A man down under #oz2012

Sodele, da bin ich wieder.
Ist gar nicht leicht den Anfang zu finden. Ehrlich gesagt sind die Eindrücke einfach überwältigend und ich bräucht noch viel mehr Zeit nur die bisherigen zu verarbeiten.

Was hab ich zwischenzeitlich gemacht?
Die Nacht in den Blue Mountains war wie erwartet frisch. Es hatte Nachts auf 3 Grad abgekühlt. Nach dem Frühstück fuhr ich nicht gleich weiter, sondern besuchte noch die Katoomba Falls. Tolle Wasserfälle in einer grandiosen Gegend. Irgendwann packte ich dann aber doch meine sieben Sachen und fuhr los. Ziel: Hunter Valley. Dorthin sollte ich unbedingt die „Putty Road“ nehmen, empfahl mir eine Dame eines Tourist Info Points. Aber davor unbedingt voll tanken. Der Rat war gut, denn die nächsten Stunden sollte ich außer einer fantastischen Landschaft und hier und da mal einem Auto nichts mehr sehen. Diese Straße wäre bei uns maximal als Kreisstraße kategorisiert, aber in Australien ist 90 km/h erlaubt. Ohje, sag ich da nur! Ich bin sicherlich kein Ängstling, aber meißt bin ich dort nur 80 gefahren. Die Straßen waren holprig, eng und teilweise mit großen Schlaglöchern übersäht. Trotzdem total genial!
Irendwann kam ich dann auch im Hunter Valley, dem Australischen Weinbaugebiet, an. Was einem die Prospekte und Internetseiten nicht erzählen ist, daß dieses Weinbaugebiet zwischen Kohleabbaugebieten liegt. Also erstmal nicht so toll. Auch sucht man die Weinreben vergebens an den Hängen, sondern die werden dort überall auf dem flachen Land angebaut. Ok, gibt da wohl etwas mehr Sonne als im Neckartal.
Irgendwann fand ich einen kleinen Winzer bei dem ich eine kleine Verkostung machte während er mir ein wenig über den Weinbau in Australien erzählte. War sehr lecker und eine Flasche Weißwein hab ich dann auch mitgenommen.

Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
Lao Tze

Danach gings flott auf den Pacific Highway, wollte eigentlich etwas Land gewinnen. Doch kaum auf dem Highway kam ein netter Hinweis über eine „Tourist Route“ entlang des Highways, die ich spontan beschloß zu fahren. Ich sag nur: „far far away“ – Dieser „kurze“ Abstecher entpuppte sich als eine rund 200km lange Strecke, noch enger, noch kurviger, als die Strecke zuvor. Aber sehr cool! Allerdings so gut wie nirgends eine Möglichkeit um mal ne Runde zu pausieren oder einfach an den Rand zu fahren. Den gabs nicht. Mit dem letzten Sprit ging es dann wieder in die Zivilisation. Nun bin ich in Harrington. Einem kleinen Örtchen am Pacific! Wow, wie schön endlich das Meer zu sehen und zu riechen! Ich hab hier nen kleinen, netten Camping Ground gefunden. Mal schaun, vielleicht bleib ich hier einfach mal zwei Nächte.

Das Links fahren ist mittlerweile ins Blut übergegangen. Abbiegen, Kreisel oder wenden stellen keine Probleme mehr da. Das Englisch erwacht langsam auch wieder aus seinem Dornröschenschlaf und die Mozies fangen an mir Spaß zu machen.
Auf meinem Tacho sind jetzt schon etwa 700 km runter, aber gefühlt bin ich noch nicht wirklich weiter gekommen. Entfernungen in Australien einzuschätzen ist echt schwierig. Die empfinden es schon als nah, wenn der Nachbar 100 km weiter weg wohnt.

Was steht als nächstes an? Keine Ahnung! We`ll see it.

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