Inhalt
Die sogenannte Lullusglocke stammt aus dem Jahr 1038. Die Lullusglocke ist Deutschlands älteste gegossene Glocke. Geläutet wird Sie nur am Ostersonntag, Pfingstsonntag und dem 25. Dezember jeweils um 12:00 Uhr. Zusätzlich am ersten Sonntag zur offiziellen Eröffnung des Lullusfestes um 19:45 Uhr.
Ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist auch der Klausturm. Er ist einer von ursprünglich 12 Türmen.
Die evangelische Stadtkirche ist heute durch ihr barockes (Behelfs)Dach bekannt. Durch einen Brand wurde 1760 die ursprünglich gotische Turmspitze zerstört.
An der Stelle der heutigen Stadtkirche befand sich bereits ab der zweiten Hälfe des 11. Jahrhunderts ein romanischer Vorgängerbau. Dieser erreichte nach mehrmaligen Erweiterungen und Umbauten ab Mitte des 16. Jahrhunderts mit der Fertigstellung des Kirchturms die heutige Ausmaße.
Vor dem Katharinenturm stehen die beiden für Bad Hersfeld wichtigen Konrads: Konrad Zuse steht zur Linken Konrad Dudens.
Konrad Duden (1829-1911) war ab 1876 Direktor des königlichen Gymnasiums zu Hersfeld. 1880 veröffentlichte er in Bad Hersfeld sein wichtigstes Werk „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der Deutschen Sprache“. Später lebte er bei Wiesbaden aber wurde nach seinem Tod 1911 auf eigenen Wunsch im Familiengrab auf dem Hauptfriedhof in Bad Hersfeld beigesetzt. Im Kurpark steht dazu noch ein weiteres Duden-Kleindenkmal und es gibt ein eigenes kleines Duden-Museum.
Konrad Zuse (1910-1995) ist der Entwickler, Konstruktör und Erbauer der ersten funktionsfähigen Rechenmaschinen (Z1-Z4). Nach dem 2. Weltkrieg gründete Zuse in Neukirchen die Zuse KG, welche 1957 nach Bad Hersfeld verlegt wurde.
1674 sollen der Überlieferung zur Folge die Hersfelder an einem warmen Sommertag eine Rauchwolke über dem Kirchturm entdeckt haben. Viele Hersfelder bildeten daraufhin mit Feuereimern eine Kette bis hoch in den Turm hinauf um das Feuer zu löschen. Als sie oben ankamen sollen sie bemerkt haben, dass das vermeindliche Feuer lediglich ein großer Mückenschwarm war der um den Kirchtum kreiste. Daraus wurde dann der Sptzname für der Hersfelder: „Mückenstürmer“.
Das tapfere Schneiderlein soll angeblich aus Bad Hersfeld gekommen sein und ganz in der Nähe der Stiftsruine gewohnt haben.
Die Hersfelder sind bis heute einem Baden-Württemberger sehr dankbar das er ihre Stadt vor der Vernichtung gerettet hat. Nachdem die Hersfelder Bürger am Weihnachtsabend 1806 eine Delegation der französischen Armee gewaltsam aus der Stadt vertrieben hatten, erteilte Napoleon dem Badischen Oberstleutnant Johann B. Lingg den Befehl die Stadt zu plündern und anschließend an 4 Ecken anzuzünden. Lingg führte, nach einer Unterredung mit seinen Truppen, den Befehl jedoch nur wörtlich aus. Er ließ an allen 4 Ecken der Stadt ein belangloses Gebäude anzünden und rettete so, die Stadt vor Plünderung und Vernichtung. Ihm zu ehren ließen die Bürger zwischen dem Linggplatz und dem Stiftsbezirk ein Denkmal errichten.
In einem erhaltenen Klostergebäude der ehemaligen Abtei wird die Geschichte der Stadt und der Abtei erzählt. Im eheamligen Kapitelsaal finden zudem Ausstellungen statt.
Ein Mittmachmuseum das sich mit der Sprache spielerisch beschäftigt. Die Ausstellung ist wie ein Buch mit 11 Kapiteln aufgebaut. Im Eingangsbereich beginnt der rote Faden. Die Geschichte Konrads wird von seiner Tochter erzählt, die die Besucher direkt nach dem Eingang in die Erzählung eintauchen lässt und sie anschließend begleitet. Ein Highlight ist eine originale Zuse Z22R Maschine.
Bad Hersfeld ist ein tolle Fachwerkstadt und bietet sehr viele Freizeitmöglichkeiten. Optimal auch als Basis für Stadtausflüge (siehe oben). Zu den Festspielen muss ich jedenfalls auch noch einmal nach Bad Hersfeld kommen.
Mit der Bahn:
Bequem mit der Bahn aus allen Richtungen mit dem ICE erreichbar. Abwechselnd fährt jede Stunde ein ICE aus der Richtung Frankfurt/Main bzw. Erfurt den Bahnhof Bad Hersfeld an. Ansonsten mit dem ICE bis Fulda bzw. Erfurt und von dort weiter mit der Regionalbahn bis Bad Hersfeld.
Mit dem Auto:
Direkter Anschluß an die Autobahnen A7 und A4 und Nahe der A5.
Mit dem Flugzeug:
Sollte man eigentlich vermeiden. Nächste Flughäfen wären Erfurt, Hannover oder Frankfurt.