Creative Salzburg – Salzburg aus einer anderen Perspektive

Salzburg abseits von Mozart, Festspielen und Festung Hohensalzburg.

Salzburg

Anfahrt nach Salzburg

Mit der Bahn:
Nach Österreich kommt man prima mit der Bahn. Von Stuttgart kommt man beispielsweise in nur 4 Stunden ohne Umsteigen nach Salzburg. Perfekt!
Abwechselnd fährt jeweils ein IC der Deutschen Bahn (DB) und der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) diese Verbindung. Der IC der ÖBB ist definitiv komfortabler und hat das bessere Bordbistro mit viel größerer und frischerer Auswahl. )
Mit dem Auto:
Mit dem Auto geht es ebenfalls in rund 4 Stunden von Stuttgart über die A8 nach Salzburg. Aber ganz ehrlich? Dann lieber mit der Bahn entspannt ankommen.
Salzburg Hauptbahnhof

Bis zu diesem Besuch war ich noch nie zuvor in Salzburg. Klar denkt man bei Salzburg sofort an den Musikus Wolfgang Amadeus Mozart, die berühmten Salzburger Festspiele oder auch an das Wahrzeichen Salzburgs, die Festung Hohensalzburg; aber ist Salzburg wirklich nur darauf zu reduzieren? Ich habe mir für meinen ersten Besuch vorgenommen Salzburg auf eine andere Art zu erschließen.

Kunst im öffentlichen Raum

Creative Salzburg Quelle: TSG

Walk of Modern Art (Salzburg Foundation)

Zwischen 2002 und 2011 lud die Salzburg Foundation im Rahmen des „Kunstprojekts Salzburg“ jedes Jahr einen Künstler ein sich mit der UNESCO-Weltkulturerbestadt zu beschäftigen. Dazu reisten alle Künstler in die Stadt und setzten sich mit ihr intensiv auseinander. Der Platz für die anschließende Skulptur durften sich die Künstler frei in der Stadt auswählen. So entstanden während dieser Zeit insgesamt 12 Arbeiten. 2013 ging das komplette Asemble an die Internationale Sammlung Würth über. Ein Nachzügler kam 2017 noch zu dieser Ausstellung hinzu: Der „Berliner Block“ im Mirabellgarten komplettiert diese einmalige Reihe Kunst im öffentlichen Raum. Ein Spaziergang entlang den Skulpturen führt einen quer durch die Stadt. Dabei geht es vorbei an den bekanntesten Plätzen und Bauwerken bis in eher unbekannte Ecken dieser bezaubernden Stadt.

