinerklosters. Ein wunderbarer Ort um mal einen Moment Luft zu holen und zu entspannen.
Augustinerkloster

Richtig stolz sind die Landauer auch über ihre Jugendstil Festhalle (1905-1907). Tatsächlich sieht man sie schon von weitem. Ein mächtiger Bau und man wundert sich schon wie das kleine Städtchen Landau zu solch einer großen Festhalle kam. Allein im großen Saal finden 1200 Menschen Platz. Innen wie außen ist sie voll mit tollem Skulpturenschmuck aus dem Jugendstil.
Jugendstil Festhalle

An der Bushaltestelle „Xylanderstraße“ lohnt es sich einmal einen genaueren Blick auf die Stützmauer im Hintergrund zu werfen. Diese Steinmauer wurde aus Steinen der 1938 zerstörten Landauer Synagoge angelegt. Lediglich eine kleine Hinweistafel gibt darüber Auskunft.
Mauer aus Steinen der Landauer Synagoge

Ein wirkliches Kleinod fand ich den Zoo Landau. Klar ist der Zoo nicht mit großen Zoos wie Leipzig, Berlin oder Stuttgart zu vergleichen. Trotzdem, oder erst recht deshalb, hat dieser Zoo etwas Anziehendes. Hier geht alles ein Tick familiärer zu. Die Gehege sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und versuchen dem jeweiligen Tier das Zooleben so angenehm wie möglich zu machen. Hier im Zoo Landau sind die Stars auch eher die kleinen, eher unscheinbaren Tiere. Hier werden einige vom Aussterben bedrohten Tierarten gehalten, die es in nur wenigen Zoos gibt.
Zoo Landau
Daneben hat sich der Zoo mit seiner Zooschule einen guten Ruf erarbeitet. Diese führt er in enger Zusammenarbeit mit der Universität.
Übrigens: Der Zoo Landau liegt am Rand des Forts (1700).
Fort Landau

Auch ein neueres Projekt kann man im Süden Landaus bewundern. Hier fand 2015 die Landesgartenschau statt. Teile davon sind geblieben und bilden den Südpark. Hier gibt es einen kleinen Aussichtsturm von dem man einen tollen Blick auf Landau und die Umgebung bekommt.
Südpark

Tipp: Im Sommer kann man Kutschfahrten durch Landau machen. Mit original Nachbauten der „Landauer Kutsche“. Damit soll König Joseph 1. 1702 von Wien nach Landau gereist sein um den Sieg über die Franzosen zu feiern.

Weinanbaugregion Landau

So, jetzt aber auch mal ein paar Worte zum Wein. Wie schon erwähnt liegt Landau in der Südpfalz und direkt an der Südlichen Weinstraße. Die Lage in der Oberrheinischen Tiefebene ist durch die Wärme und die Böden optimal. Die Weinregion Landau hat rund 12.000 Hektar Rebfläche. Neben ein paar exotischen Sorten sind die beliebtesten und typischen Weine aus der Region natürlich der Riesling und Weißburgunder. In der ganzen Stadt und in allen umliegenden Teildörfern gibt es unzählige Möglichkeiten den leckeren Tropfen zu verkosten.
Wer sich einen ersten Überblick über das Weinangebot der Südlichen Weinstraße machen möchte besucht am Südpark die Vinothek „Par Terre“. Dort präsentieren ca. 60 Winzer der Südlichen Weinstraße rund 250 Weine. Hier kann gleich verkostet werden oder aber auch der Wein zum Hofabgabepreis erworben werden.
Übrigens: Michael Michalsky, der bekannter Deutscher Designer, richtete die Vinothek ein.
Wein

Passend zum Thema Wein kann man, auf dem Martha Saalfeldplatz, das Werk des Münchner Künstlers Martin Mayer bestaunen. Die Landavia. Sie stellt eine üppige Bacchantin dar und erregte Anfangs stark manch Landauer Gemüter.
Landavia

Gut zu wissen:
In Landau und Umgebung trinkt man klassisch Wein aus einem Dubbeglas, einem rundgenoppten Halbliter-Weinglas. Und wenn mal jemand Dich fragen sollte „Kennscht de Hilbert?“ ist das eine rein Rhetorische Frage. Damit drückt der Landauer nichts anderes aus als „Reich das Dubbeglas weiter!“.

In der Umgebung:

  • Landau besteht auch aus einigen Teildörfern. Ein besonders schönes und altes ist z.B. Nußdorf. Neben schönen alten Häusern gibt es das Bauernkrieghaus. Ein kleines Museum über den Bauernkrieg 1525 in und um Landau und der Schlacht bei Pfeddersheim.
    Bauernkriegshaus
    In Nußdorf gibt es auch einen tollen 1,8 Kilometer langen Weinerlebnispfad mit Kunst- und Klangobjekten. Der ist toll zu erwandern oder auch in eine Fahrradtour einzubauen. Ich durfte ihn mit der Landauer Weinprinzessin Alicia Rummel entdecken.
    Weinerlebnispfad
  • In und um Landau gibt es übers Jahr viele tolle, große und kleine Weinfeste
  • Pfälzerwald
  • Hambacher Schloss
  • Schloss Villa Ludwigshöhe
  • Madenburg
  • Burg Landeck
  • Burg Trifels

