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Triberger Wasserfälle: Ein Ausflugsziel im Hochschwarzwald

Die Triberger Wasserfälle bieten ein atemberaubendes Naturschauspiel im Hochschwarzwald. Warum Du ihn besuchen sollst erfährst Du hier.

Die Triberger Wasserfälle im Hochschwarzwald sind ein faszinierendes Naturschauspiel, das jedes Jahr Besucher aus aller Welt anzieht. Mit einer Fallhöhe von insgesamt 163 Metern zählen sie zu den höchsten und bekanntesten Wasserfällen Deutschlands.

Geschichte der Triberger Wasserfälle

Schon 1805 hatte man in Triberg begonnen, die Wasserfälle mit ersten Wegen zu erschließen. Damals noch eher für die einheimischen Besucher.
Mit der Schwarzwaldbahn 1873 kam dann auch der Wasserfalltourismus nach Triberg. Unter den “Sommerfrischlern” galt der Besuch an den Triberger Wasserfällen als Gesundbrunnen. Die durch Wasser Turbulenzen feuchte Luft wirkt heilsam bei Atemwegserkrankungen und soll auch gegen Bluthochdruck helfen.
Die Wasserkraft der Wasserfälle wurde schon früh zur Erzeugung elektrischer Energie genutzt. Nach dem Nürnberger Vorbild von 1882 wurde in Triberg schon zwei Jahre danach (1884) eine dauerhafte elektrische Straßenbeleuchtung installiert.
1988 erhielten die Triberger Wasserfälle den Titel „schönstes Naturwunder Deutschlands“.

Das Naturereignis Triberger Wasserfälle

Der Fluss Gutach wird aus zahlreichen Bächen der Muldentäler von der Schönwalder Hochfläche gespeist. Auf ihrem Weg ins Tal stürzt sich die Gutach über mächtige Granitstufen in den Triberger Talkessel.

Dabei stürzt das Wasser der Gutach schäumend und tosend über insgesamt 163 Meter ins Tal.

Der Hauptfall bildet eine siebenstufige Kaskade von 805 Metern bis 713 Metern über Normalhöhennull (NHN). Dabei erstrecken sich die Hauptfälle über eine beachtliche Laufstrecke von etwa 230 Metern. Bis zu ihrem Ende überwindet die Gutach noch ein paar kleinere Fälle, bis sie unten im Tal angelangt wieder friedlich als Gutach weiter bis nach Hausach fließt und in die Kinzig mündet. 

Mich fasziniert ja so ein Wasserfall schon immer. Spannend und irgendwie beruhigend finde ich das rauschende Wasser zu beobachten, wie es in die Tiefe fällt und dabei seine Gischt aufwirbelt. 

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Über drei Wegesrouten kannst Du den Triberger Wasserfall für Dich entdecken. Du kannst einmal den “Naturweg”, den “Kulturweg” oder den “Kaskadenweg” wählen. Alle Wege führen Dich entlang des Naturereignis und informieren Dich auf speziellen Tafeln zusätzlich über alles rund um Tiere, Pflanzen und die Geschichte der Wasserfälle.

Für Naturliebhaber und Wanderfreunde sind die Triberger Wasserfälle definitiv eine Reise wert. 

Die Triberger Wasserfälle sind ein ganzjährig begehbares Ausflugsziel. Besonders imposant sind die Fälle nach einem heftigen Regenschauer oder der Schneeschmelze im Frühjahr. Wer etwas Zeit mitbringt, der kann täglich ab Einbruch der Dunkelheit bis 22 Uhr die angestrahlten Wasserfälle genießen. 

Eingänge zu den Triberger Wasserfälle

Die Triberger Wasserfälle haben fünf Eingänge. Der Haupteingang ist am unteren Ende, direkt am Stadtzentrum und der B500. Weitere Eingänge gibt es ganz oben am Bergsee und dazwischen am Scheffelplatz, auf der Adelheid und hinter der Asklepios-Klinik.
An allen Zugängen sind Kassenhäuschen.
Alle Wege sind naturbelassen und teilweise mit Treppen ausgebaut und daher nicht komplett barrierefrei begehbar.
Wer mit Kinderwagen unterwegs ist oder in seiner Mobilität eingeschränkt ist, sollte den Eingang über die Asklepios Klinik (Ludwigstr. 1) nutzen. Von dort ist ein ebener Weg bis zur ersten Plattform vorhanden. 

Triberger Weihnachtszauber

Die Triberger Wasserfälle sind ganzjährig besuchbar. Im Winter verwandeln sich die Wasserfälle in eine märchenhafte Eislandschaft. Vor allem nach Weihnachten schmücken sich die Triberger Wasserfälle mit rund einer Millionen Weihnachtslichtern. Besonders für die Kinder gibt es die „Weihnachtszauber-Kinderwelt„. Insgesamt ist der Triberger Weihnachtszauber ein bunter Programm Mix für Alt und Jung. Eine Mischung aus traditionellem und lokalem Brauchtum mit modernem Eventcharakter.
Achtung: Im Winter kommt man nur über den Haupteingang zu den Wasserfällen.