  1. A.E.I.O.U., Furtwänglerpark, Anselm Kiefer (2002)
    Mit Sicherheit eines der bekanntesten Kunstwerke in Salzburg. Viele kunstinteressierte wollen vor allem diese Installation in Salzburg sehen.
  2. Ziffern im Wald, Mönchsberg, Mario Merz (2003)
    Hab ich selbst nicht gesehen. Steht unweit des Museums der Moderne auf dem Mönchsberg.
  3. Spirit of Mozart, an der Staatsbrücke, Marina Abramovic (2004)
    Hier bin ich zuerst einfach vorbei gelaufen. Es ist ein Ensemble von Stühlen, die mitten in der wuseligen Stadt zum setzen und nachdenken einladen möchte.
  4. Mozart – Eine Hommage, Ursulinenplatz, Markus Lüpertz (2005)
    Ja, was soll ich sagen? Kunst eben.
  5. Sky-Space, Mönchsberg, James Turrell (2006)
    Direkt vor dem Museum der Moderne auf dem Mönchsberg steht dieser Ovale Raum. Einfach mal hineingehen und den Himmel durch den nach oben geöffneten Bau werfen. Klasse!
    Sky-Space
  6. Sphaera und Frau im Fels, Kapitelplatz und Toscaninihof, Stephan Balkenhol (2007)
    Ein Teil des Werkes hat sicher jeder schon einmal gesehen, wenn er Bilder von Salzburg angeschaut hat. Eine männliche Figur auf einer riesigen goldenen Kugel stehend mit Blick auf die Festung Hohensalzburg. Der zweite Teil, die Frau im Fels steht etwas weiter in einer eher unscheinbaren Ecke und wird daher eher nicht wahrgenommen.
    Sphaera
  7. Caldera, Makartplatz, Anthony Cragg (2008)
    Eine wirklich spannende Skulptur die viel Platz zur Interpretation und Fantasie bietet. Je nach Licht und Standort des Betrachters kann man in der Skulptur zum Beispiel Gesichter erkennen. Spannend!
    Caldera
  8. Vanitas, Krypta des Salzburger Doms, Christian Boltanski (2009)
    Tief im Inneren des Doms beschäftigt sich ein Schattenspiel mit dem Tod. Dazu gibt es eine Toninstallation in Form einer Zeitansage, die auf die Vergänglichkeit anspielt.
    Vanitas
  9. Awilda, Universität Salzburg, Jaume Plensa (2010)
    Eine beeindruckende Erscheinung mitten im Hof der Uni. Sehenswert
    Awilda
  10. Gurken, Furtwänglerpark, Erwin Wurm (2011)
    Die Gurken sind auch oftmals in Reiseführern zu sehen. Nicht besonders speziell, aber witzig.
    Gurken
  11. Connection, Rudolfskai, Manfred Wakolbinger (2011)
    Diese Skulptur wird oft übersehen. Sie steht an der alten Stadtmauer und nah am Rudolfskai. Irgendwas zwischen Schlange und Alphorn.
    Connection
  12. Beyond Recall, Staatsbrücke, Brigitte Kowanz (2011)
    Irgendwie Scheinbar, unscheinbar. Ich hab es am ersten Abend zwar wahrgenommen, aber nicht als eine wichtige Kunstinstallation gesehen. Ist aber wirklich toll und lohnt hier vor allem Abends einfach mal anzuhalten und genauer hinzusehen.
    Beyond Recall
  13. Berliner Block, Mirabellgarten, Gerhard Trieb
    Tja, irgendwie ein Kubus aus Marmor. Dieser ist aber mit einem gemeiselten, rechtwinkligen Netz durchzogen und damit auch wieder interessant.

Wer mal die Stadt auf eine etwas andere Art erkunden möchte sollte sich unbedingt den Flyer „Walk of Modern Art Salzburg“ von Tourismus Salzburg besorgen und damit selbstständig auf Entdeckungstour gehen. Wer sich aber noch intensiver mit den Kunstwerken beschäftigen möchte, dem sei die öffentliche Führung „Walk of Modern Art“ von April bis Oktober ans Herz gelegt. Diese startet täglich um 15 Uhr vom Innenhof der Universität Mozarteum, Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg und dauert rund 100 Minuten. Die Führung ist kostenlos und findet bei jedem Wetter statt.

Ausstellungen, Museen und Veranstaltungen

Die Salzburger Festspiele sind weltbekannt. Daneben gibt es aber noch einiges mehr über das Jahr in Salzburg erleben. Salzburg hat eine aktive Kulturszene. Ein Höhepunkt ist dabei sicherlich die „Sommer szene“, ein internationales Performing Arts Festival. Bei meinem Besuch konnte ich noch den letzten Abend dieses Festivals im SZENE Theater miterleben. Ich durfte einer tollen Performance beiwohnen und war von diesem Festival wirklich begeistert.
Wer neben dem Walk of Modern Art Salzburg noch nicht genug von Skulpturen hat, der kann den Würth Skulpturen Garten beim Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, 5020 Salzburg besuchen.

Salzburg hat viele Berge rundherum. Wer von der Stadt nach oben schaut sieht fast von überall die Festung Hohensalzurg. Dorthin kommen auch viele Besucher bequem aus der Stadt mit der Standseilbahn. Leider verschlägt es nur einen kleinen Teil dieser Besucher auf den nur wenige Spazierminuten entfernten Hügel des Mönchbergs zum Museum der Moderne Salzburg. Von dort oben hat man einen tollen Blick auf die Stadt, die Salzach und auch auf die Festung. Aber vor allem hat das Museum der Moderne tolle Wechselausstellungen die man sich unbedingt anschauen sollte.
Funfact: Auch die Architektur des Hauses selbst ist spannend. In die Fassade wurde mit Schlitztechnik das Notensystem bestimmter Arien aus Mozarts Oper „Don Giovanni“ in die Fassade eingebracht.
Beispiele moderner Architektur
Museum der Moderne Salzburg