Über die Landauer

Was mir bei meinem Besuch in Landau sehr positiv aufgefallen ist sind die Menschen. Die Landauer scheinen ein sehr freundliches und geselliges Völkchen zu sein. Man grüßt ein in der Stadt und kommt auch sehr schnell mit manch einem Original ins Gespräch.
Ich durfte die Freundlichkeit am Samstag hautnah erfahren. Die Besitzerin des Hotels nahm mich mit auf den Wochenmarkt. In Landau ist es üblich, dass man sich nach den Einkäufen dann irgendwo zusammenfindet. In meinem Fall gingen wir in eine kleine Weinhandlung Namens Dorst & Consorten. Man stellt seine Markteinkäufe in eine Ecke und bestellt ein Glas leckeren Wein oder Sekt. Hier kennt man sich und trifft sich zum Plaudern. Fremd war ich hier genau bis zu dem Moment, als man mich nach meinem Namen fragte. Tja und dann vergingen zwei Stunden fröhlichen Beisammensein mit gutem Wein und interessanten Gespräche wie im Flug. Der Pfälzer ist eben ein offener, sehr geselliger und freundlicher Artgenosse.

Tja, und dann gibts da noch den Elwetrittsch.
Er ist ein Urpfälzer Fabelwesen das im Dickicht des Pfälzerwaldes und im Zoo Landau lebt.  Der Elwetrittsch ist ein Geheimnisvoller Vogel, dessen Existenz Nichtpfälzer anzweifeln.
Elwetrittsch

Übernachten und Essen

Suppe mag Brot

Diese Reise wurde durch das
Büro für Tourismus – Südliche Weinstraße e.V.
der Stadtverwaltung Landau in der Pfalz
unterstützt.
Herzlichen Dank.

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Trier, die Römer und ich https://reisebloegle.de/trier/ https://reisebloegle.de/trier/#comments Thu, 23 May 2019 06:42:20 +0000 https://reisebloegle.de/?p=5868 Dieses Mal hat es das Reise Blögle nach Trier verschlagen. Ob Trier nur Römer kennt, oder was es noch zu entdecken gibt, lest ihr hier.

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Dieses Mal hat es das Reise Blögle nach Trier verschlagen. Ob Trier nur Römer kennt, oder was es noch zu entdecken gibt, lest ihr hier.

Kennt ihr das? So nah und doch so fern? Trier ist eigentlich gar nicht so weit von Stuttgart entfernt. Trotzdem war ich vor diesem Besuch nur einmal vor unendlichen Zeiten in Trier. Also war es mehr als dringend angebracht dieser Stadt mal einen Besuch abzustatten.

Porta Nigra, Blick über Trier

Anfahrt

Bahn:
Mit dem ICE bis Frankfurt am Main oder Mannheim und dann mit dem Regionalverkehr nach Trier.
(Von Stuttgart: 3:30h – 4h) Wunderschön ist die Bahnstrecke ab Mannheim der Saar entlang!
Auto:
Mit dem Auto über die Autobahnen Richtung Kaiserslautern, Saarbrücken oder Koblenz und dann über die BAB 1 nach Trier.
(Von Stuttgart: 3:30h, 311km)
Flugzeug:
Bis Luxemburg (LUX) und dann mit der Buslinie 117 in rund 30 Minuten in die Innenstadt Triers.
(Von Stuttgart nach Luxemburg: 2:30h mit 1 Zwischenstopp. Also bitte besser nicht fliegen!)

Karl Marx Ampel Grün

Geschichte der Stadt Trier im Kurzdurchlauf

Nach der Gründungssage soll Trier von Trebeta, dem Sohn des Assyrerkönigs Ninus rund 1300 Jahre vor der Entstehung Roms gegründet worden sein. Rom wurde aber angeblich 753 v.Chr. gegründet. Damit sagt die Trebetalegende, Trier sei rund 2000 Jahre vor Christus gegründet worden – also vor rund 4000 Jahren. Und das stimmt natürlich nicht. Tatsächlich wird angenommen, dass Trier im 1. Jahrhundert vor Christus gegründet worden sein muss. Dies bestätigen im Schlick gefundene Holzpfähle der ersten Moselbrücke. Diese wurden irgendwann um 17 vor Christus gefällt. Damit ist klar, dass sich Trier stolz auch Älteste Stadt Deutschlands bezeichnet.
Die Römer nannten Trier zuerst Augusta Treverorum. Später, so ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts dann Treveris. Warum die Römer in Trier ihre Zelte aufschlugen liegt ganz klar an der direkten Lage zur Mosel und damit einem klassischen Verkehrsweg. Diesen Nutzen übrigens in der darauffolgenden Geschichte auch viele andere Reisende, Eroberer, Feldherren oder Ähnliche Gestalten. Und Trier war immer ein Ort um quasi Rast zu machen, bzw. eine Dependance auf zu machen. Trier hatte bis heute dadurch einige Aufs und Abs miterlebt. Die Hochphasen waren sicherlich die Römerzeit (ca. 80.000 Einwohner), sowie im christlichen Sinne Trier als heilige Stadt. Ab dem 18. Jahrhundert war Trier dann mal Französisch, mal Preußisch und bis heute eben Deutsch.
Kurzum. Trier war manchmal total in und ab und an total out. Zu mancher Zeit groß und mächtig, zu mancher Zeit klein (Mittelalter ca. 2.677 Einwohner) und unbedeutend. 1900 lebten in Trier etwa 43.000 Menschen und bis 1939 schaffte es Trier wieder an die stolzen Römerzeiten anzuknüpfen mit rund 88.000 Einwohnern. Und heute? Nach dem Zweiten Weltkrieg zählte Trier dann nur noch 57.000 Einwohner. Erst mit der Eingemeindung einiger Ortschaften rings um schaffte man es 1976 die 100.000er Marke zu knacken und kann sich seither Großstadt nennen. 2018 waren es etwas mehr als 110.000 Einwohner.

