<style>.lazy{display:none}</style>Urlaub an der Mosel - Reise Blögle
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Urlaub an der Mosel

Lust auf Wandern und Radfahren? Danach tollen Wein und leckeres Essen? Dann lest hier meine Tipps für die Mosel.

Urlaub an der Mosel. Damit verbindet manch einer noch immer Kegelclub-Ausflug und Moselballermann. Ist das Bild aber heute noch zeitgemäß? 

Die Mosel entspringt in den südlichen Vogesen und mündet nach fast 52 Kilometern im Rhein in Koblenz am Deutschen Eck. Die Mosel ist der zweitgrößte Nebenfluss des Rheins. Der größte Nebenfluss des Rheins ist die Maas. Kein wunder also, dass der Name “Mosel” nichts anderes als “kleine Maas” bedeutet. Entlang der Mosel kann man prima auf dem Moselradweg Touren unternehmen. Wer lieber Wandert, der kann den Moselsteig laufen. Dieser bietet auch immer wieder kleinere Rundtouren für nicht ganz so ambitionierte Wanderer.
Ich bin mal ein paar Tage an der Mosel unterwegs gewesen und habe mir einen ersten Eindruck der Region gemacht.

Cochem

Meine Tour beginnt in Cochem. Auf den ersten Blick ein nettes und beschauliches Städtchen an der Mosel. Tatsächlich ist hier der touristische Dreh- und Angelpunkt der Mosel Region. In Cochem legen die Flußkreuzfahrten an und kommen in Grüppchen in die schmalen Gassen der Altstadt, oder lassen sich auf die Reichsburg fahren. Die Sehenswürdigkeit von Cochem. Nach kurzem Aufenthalt gehts dann wieder aufs Schiff. Nach den Flußtouristen kommen die Bustouristen. Für diese Art der Touristen ist vor allem Cochem seit den 70er Jahren bekannt. Oftmals sind das Kegelclubs oder andere Vereine. Sie kommen nach Cochem um zu feiern. Dies hat dem Moselstädtchen unter anderem auch den Beinamen “Moselballermann” eingebracht. Entsprechend war und ist teilweise bis heute noch die Infrastruktur von Cochem gestaltet. Etliche Bierkaschemmen und Schnitzelparadiese, sowie eine Unzahl an Souvenirläden. 

Rund 1,5 Millionen Tagesgäste drängen sich im Sommer durch die Gassen der 5300-Einwohner-Stadt Cochem. Die Gäste kommen dabei aus allen Teilen der Welt. Entsprechend finden Sie in Cochem alles was vermeintlich Deutsch ist: Bier, Wein, Schnitzel und Schweinshaxe. Zudem die Reichsburg, die fast durch eine glückliche Fügung im 17. Jahrhundert von Französischen Truppen in Schutt und Asche gelegt worden ist. Durch diesen Umstand kaufte ein Kommerzienrat im 19. Jahrhundert die Ruine und lies die Burg im Sinne der Romantik wieder aufbauen.

Aber wer sich Zeit nimmt, der findet auch die schönen Seiten von Cochem. Weltweit bekannt wurde Cochem und damit die Mosel vermutlich durch den Britischen Künstler William Turner. Der bereiste einst die Mosel und malte 1839 unter anderem das weltbekannte Bild “The Enderttor and Alte Thorschenke, Cochem”. In der Thorschenke werden seit 1332 Gäste bewirtet. Neben William Turner, wohl auch Napoléon und sogar die Österreichische Monarchin Maria Theresia. Von ihr wird erzählt, dass sie scheinbar ihr Himmelbett in der Thorschenke zurück ließ.   


