Eine Woche Urlaub in Deutschland – Teil 2

Meine diesjährige zweite Urlaubswoche sollte wieder an die Ostsee gehen.
Diesmal aber ins mir bestens bekannte Eckernförde. Ein schöne Bucht zwischen Kiel und Flensburg.

Nach Eckernförde komm ich seit 1995 immer wieder hoch um am Wasserrettungsdienst Küste der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) als Wachgänger und Bootsführer die Badesaison zu unterstützen.
Dieses Jahr aber aus Zeitmangel lediglich eine Woche als ganz normaler Tourist um einfach zu relaxen. – Und in dieser Woche konnte ich mehr als relaxen!
Der Wettergott war mir nicht sonderlich gut gestimmt und es hat die ganze Woche mehr oder weniger geregnet. Teils sintflutartig, teils Nieselregen, teils ablandig, teils anlandig. Also doch sehr abwechslungsreich.

So kam ich wieder einmal dazu Bücher zu lesen. Ja, dieses offline-Medium aus getrocknetem und bedrucktem Zellstoff.

Trotz des schlechten Wetters konnte ich die regen freie Zeit nutzen um Eckernförde mal ausgiebig zu fotografieren. Wenn man zum Wasserrettungsdienst dort oben ist, hat man eher weniger Augen für die Stadt.
Dabei ist Eckernförde echt schön und hat in den letzten Jahren sehr viel für den Tourismus getan. Der Hafen wurde modernisiert und besser als kleiner Yachthafen ausgebaut, Straßen um den Hafen wurden verkehrsberuhigt und ansprechend gestaltet, so dass sich nun Spaziergänger hier wohl fühlen können. Auch in der Innenstadt haben sich viele neue Cafés und Bistros angesiedelt. Also man kanns gut aushalten wenn man mal nicht am Sandstrand liegen kann oder mag.

Untergebracht hab ich mich trotzdem im DLRG Landeszentrum der DLRG Schleswig-Holstein wo über die Saison die Wachgänger, die aus ganz Deutschland in Eckernförde Wachdienst machen, untergebracht werden. So hatte ich quasi „Familienanschluß“, was auch sehr schön war.

Ein Tagesausflug ging zum Bundeszentralregister des Kraftfahrt-Bundesamtes nach Flensburg. Ok, eigentlich nur nach Flensburg, meine Einträge (falls vorhanden) hab ich mir nicht angeschaut. Dafür eine kleine Schlepperfahrt durch den Hafen und Richtung Förde, vorbei an der Marineschule, raus.
Viele schöne, alte Fachwerk- und Backsteinhäuser zieren die Flensburger Innenstadt. So wusste ich bis zu diesem Ausflug nicht, das Flensburg einmal als Rumstadt mit gut 300 Brennereien bekannt war. Ein Besuch der Brennereien lohnt sich allemal – auch für nicht Rum Trinker.
Das man ziemlich am nördlichsten Zipfel Deutschlands ist merkt man schnell da sehr viele Ausflügler aus Dänemark in die Fischerstadt kommen. Entsprechend wird fast überall alles sowohl in Deutsch als auch in Dänisch ausgewiesen.
Das nächste mal muß ich dann auch mal mit der Fähre nach Dänemark.

Alles in allem war es zwar eine verregnete Woche, doch vielleicht auch gerade deshalb sehr entspannend.
Die Ostseeküste rund um Eckernförde kann ich trotzdem jedem nur wärmstens empfehlen! Es gibt auch genügend Sommertage im Norden!
Für Familien ist das ein Urlaub der sicher jedem Spaß machen wird.

Anreise:
Am besten mit dem Zug. Ab Hamburg fährt der Nahverkehr bis zum Bahnhof Eckernförde. Aber auch per Auto oder bis Hamburg mit dem Autozug gut zu erreichen.

Übernachten:
Hotels, Ferienwohnungen etc. gibts bei der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH
Für Gruppen und Familien ist die Jugendherberge oder das DLRG-Gästehaus zu empfehlen.
Zwar nicht direkt am Strand aber mit toller Aussicht über die Eckernförder Bucht bietet das Hotel Alte Fischereischule Eckernförde, oder lieber direkt im Hafen? Dann sei euch das Hotel Siegfried-Werft ans Herz gelegt.

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