Römisches Boot


Ok, noch nicht eingeschlafen? Prima! Ich habs echt auf das allernötigste komprimiert.
Wenn man also so die Geschichte Triers vor Augen hat wundert es niemanden, wenn heute die meisten Reisende an die Römer denken, wenn man sie nach Trier befragt. Tatschlich ist aber gerade die Epoche des Mittelalters sehr prägend für Trier gewesen. Wieso? Ganz einfach! Zum Beispiel im Mittelalter gestaltete man Trier neu. Es wurden Stadtmauern erbaut und die Stadt neu organisiert. Dabei wurden viele Römische Bauten eingeebnet und dienten dem Mauer- oder Häuserbau. Zu dieser Zeit konnte man mit Geschichte und Denkmalschutz noch nichts anfangen. Es war einfach altes Zeug, dass die Römer zurückließen. Man kann also davon ausgehen, dass nur stehen blieb was man noch irgendwie nutzen konnte, nicht im Weg stand oder sonst irgendwie wichtig war. Was wir also heute in Trier aus der Römerzeit sehen ist quasi „gefilterte Geschichte“. Das finde ich einen interessanten Gedanken den man im Hinterkopf haben kann, wenn man durch Trier wandert.

Weinkeller

Rund um die Porta Nigra

Porta Nigra


Ein Beispiel für gefilterte Geschichte ist auch das wohl berühmteste Bauwerk in Trier, die Porta Nigra. Die Porta Nigra ist ein ehemaliges Römisches Stadttor. Dass die Porta Nigra heute noch steht und nicht irgendwann in der Geschichte abgetragen wurde verdankt sie dem Mönch Simeon, der im 11. Jahrhundert als Eremit im Ostturm der Porta Nigra hauste und dort 1035 im Erdgeschoss bestattet wurde. Im selben Jahr wurde er noch heiliggesprochen und in der Porta Nigra wurden ihm zu Ehren zwei Kirchen eingerichtet.
Übrigens: Da die Oberkirche im Westturm war, riss man den zweiten Turm kurzerhand ab. Der Name Porta Nigra (Schwarzes Tor) kommt vermutlich aus dem Mittelalter. Schon da müssen Umwelteinflüsse das Tor Schwarz aussehen haben lassen. Seit 1986 ist die Porta Nigra Teil des UNESCO-Welterbes.

Direkt neben der Porta Nigra ist im ehemaligen Simeonstift das Stadtmuseum untergebracht. Neben dem Museum selbst ist im Innenhof ein Café untergebracht. Zudem gibt es im Innenhof eine Kuriosität zu sehen. Da es die Unterkirche fürs normale Volk und die Oberkirche für die Geistlichen gab, wurde im Stift auch ein zweigeschossiger Kreuzgang angelegt der mit den Kirchen verbunden war. Diese Art von Kreuzgang ist, zumindest in Deutschland, einmalig.
Übrigens: Napoleon hat 1803 die Kirchen wieder zurückbauen lassen.

Simeonstift mit Doppelkreuzgang


Von der Porta Nigra aus startet regelmäßig ein Touri-Bähnchen. Das entschleunigt und fährt einen einmal an den Höhepunkten der Stadt Trier vorbei. Ebenso gibt es einen Hopp On Hopp Off Bus, der ebenfalls vom Porta Nigra Platz aus startet. Der Porta Nigra Platz ist auch zentraler Busumsteigepunkt. Von hier kommt man überall hin in Trier.

Porta Nigra mit Touri-Bähnchen


Eher unscheinbar ist dagegen ein Wohnhaus in der Simeonstraße am Porta Nigra Platz. Hier lebte von 1819 bis zum Ende seiner Gymnasiums Zeit 1835 der Gesellschaftstheoretiker und politischer Journalist Karl Marx. Dann zog es ihn nach Bonn zum Studieren. Heute erinnert hieran nur noch eine kleine Hinweistafel über dem Eingang eines Billig-Discounters.

