Vom Wave Rock bis zum Cape Leeuwin

Wer es auf dem Weg vom Wave Rock nach Perth nicht ganz so eilig hat sollte nicht den direkten Weg quer durchs Land, sondern den Weg die Küste entlang durch die Margaret River Region wählen.
Auf dem Weg zur Küste fährt man durchs Hinterland das auch hier vom Ackerbau lebt. Die Gegend um den Frankland River ist relativ mediterran. So kann auch hier, mitten im Nichts, Weinbau betrieben werden. Die WeinregionFrankland River“ bringt daher hauptsächlich den Riesling, Shiraz und den Cabernet Sauvignon in die Flasche. Natürlich könnte man auch hier unterwegs von einer Weinprobe zur anderen fahren, aber man möchte ja auch mal etwas Land gewinnen.
dsc09191

Die Tour zur Küste dauert etwa 6 Stunden. Nach etwa zwei Drittel der Strecke kommt man in Bridgetown vorbei. Es ist eine kleine Stadt mitten in einer großen Apfelanbau Region. Die Landschaft hier ist hügelig mit schönen Wiesen, Apfelbaumplantagen und hier fließt der längste ständig fließende Fluß in Westaustralien, der mächtige Blackwood. Meine Empfehlung für eine kleine Pause ist kurz vor der City „The Cidery“. (43 Gifford Rd, Bridgetown) The Cidery gehört zur Blackwood Valley Brewing Company. Hier kann man bei schönem Wetter auf der wunderschönen Terrasse sitzen oder im schön gestalteten Innenraum Platz nehmen. Ab und an finden hier auch Live Veranstaltungen statt. Hier gibt es natürlich alles rund um den Apfel- Vom reinen Apfelsaft über den Alkoholfreien Cider bis zum trockenen Cider mit 6,5 Promille. Daneben gibt es auch tolle Biere und dazu kann ich nur einen der selbstgemachten Burgern empfehlen. Das schöne ist, dass hier fast alle Zutaten aus der Umgebung kommen. Danach kann man sich noch die Füße ein wenig beim Bummeln durch die Hauptstraße vertreten. Hier gibts schöne kleine Läden. Unter anderem „Santas Toy Store“. Hier gibts alles rund um Weihnachten. Toll dort mal bei über 30 Grad zu stöbern.
dsc09231

Für die Übernachtung auf dieser Etappe des Roadtripps kann ich den Turner Caravan Park in Augusta empfehlen. Der Campingplatz hat schöne Plätze und viele Bäume. Ich hatte Glück und bekam einen Platz direkt zum Meer. Wer baden möchte muss allerdings etwas in Richtung der Stadtmitte gehen, denn am Campingplatz entlang gibt es mit Schilf beruhigte Zonen. Hier fühlen sich Pelikane sehr wohl. Der Höhepunkt dürften aber die Rochen sein, die hier meistens morgens und abends gemütlich ihre Runden ziehen. Dabei sind sie so nah das man sie genau beobachten kann. Ein tolles Erlebnis!
Von Juni bis August ist auch hier „Whale Watching“ Saison.
20170501_1746461

Gut ausgeruht kann man am nächsten Tag „Hamelin Bay“ besuchen. Einige Reiseführer empfehlen diesen Strand um im Wasser mit Rochen ganz nah sein zu können. Zwar sollte man vor Rochen und ihrem teils tödlichen Schwanzstachel keine all zu große Angst haben wie mir Australier erzählten, aber man sollte eben auch nicht unbedingt dort ins Wasser gehen wo die Rochen ihre Bahnen ziehen. So lang man sich dabei ruhig verhält ist das wohl kein Problem, aber viele Touris meinen dann eben die Rochen streicheln zu müssen. Das kann den Rochen dann doch mal erschrecken. Also lieber das Schauspiel vom Strand aus genießen. Danke!

Ein absolutes Muss ist der Besuch des „Cape Leeuwin Lighthouse“. Von der Straße nach Perth (250) ist es nur ein kurzer Abstecher von wenigen Kilometern. Der Leuchtturm sieht man schon von weitem. Er ist der höchste Leuchtturm auf dem australischem Festland. Der Besuch des Geländes kostet Eintritt. Wenn man schon mal da ist, sollte man den Eintritt plus der Turmbesteigung nehmen. So kommt man in den Genuss einer Führung und erfährt einiges mehr als man sonst so erfahren würde.
dsc09317

Jedes Schiff das nach Australien unterwegs ist kennt diesen Leuchtturm. Einer der wichtigsten Navigationsmerkmale auf dem Schiffweg nach Australien. Aber nicht nur der Leuchtturm ist hier besonders, sondern auch das Meer davor. Besonders gut sieht man diese Eigenart vom Leuchtturm aus. Wer genau hinaus auf das Meer und seine Wellen schaut bemerkt, dass sich hier Wellen von zwei Seiten aus treffen. Hier treffen sich nämlich der Indische Ozean mit dem Südlichen Ozean, der aber auch als Südpolarmeer, Südliches Eismeer, Antarktischer Ozean oder auch als Antarktik bekannt ist. Schon beeindruckend wenn man sieht wie sich die beiden Strömungen und Wellen vor der Küste treffen.
Obwohl das Cape Leeuwin nicht ganz der südlichste Punkt des australischen Kontinents ist, gilt es trotzdem zusammen mit dem Kap der Guten Hoffnung und dem Kap Hoorn als eines der drei großen Kaps der Südhalbkugel.
dsc09306

Von hier aus lassen sich vom Mai bis September auch die vorbeiziehende Wale gut beobachten!
Am Strand unterhalb des Leuchtturms gibt es noch ein altes Waserrad. Das ist seit einigen Jahrzehnten außer Betrieb, aber das Holzrad wurde in der Zeit langsam von Tropfsteinen ummantelt und sieht bei sonnigem Wetter sehr toll aus.
dsc09345

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.