Spannende Architektur

  • Häuser Riedenburg Sternbrauerei
    Direkt an den steilen Flanken des Mönchberg stand früher die Sternbrauerei. Hier wurden Wohnungen teils in die alte Substanz integriert und teils ganz neu gebaut. Die Kombination des mächtigen Berges mit der neuen lockeren Bebauung und auf der alten Bebauung auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat mich fasziniert.
    Fun Fact: Hinter dem Haus Bucklreuthstraße Nr. 3 verbirgt sich eine nicht mehr zugängliche kleine Tropfsteinhöhle mit See im Mönchsberg. In den 1920er Jahren als „Perle von Salzburg“ in den Tourismusführern.
    Häuser Riedenburg Sternbrauerei
  • Hauptbahnhof Salzburg
    Salzburg hat geschafft was in Deutschland bei vielen Bahnhofsmodernisierungen nicht gelingt. Hier wurde der historische Bahnhof gekonnt mit moderner Architektur verschmolzen. Die Generalsanierung von 2009 bis 2014 hat sich gelohnt. Heraus kam ein Bahnhof der zum hinsehen einlädt und an dem man sich gerne aufhält. Wenn ihr wie ich mit der Bahn anreist, könnt ihr euch davon selbst überzeugen.
  • Unipark Nonntal
    Ganz toll ist auch der Neubau der Kultur- und Geisteswissenschaftliche Fakultät gelungen. Der sogenannte Unipark Nonntal (Erzabt Klotz Straße 1) wurde von dem Architektenteam Storch, Ehlers & Partner aus Hannover mit dem Konzept einer „offenen Universität“ gebaut. Als Besucher sieht es jedenfalls prima aus.
    Uni nonntal
  • Hangar 7
    Wie der Name schon verrät ist der Hangar 7 Teil des Flughafens Salzburg. Hier hat sich der Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz ein Denkmal gesetzt. Der Hangar ist eine gigantische Glaskuppelkonstruktion. Darin befindet sich ein Flugzeugmuseum und zwei Restaurants. Es ist kein starresMuseum. Die Flugzeuge sind alle flugbereit und gehören Privatpersonen. So kann es sein, dass ein Ausstellungsflieger gerade bei Deinem Besuch nicht da ist, weil der Eigentümer gerade Lust hatte damit zu fliegen. Die ganze Architektur kommt am besten Abends zur Geltung.
    Hangar 7

Immer noch nicht genug von Kunst und co? Dann gibt es in Salzburg auch den sogenannten „Creative Walk“. Er schließt Teile des Walk of Modern Art ein und führt dazu noch an Museen, Galerien, weiterer Kunst und interessanter Architektur vorbei.

Auch Essen ist eine Kunst

Bei so viel Kultur hat man natürlich zwischendurch oder danach auch mal Hunger. In Salzburg muss man sich da eigentlich keine Sorgen machen, denn es gibt überall tolle Möglichkeiten spontan einzukehren. Dennoch habe ich hier drei Lokalitäten aufgeführt, die mir bei meinem Ausflug durch die Salzburger Kunst positiv aufgefallen sind.

  • M32 – Mönchsberg 32
    Direkt am Museum der Moderne angeschlossen lässt sich hier ein (Kultur-)Tag optimal beginnen oder beenden. Auf der Terrasse kann man während dem beliebten Frühstück den Blick zur Festung und hinunter in die Stadt schweifen lassen.
  • FIRST BURGER im SZENE Theater, Anton-Neumayr-Platz 2
    Sicher nicht nur für Theatergänger eine tolle Adresse. Hier gibt es unter anderem leckere (Bio)Burger und immer wieder live Musik und co.
  • ARGE Beisl, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5,
    Ums Eck des Unipark Nonntal kann man hier schön im freien Sitzen und bei selbstgemachter Limo und leckerem Essen den Tag einfach genießen.

Eine Stadt wie Salzburg mal auf eine andere Art als normalerweise kennen zu lernen war für mich sehr spannend. Allerdings ist das, was ich von den Kulturangeboten der Stadt sehen konnte nur ein kleiner Ausschnitt. Dieser hat aber auf alle Fälle Lust auf Mehr gemacht. Der nächste Salzburg-Aufenthalt wird nicht lange auf sich warten lassen!

Zu dieser Pressereise hat mich
TSG Tourismus Salzburg GmbH
eingeladen. Herzlichen Dank.

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