Wohnhaus Karl Marx


Wer mehr über seine Person und sein Schaffen erfahren möchte, kann das in einem Museum in seinem Geburtshaus machen.
Nachdem man lange Zeit in Trier die Herkunft Karl Marx eher vermied zu erwähnen ist man heute stolz ihn als echten Trierer feiern zu können. Bekundet wurde das anlässlich des 200-Jährigen Geburtstags Karl Marx 2018, als ums Eck vom Porta Nigra Platz eine Karl Marx Statue aufgestellt wurde. Die Stadtväter hatten zuerst schon etwas Bedenken solch eine Statue in Trier aufzustellen, doch die Trierer haben sich damit abgefunden und sind auch ein wenig stolz auf solch einen revolutionären Vordenker. Heute ist die Karl Marx Statue der Selfie Point der Stadt Trier. Die ganze Welt lässt sich mit ihm fotografieren.

Karl Marx Statue

Und noch mehr Sehenswürdigkeiten…

Also gut, bleiben wir kurz nochmal bei den Römern. Was ist außer der Porta Nigra heute noch zu sehen und Besuchens Wert? Mir hat das Amphitheater am Petriberg gefallen. Hierhin kommt man über einen längeren Spaziergang, oder mit einem der Buslinien bis vor den Eingang (Haltestelle Trier, Amphitheater). Toll ist an einer Führung teilzunehmen. Die sollte man am besten im Vorfeld buchen, kann aber auch spontan dran teilnehmen. 

Amphitheater


Wer noch Lust auf einen tollen Blick über Trier hat, muss die Straße am Amphitheater noch weiter nach oben in die Weinberge folgen.
Eher Auffällig unauffällig, aber umso lohnender sind die Thermen am Viehmarkt.

Thermen am Viehmarkt, außen


Hier hat man Teile einer Römischen Therme und Teile eines Kapuzinerklosters (Erinnert ihr euch? Gefilterte Geschichte) freigelegt und mit einem riesigen Glaskubus überbaut. Von außen macht nichts auf die Thermen aufmerksam. Man sieht auch durch das spiegelnde Glas erst hinein, wenn man seine Nase ans Fenster drückt. Ziemlich misslungene Architektur möchte ich sagen. Abhilfe würden auf jeder Cubus Seite große Beschriftungen der Glasflächen schaffen. Naja, auf den Inhalt kommts an.

Thermen am Viehmarkt, innen


Absolut empfehlenswert finde ich auch ein Besuch im Landesmuseum Trier. Klar geht es hier unter anderem auch um die Römerzeit.

Total beeindruckt war ich von den Grabmähler der Römer

André Dietenberger, Reiseblogger

Im Wesentlichen unterschieden diese sich so gut wie nicht von heutigen Grabmahlen. Sowohl was die Optik, als auch die Inschriften anbelangt. Heute, mehr als 2000 Jahre nach den Römern trauern wir scheinbar genauso wie damals, wie diese beiden Grabmahle beispielhaft zeigen.

Grabmahl Suricula
Für Suricula
Suricula, die Tochter, liegt
hier in Frieden, die gelebt
hat sechs Jahre. Vater
und Mutter

haben den Grabstein gesetzt.

Grabmahl Nunechius
Für Nunechius
Hier ruht Nunechius in Frieden,
der gelebt hat an Jahren ungefähr 80.
Florentina, seine liebste Tochter,
hat den Grabstein gesetzt.


Eher unspektakulär sind dagegen die Kaiserthermen (für hohe Leute) oder auch die Barbarathermen (für Jedermann). Die Römerbrücke über die Mosel ist erstaunlich, weil die heutige Autobrücke noch immer auf den Römischen Brückenpfählen steht und hält. Extra deswegen hingehen muß auch nicht sein. Eventuell fährt man ja mal drüber.

Kaiser Thermen


Wer sich dennoch alles ausgiebig anschauen möchte, der sollte sich die AntikenCard der Stadt Trier besorgen.

Immer noch nicht genug?

Wer nach den ganzen Römern immer noch nicht genug hat, für den hat Trier noch die ein oder andere Möglichkeit im Angebot. 
Neben dem Landesmuseum Trier führt die mittelalterliche Stadtmauer zum einen direkt auf die Kaiserthermen und zum anderen zum Kurfürstlichen Palais und der berühmten Konstantinbasilika.

Kurfürstliches Palais


Die Stadtmauer kann man im Vorbeigehen anschauen. Das Kurfürstliche Palais und der kleine Palastgarten ist bei schönem Wetter ein netter Ort um mal kurz Pause zu machen. Das Palais wurde direkt an die Konstantinbasilika geklatscht. Heute fragt man sich: Hää?! Im 17. Jahrhundert wollten die Trierer Kurfürsten ihre Macht demonstrieren und setzten auf Teile der römischen Konstantinbasilika ihr Kurfürstliches Palais. (Ihr erinnert euch? Gefilterte Geschichte). Erst im 19. Jahrhundert hat man Teile des Palais abgerissen und die Basilika wiederaufgebaut.

Konstantinbasilika außen


Achja, ich merke gerade Trier hat einiges zu bieten. Da wäre noch der Frankenturm aus dem 11. Jahrhundert. Er ist speziell, allerdings nimmt man ihn auf den ersten Blick gar nicht richtig wahr. Er ist aber so etwas wie ein Vorläufer des Hochhauses.