Quelle: Tate | Joseph Mallord William Turner | The Enderttor and Alte Thorschenke, Cochem | c.1839

Von außen ziemlich unscheinbar ist die Kirche St. Martin in der Fußgängerzone. Es ist ein schmuckloses Gotteshaus. Die Besonderheit der Kirche sind seit 2009 ihre Glasfenster. Die Britischen Künstler Graham Jones (Farbgestaltung) und Patrick Reyntiens (Figürlichkeit ) haben moderne, farbenfrohen Fenster gestaltet. Fun Fact: Die Oberlinger-Orgel besitzt ein einzigartiges “Riesling-Register”. Zieht der Organist das Register „48 Riesling 2f.”, öffnet sich ein Schublade mit zwei Flaschen Wein und zwei Gläser.

Nur ein paar Gehminuten vom Zentrum entfernt gibt es die Cochemer Sesselbahn. Auf einer Strecke von 360 Metern überwindet man einen Höhenunterschied von 155 Metern. Belohnt wird man mit einem tollen Ausblick über das Moseltal. Hier kann man auch eine Etappe des Moselsteig wandern. 

Im Teilort Cond lässt sich der ehemalige Bundesbank Bunker besichtigen. Hier wurden während des kalten Krieges 15 Milliarden D-Mark einer Ersatzwährung eingelagert. 

Zell (Mosel)

Wer von Cochem nach Zell reist, für den ist das Städtchen eine wahre Oase des Friedens. Zell hat eine kleine, feine Innenstadt mit netten Läden und einigen Restaurants und Weinstuben. Eine besonders schöne Weinstube ist der “Alte Bahnhof”. Neben Weinen aus dem eigenen Weingut Peter Lehmen gibt es dort regionale Gerichte in historischen Ambiente. Der Bahnhof gehörte zur Bahnverbindung Bullay bis Trier. Die Strecke existierte leider nur von 1905 bis 1962 und führte entlang aller Moselschleifen. Die Bahn war Teil der sogenannten “Kanonenbahn” Berlin bis Paris. Da man an jedem Bahnhof in einem Weinbauort hielt, hieß die Bahn im Volksmund auch “Saufbähnchen”.Schon Kurt Tucholsky notierte dazu auf seiner Moselreise folgendes: “Wir soffen uns langsam den Fluss hinab … und auf jeder dritten Station stiegen wir aus und sahen nach, wie es mit dem Weine wäre. Es war.”
Der Aufstieg zum Prinzenkopfturm wird mit einem toller blick über die schönste Moselschleife belohnt.

Campen kann man überall entlang der Mosel. Im Campingpark Zell kann man im Weinfass übernachten. Auch Fahrräder, Kanus und sogar Sportboote kann man hier mieten.
Das der Genuss in einer Weinregion nicht zu kurz kommt, Muss ich ja nicht erwähnen. Bekannt ist die Moselregion auch für seine Weinbergpfirsich Produkte. Vom Weinbergpfirsich Schnaps bis zur Marmelade gibts alles Mögliche. 

Auch Zell hat eine weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Weinlage. Die „Zeller Schwarze Katz“ ist auf eine alte Erzählung aus dem 19. Jahrhundert zurück. Angeblich soll eine Hofkatze eines Winzers den Aachener Kaufleuten bei der Verkostung zum Weinkauf den besten Wein durch Fauchen angezeigt haben. – Wahrscheinlicher ist wohl, dass sie am Tag darauf einen Kater hatten. Jedenfalls ist die „Scharze Katz“ weit über die Mosel bekannt geworden.

Hotel Tipp:Zum grünen Kranz“  
Restaurant Tipp: Zum Eichamt
Bar Tipp: “Antoniuskeller”  In einem alten Gewölbekeller gibt es rund 25 Whiskys zum Ausschank. Daneben gibt es noch ein paar Gin Produkte. Alles kann auch in Flaschen erworben werden. 

Bad-Bertrich

Ja ok, Bad Bertrich ist zwar nicht direkt an der Mosel, jedoch lohnt sich ein kleiner Abstecher dorthin. Für Wellness Fans ist man hier in der Vulkaneifeltherme bestens aufgehoben. Alles geht hier etwas ruhiger zu. Optimal zum entspannen und wandern.