Frankenturm


Das Zentrum von Trier bildet der Hauptmarkt. Hier finden übers Jahr verteilt unzählige Feste statt. Hier kann man auch einfach nur mal durch die Gassen und Läden bummeln. Um den Hauptmarkt herum gibt es wiederum ein paar Örtlichkeiten die sich auch lohnen anzuschauen.

Hauptmarkt


Da wäre zum Beispiel die Kirche St. Gangolf. Von der Einkaufsstraße aus fällt die Kirche nicht auf. Dort wo man sie sehen könnte, ist seit eh und je einen Verkaufsstand davor angebracht. Wo früher Devotionalien verkauft wurden, gibt es heute Döner Kebap. Zur Kirche führt nur ein kleines, aber prächtiges Tor zwischen zwei Häusern. Dann ist man irgendwie im Hinterhof und gleichzeitig auf dem Kirchplatz.

Kirche St. Gangolf, Eingang


Ebenso unscheinbar geht es zwischen zwei Häusern durch mehrere Torbögen in die Judengasse. Hier war das mittelalterliche Zentrum des jüdischen Viertels.

Judengasse


Ja und dann war da noch der Dom. Oder genauer gesagt die Hohe Domkirche St. Peter zu Trier. Sie ist die älteste Bischofskirche Deutschlands und ja, auch hier sollte man mal zumindest kurz hinein und sich die Ausschmückungen ansehen.

Hohe Domkirche St. Peter zu Trier


Wo früher die Trierer Mosel Fischer arbeiteten und wohnten, ist heute ein kleines Naherholungsgebiet an der Mosel entstanden. Die Ecke heißt Zurlauben. Hier gibt es einige Ausflugslokale. Von der Stadt gut zu Fuß oder mit dem Bus zu erreichen. Das Zurlaubener Ufer wurde kürzlich als Uferpromenade aufgewertet. Ob es für die Einheimischen, oder die Besucher gemacht wurde, die von Bord ihres Flusskreuzfahrtschiffes gehen das in Trier Stopp macht bleibt im ungewissen.

Zurlaubener Ufer

Eher die Geheimtipps unter den Sehenswürdigkeiten

In nächster Umgebung des Palastgartens ist die Stadtbibliothek Trier. Ein Gebäude das die 1950er Jahre geradezu wiederspiegelt. Doch im Inneren sollte man sich die Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier anschauen. Hier gibt es den zum Weltdokumentenerbe der UNESCO gehörende „Codex Egberti“ zu bestaunen. Er ist ein Evangelistar, ein liturgisches Buch. Es wurde für den Erzbischof von Trier Egbert zwischen 980 und 993 im Skriptorium des Klosters Reichenau gefertigt. Daneben stehen noch Werke wie der weltweit einzigartige „Fischkalender“ aus der Zeit um 1493, ein Erd- und ein Mondglobus sowie weitere spannende und einmalige Werke zu entdecken..

Schatzkammer


Nur ein paar Schritte entfernt steht die ehemalige Tuchfabrik Weber. Heute ist die Tuchfabrik (TUFA genannt) ein wichtiger Teil des Kulturellen Lebens Triers. Hier ist ein Kulturzentrum, eine Kleinkunstbühne und ein Kaffee untergebracht. Davor gibt es TUFA.topolis: Stadt der Kinder. Das ist eine kleine Stadt für Kinder. Hier dürfen Kids seit 2010 rumhämmern und sich ihre eigene Stadt zusammenzimmern. Toll!

TUFA.topolis: Stadt der Kinder


Und wenn man schon in der Ecke ist lohnt sich ein Abstecher bei den Bischöflichen Weingüter Trier. Hier kann man nicht nur im Direktverkauf leckere Weine erwerben, sondern auch die köstlichen Tropfen vorab verkosten. 

Bischöfliche Weingüter

Wenn man mal was anderes sehen möchte

Man schnappt sich zum Beispiel ab der Haltestelle Südallee/Kaiserstraße die Buslinie 83 Richtung Richtung Feyen, Grafschaft und fährt rund 6 Minuten bis zur Haltestelle St. Mattias.
St. Matthias ist ein Benediktinerkloster in Trier. Die Kirche der Abtei ist eine romanische Basilika und ist eine bedeutende Pilgerstätte der Matthiasbruderschaften. Hier wird nämlich seit dem 12. Jahrhundert das Grab des Apostels Matthias verehrt. Das Grab ist heute in der Kirchengruft zugänglich und schon beeindruckend.

St. Matthias, Grab des Apostels Matthias


Und dann gibt es noch die Mariensäule. Wer gern wandert und Zeit hat kann sich auf den Weg zur Mariensäule machen. Bei schönem Wetter hat man von dort oben einen tollen Blick auf die Mosel und Trier.
Übrigens: Der Sockel der Mariensäule (Bauzeit: 1859-1866) soll angeblich aus Sandsteinquadern der römischen Stadtmauer stammen. Zwar war zu der Bauzeit die Marienverehrung auf ihrem Höhepunkt, jedoch war diese in erster Linie nicht für Pilger gedacht. Sonst wäre sie auch auf dem Stadtnahen Petriberg erbaut worden. Ihr Standort wurde so gewählt, damit sie über Trier steht und über die Mosel direkt auf die Konstantinbasilika schaut. Warum das Ganze? 1815 wurde das katholische Trier Preußisch. Der preußische König, Friedrich Wilhelm IV aber war evangelisch und widmete die katholische Konstantinbasilika in eine evangelische Kirche um. Zum Trotz wurde die Mariensäule erbaut. Damit sich die Evangelischen Herrschaften beim Kirchgang ärgern, wurde die Mariensäule in direkter Blickachse erbaut. Ursprünglich war übrigens gedacht Besucher auf die Plattform zu führen. Seit einem Unfall 1905 ist die Wendeltreppe aber gesperrt.

Fun Fact

Wer sich den Stadtplan von Trier mal anschaut stellt schnell fest, dass man noch heute eine mittelalterliche Struktur erkennen kann. Ganz deutlich sieht man es, wenn man die Nordallee, die Ostallee und die Südalle anschaut. Die Westallee muß man sich leider denken. Das ist quasi das Moselufer. Verbindet man die Straßen hat man ein Quadrat. Es ist mehr oder weniger die alte Stadtbefestigung von Trier.

Zu Guter Letzt: Essen und Trinken

Das man in Trier gut Essen und Trinken kann ist wahrscheinlich schwer zu erraten. Der heimische Wein und die regionale Küche ist wirklich lecker.

Ein typisches Trierer Gericht ist der Teerdisch.
Das ist früher ein einfaches Arme Leut Essen gewesen bestehend aus Sauerkraut und Kartoffelpüree, das einfach miteinander vermischt wurde.
Und dazu gibt es natürlich ein Trierer Viez.

Viez


Der Trierer Viez ist eigentlich nichts anderes als ein Apfelwein. Im Einzugsbereich von Mosel, Saar und Nahe und auch in Luxemburg nennt man den Apfelwein eben Viez. Der Apfelwein war oftmals der Ersatz für teuren Wein. Vermutlich kommt das Wort Viez vom lateinischen „vice vin“ oder aber „Vieze“. Daraus wurde Viez.
Wer es sich beim Gastwirt verscherzen möchte, bestellt die „leichtere“ Variante den Viez-Sprudel. Richtig böse Blicke kann man aber ernten, wenn man ein Viez-Cola bestellt.
Getrunken wird der Viez klassisch aus dem Porz. Wie man leicht erraten kann, kommt Porz von Porz-ellan. Das originale Porz ist aus Porzellan, fasst 0,4 Liter, hat einen eingeprägten Eichstrich und hat auf dem Boden des Porz ein Logo. Weil der echte Porz im Produzieren mit rund 8 Euro ziemlich teuer ist, werden diese immer seltener in den Wirtshäusern verwendet. Beim Viez Preis von rund 3 Euro wird da gar zu gerne ein echter Porz als Souvenir gemopst. Deshalb greifen vermehrt die Wirtshäuser auf Gläser oder Porz aus China zurück. Der chinesische Porz ist in der Regel durch einen aufgedruckten Eichstrich und ein fehlendes Boden Logo zu erkennen.

Viezstraße, Route du Cidre


Dem Viez ist die Viezstraße, die Route du Cidre gewidmet. Sie beginnt in Konz und führt bis nach Saarlouis. Dabei passiert man die Viezhochburgen, wie die kleine Gemeinde Fisch bei Saarburg oder Merzig. Die Viezstraße ist eine Ferienroute, die verschiedene Sehenswürdigkeiten des Saargaus verbindet und zugleich die von den einheimischen Bauern hergestellten Produkte vorstellt.

Diese Reise wurde durch die
Trier Tourismus und Marketing GmbH
unterstützt.
Herzlichen Dank.

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Tagesausflug nach Waldshut am Hochrhein https://reisebloegle.de/waldshut/ https://reisebloegle.de/waldshut/#respond Tue, 30 Apr 2019 12:01:52 +0000 https://reisebloegle.de/?p=5852 Baden-Württemberg hat viele unscheinbare Kleinode zu bieten. Eines davon ist das kleine Städtchen Waldshut an der Schweizer Grenze. Unweit von Waldshut habe ich die meiste Zeit meiner Kindheit verbracht. So ist Waldshut für mich einfach eine Selbstverständlichkeit wie Wasser; einfach immer da und man beachtet es kaum. Vor kurzem bin ich aber absichtlich mal etwas intensiver für diesen Artikel durch…

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Baden-Württemberg hat viele unscheinbare Kleinode zu bieten. Eines davon ist das kleine Städtchen Waldshut an der Schweizer Grenze.

Unweit von Waldshut habe ich die meiste Zeit meiner Kindheit verbracht. So ist Waldshut für mich einfach eine Selbstverständlichkeit wie Wasser; einfach immer da und man beachtet es kaum. Vor kurzem bin ich aber absichtlich mal etwas intensiver für diesen Artikel durch die Stadt geschlendert.

Waldshut von oben (by Google Earth)

Wie kommt man hin?