Hotel Tipp:Häcker’s Fürstenhof

Traben-Trarbach

Wieder zurück an der Mosel ist Traben-Trarbach besonders für Architektur Fans interessant. Die Mosel verbindet beide Stadtteile. Auf der Seite mit dem markanten Jugendstil-Brückentor liegt die Altstadt von Trarbach.


Auf der anderen Moselseite liegt Traben. Die Doppelstadt ist vor allem durch seine Jugendstil Architektur bekannt. Spezielle Führungen lassen den Besucher die schönsten Bauten der Belle Epoque entdecken. Hauptsächlicher Architekt war hier der Berliner Baumeister Bruno Möhring. Solch spezielle Architektur konnten sich die Traben-Trarbacher leisten, weil sie um 1900 zu den wichtigsten Weinumschlagsplätzen Europas gehörten. Im Winter ist Traben-Trarbach bekannt für seinen unterirdischen Weihnachtsmarkt. Die Stadt ist von Gewölbekellern untertunnelt. Wo früher die riesigen Weinfässer lagerten, ist zur Weihnachtszeit ein ganz besonderer Budenzauber zu erleben. 

Wer hier ein bisschen Wandern möchte, kann auf die Ruine Grevenburg. Von hier hat man auch einen sensationellen Blick auf das Moseltal.
Hotel-Tipp:Jugendstil-Hotel Bellevue” – Mehr Belle Epoque geht nicht.

Bernkastel-Kues 

Hier gehts bei weitem nicht so angenehm entspannt zu wie in Zell. Die Bernkastel-Kues hat auch eine bezaubernde Altstadt mit viel Fachwerk, kleinen Gassen und einem schönen Platz. In Bernkastel-Kues leben etwas mehr als 7000 Einwohner, aber jährlich etwa 2 Millionen Gäste. Es kann also schon mal ziemlich voll werden. Weltweit bekannt wurde Bernkastel-Kues durch seine Wein Einzellage “Bernkasteler Doctor”. Lange Zeit galt sie als teuerste Weinlage der Welt. Dabei sind es gerade mal 3,25 Hektar die diesen besonderen Tropfen Riesling hervorbringen. Wer sich eine Flasche des Tröpfchens gönnen möchte, der kann dies im Weingut Lauerburg (Graacher Straße 24) erwerben. Dort gibts Weine für jeden Geldbeutel. Von 35 Euro bis zu 2000 Euro die Flasche. Angeblich trank schon der britische König Edward VII regelmäßig diesen Tropfen.

Sicher jeder hat schon einmal ein Foto des Michaelsbrunnen (1606) oder des Spitzhäuschen von 1416 am Marktplatz gesehen. Die wohl beliebtesten Fotomotive der Stadt. Ebenfalls oft als Fotomotiv herhalten muss der ehemalige Pranger am alten Rathaus.


Läuft man von von der Altstadt Richtung Berg kommt man direkt zum Doctorberg. Hier kommt man über kleine Treppchen zwischen den Weinbergen schnell über die Dächer der Fachwerkstadt. Von hier oben gibt es wieder einen wunderbaren Ausblick über das Moseltal geboten. Wer ein kleinen Spaziergang machen möchte, kann den Bärensteig weiter laufen. Auf insgesamt 6,5 Kilometern geht es eine schöne Tour durch die Weinberge und wieder zurück zum Marktplatz.

Mit dem sogenannten Landshut Express kann man dann noch entspannt einen Abstecher zur Burgruine Landshut unternehmen.
Hotel-Tipp: Doctor Weinstube

Weitere Informationen rund um die fünf Städte gibt es im Internet auf moselhighlights.de.

Zu dieser Reise wurde ich eingeladen von
„Moselhighlights“ Werbegemeinschaft
Bad-Bertrich, Bernkastel-Kues,
Cochem, Traben-Trarbach und Zell

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