Zu aller erst natürlich das Wichtigste. Wie kommt man nach Waldshut? Waldshut liegt am Hochrhein, an der Schweizer Grenze.
Mit dem Auto aus Richtung Norden kommend, nimmt man am besten die Autobahn A81 Richtung Singen und weiter über die Bundesstraßen B27 und B34 nach Waldshut.
Mit der Bahn aus Richtung Norden kommend, bieten sich zwei Verbindungen an. Die Eine führt über Mannheim, Freiburg, Basel, Waldshut über die Rheintalstrecke, die Andere führt über Stuttgart, Singen, Waldshut über die Gäubahnstrecke.
Mit dem Flugzeug kommt man, wenn es unbedingt sein muss, auch hin. Man fliegt am besten bis Zürich (ZRH) und fährt dann mit der S-Bahn nach Waldshut (ca. 1h30).

Fahrrad

Über die Stadt Waldshut

Waldshut bildet heute mit Tiengen eine Doppelstadt die zusammen die Kreisstadt Waldshut-Tiengen (WT) bilden. Waldshut liegt am Hochrhein und am Rand des Südschwarzwaldes (Hochschwarzwald). Seine direkte Grenzlage zur Schweiz macht die Stadt auch zum Europäischen-Zonenrandgebiet.
Die Kernstadt Waldshut selbst hat rund 11.000 Einwohner (Stand 12/2015) und ist damit recht beschaulich. Tatsächlich ist Waldshut eine sehenswerte Kleinstadt mit einem historischen Stadtkern.

Kaiserstraße - Blick aufs Obere Tor

Von der Stadtmauer ist nicht mehr all zu viel zu sehen. Als Fußgänger kommt man aber heute wie damals durch die beiden Haupttore in den Stadtkern.  Über das „Obere Tor“ (das Schaffhauser Tor), oder über das „Untere Tor“ (das Basler Tor). Das östliche „Obere Tor“ steht auf einem Fundament aus dem 13. Jahrhundert und beherbergte früher die Stube des Türmers und bis 1864 auch das Stadtgefängnis. Das westliche „Untere Tor“ zeigt romanische Bausubstanz und hat außen Kanonenkugeln aus der Schweizer Belagerung 1468 eingemauert.

Oberes Tor (Schaffhauser Tor) - Außen mit Brücke Unteres Tor (Basler Tor) Außen


Als Besucher wird man aber vor allem auf die gemalte Figur am „Oberen Tor“ sofort aufmerksam. Es zeigt einen Mann mit Gewand, breitem Hut und einem Stock. Es ist das Wahrzeichen Waldshut. Das Waldshuter Männle. Es geht auf eine uralte Gründungslegende der Stadt Waldshut zurück. 1249 gründeten die Habsburger die Stadt als „Hüterin des Schwarzwaldes“. Die Legende besagt, dass die Gründer keinen Namen fanden und deshalb einen öffentlichen Wettbewerb auslobten. Da kam angeblich ein alter Waldeshüter aus dem benachbarten Hauenstein in seiner Hotzenwälder Tracht vorbei und soll mit folgendem Spruch der Stadt ihren heutigen Namen gegeben haben:  

„Ich streich das Geld in meinen Hut, die Stadt soll heißen Waldeshut“.

Brunnen

Wenn wir schon mitten in der Geschichte der Stadt sind darf natürlich auch die Belagerung der Stadt 1468 durch die Schweizer nicht unerwähnt bleiben. Die Schweizer belagerten die Stadt Waldshut über vier lange Wochen. Der Legende nach wurde die Belagerung nur durch die List der „Jungen Gesellen“ der Stadt abgebrochen. Die sollen angeblich den letzten in der Stadt verbliebenen Bock herausgeputzt und geschmückt haben und ihn dann demonstrativ über die Stadtmauer spazieren lassen haben. So sollen die Schweizer den Eindruck bekommen haben, dass eine weitere Belagerung nicht mehr Erfolgsversprechend sei und zogen unverrichteter Dinge von dannen.
Zu Ehren dieses angeblichen Ereignisses feiert die Stadt seither ihre Chilbi (Kirchweih) mit einem Chilbi-Bock (3. Wochenende im August).
Heute belagern die Schweizer all Samstäglich wieder Waldshut. Heutzutage sind sie aber als große Kaufkraft sehr beliebt. Der gute Kurs des Schweizer Frankens und die Möglichkeit für die Schweizer die Deutsche Mehrwertsteuer zurückerstattet zu bekommen macht für sie das Einkaufen in Deutschland extrem interessant.

Kaiserstraße mit Fahrrädern

Diese wirtschaftliche Zufriedenheit der Waldshuter durch die Schweizer Kundschaft bringt aber auch seine Probleme mit sich. Waldshut hat bis heute kein ernsthaftes Tourismus-Konzept. Das merkt man als Besucher der Stadt leider an vielen Stellen. Es fehlt an Touristischer Infrastruktur. Angefangen von zu wenig Betten und vor allem viel zu wenig Betten die den heutigen Ansprüchen des Gastes entsprechen und geht weiter über fehlende Touristische Angebote wie Stadtrundfahrten, Fahrradverleih etc. und endet mit schlechten Verknüpfungen zu anderen Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadtmitte, wie das Wildgehege etc.

Giebel

Aber ich möchte ja Lust auf Waldshut machen, nicht abschrecken.

Ich empfehle Waldshut aktuell als Tagesausflug.

Die Innenstadt gliedert sich in drei Hauptstraßen. In der Mitte vom Oberen zum Unteren Tor verläuft die Kaiserstraße. Sie ist seit Ende der Achtziger Jahren zur reinen Fußgängerzone umgebaut worden. Es fließt ein kleines Bächle durch die Stadt. Parallel dazu verläuft die Wallstraße und die Rheinstraße. Die Fußgängerzone lädt zum bummeln ein und bietet viele Bistros und Eiscafés um draußen in der Sonne dem Treiben auf der Kaiserstraße zuzusehen. Viele der Häuser sind mehrere hundert Jahre alt. Einige davon tragen noch sichtbar ihre ursprünglichen Häusernamen auf den Fassaden. Ein Blick nach oben zeigt die teils wunderschönen Giebel. Hier lässt sich wunderbar ein sommerlicher Nachmittag verbringen.

Oberes Tor (Schaffhauser Tor) Außen

Empfehlungen / Must See

  • Aussichtspunkt am Kino (Amthausstraße)
    Von hier gibt es einen wunderschönen Blick über den Rhein zur Schweiz. (Zusammenfluss Aare und Rhein) Aussicht am Kino
  • Spaziergang an der Rheinpromenade
    Ab- und Aufgang in der Amtshausstraße, direkt vor der Brücke am „Oberen Tor“ und in der Straße „Am Rheinfells“ bei der AOK. Rheinpromenade
  • Fahrt mit der Fähre von Waldshut nach Full (CH). Rund- und Sonderfahrten siehe Webseite.
    Rheinpromenade, Rheinbrücke 3. Die Fähre nimmt auch Fahrräder etc. mit. Waldshut Fähre
  • Rheinterrasse (Restaurant Rheinterrasse Santorini, Rheinstraße 33)
    Unscheinbare öffentliche Aussichtsterrasse, die aber als Restaurantterrasse genutzt wird. Öffentlich zugänglich und schönen Blick auf den Rhein und die Schweiz. Aussichtterrasse
  • Spitalkapelle „Zum Heiliggeist“ (Rheinstraße 51)
    Gehörte zum ehemaligen Spital (bzw. davor Kapuzinerkloster), das 1411 von der Waldshuter Bürgerschaft gestiftet und bis 1857 so genutzt worden ist. Das ehemalige Spitalareal ist heute eine Tagespflege.   Spitalkapelle
  • Hexenturm (Wallstraße)
    Teil der inneren Stadtbefestigung. Der Rundturm diente zeitweise als Gefängnis für Glaubensabtrünnige. Wallstraße mit Hexenturm
  • Haus „Zum Wilden Mann“ (Kaiserstraße 18)
    Prächtig verzierte Fassade. Im 3.Stock befindet sich der schönste Renaissancesaal am Hochrhein. Wirtshaus Zum Wilden Mann

Fun Facts

  • Waldshut wurde dreimal von den Schweden und den kaiserlichen Truppen erobert
  • Waldshut gehörte auch schon zu Vorderösterreich

Tipps rund um Waldshut

  • Immer ein Ausweisdokument mit sich führen. Da Europäische Grenze, werden Grenzkontrollen vor allem in Zügen und im Grenzgebiet im Kfz-Verkehr stichprobenartig durchgeführt.
  • Bahnhof Waldshut ist Grenztarifpunkt (SBB/DB)
  • In Waldshut beginnt die Bundesstraße B500 in den Südschwarzwald bis Iffezheim. Tolle Tour durch den Südschwarzwald.
  • Rheinradweg: Von Waldshut nach Basel
  • Ausgangsziele für einen Tagesausflug nach Waldshut:
    Bad Säckingen, Basel, Schaffhausen, St. Blasien, Titisee, Freiburg.

Mein persönliches Fazit

Ein Besuch in Waldshut lohnt sich auf alle Fälle. Leider bietet das Angebot aber aktuell nicht mehr Stoff als für einen Tagesausflug.
Die Stadt Waldshut-Tiengen wäre gut beraten für den Tourismus etwas Geld in die Hand zu nehmen. Punkte die, wie ich meine, sofort angegangen werden sollten:
– Die gesamte Kernstadt (Kaiserstraße, Wall- und Rheinstraße, so wie die beiden Tore) gehört dringend in neue Farbe getaucht!
– Die Tourist-Info im dunklen Durchgang zur Wallstraße gehört sichtbar in die Kaiserstraße!
– Neue Tourismuswegweißer und Informationstafeln.
– Neue Webseite und vor allem Präsenzen auf instagram und facebook!
– Fahrradinfrastruktur in der Innenstadt (Fahrradständer mit Luftpumpe und kleinem Werkzeug, Lademöglichkeiten während des Aufenthaltes)!
– Mehr Grün in die Kaiserstraße!
– Kfz-Verkehr aus der Rheinstraße (nur noch Anwohner). und dafür diese Starße freundlicher (mehr Grün, beruhigt) gestalten.

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