Bekannte Besucher

Mit der Schwarzwaldbahn kamen auch Persönlichkeiten in den Schwarzwald nach Triberg. So war am 30. September 1877 die deutsche Kaiserfamilie mit Kaiser Wilhelm I, der Kaiserin Augusta, dem Kronprinzen Friedrich bei den Triberger Wasserfällen zu Gast.
Aber auch der Großherzog von Baden mit seiner Gemahlin und auch die württembergische Königin Olga kamen wie viele andere zu Besuch. Ebenso kam der Satiriker und Publizist Kurt Tucholsky 1919 nach Triberg, um sich etwas zu erholen, und im August 1922 besichtigte der amerikanische Schriftsteller und Journalist Ernest Hemingway mit seiner Frau die Triberger Wasserfälle. Er berichtete zuhause in seinem Text “Schnee auf dem Kilimandscharo” von seinen Schwarzwald-Erlebnissen. Auch im “Toronto Star” schrieb er einiges über seinen Aufenthalt in Triberg. So zum Beispiel folgende Zeilen: “Triberg besteht aus einer einzigen, steil aufragenden Straße, die von schmalen, hoch aufragenden Gasthäusern gesäumt ist”. – Dem gibts nichts hinzuzufügen.

Deutschlands höchste Wasserfälle?!

Die Stadt Triberg wirbt seit jeher mit dem Slogan “Deutschlands höchste Wasserfälle “. 

Tatsache ist, dass die Gutach von 805 Metern in sieben Fallstufen über das Granitgestein 163 m tief zu Tal stürzt. Die Bezeichnung ist natürlich bei genauerer Betrachtung etwas wischiwaschi. Was hier als “höchste” angesehen wird, bleibt offen. Der höchstgelegene Wasserfall Deutschlands dürfte der Röthbach-Wasserfall am Südende des Königssees mit seinem Startpunkt auf 1250 Metern sein. Auch dessen Fallhöhe von 470 Metern übertrifft die der Triberger Wasserfälle um einiges. Dennoch sind die Triberger Wasserfälle ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Wer es eine Nummer größer mag, der sollte von Triberg noch etwa 80 Kilometer an die Schweizer Grenze fahren. Bei Schaffhausen gibt es dann Europas größten Wasserfall, den Rheinfall, zu bewundern. 

Triberg anschauen?

Wer mit dem Auto kommt, muss nicht zwingend durch Triberg gehen. Vom Bahnhof bis zu den Triberger Wasserfällen sind es allerdings gut 20 Minuten zu Fuß entlang der Hauptstraße Tribergs. Die ist Bundesstraße und Einkaufsstraße zugleich.  Zudem liegt die Stadt gefühlt am Berg. Man läuft immer Bergauf oder Bergab. Ein paar Kaffees und Gaststätten gibt es entlang der Straße und dazwischen etliche Souvenirläden. Hier bekommst Du alles, wirklich alles, was man aus Deutschland als Souvenir mitbringen “muss”.
Den Schwarzwälder Schinken bekommst Du zum Beispiel in der “Schwarzwälder Schinkenstrasse”. Die obligatorische Kuckucksuhr im “Kuckucksnest”, im “Haus der 1000 Uhren”, oder natürlich auch im “House of Black Forest Clocks”. Ein paar Kuhglocken, den Gamsbart oder das Schweizer Taschenmesser darf natürlich nicht im Angebot fehlen. – Ich weiß noch von meinen Australienreisen, dass für Außereuropäer der ganze “Flecken” Deutschland, Österreich und die Schweiz quasi eins sind. Von daher passt das ja schon irgendwie.
Naja, und sonst versucht man krampfhaft die Besucher neben den Wasserfällen noch anderes zu bieten, um sie länger am Ort halten zu können. Da gibt es das “Schwarzwaldmuseum”. Dort kannst Du alles über den Schwarzwald, von den Kühen bis zu den Kuckucksuhren alles erfahren. Weiter gehts mit dem “Triberg-Land”. Wie mittlerweile in vielen Städten versucht man hier Besucher mit einer lokalen Variante des Miniatur-Wunderland zu begeistern. Der letzte Schrei soll das gegenüber den Wasserfällen liegende “Triberg-Fantasy” sein. Hier kannst Du Selfies von Dir mit „lustigen“ Locations machen. Von der Schwarzwälder Kirschtorte, über die Kuckucksuhr bis zum Schwarzwald Mädel. Das war es dann aber auch schon an „Sehenswürdigkeiten“ in Triberg.
Einen echten Hingucker gibt es noch für Bahnfans. Vor dem Bahnhof Triberg steht seit 2011 die nicht mehr fahrbereite Dampflok 50 245 mit Tender . Immerhin impossante 23 Meter lang und 110 Tonnen schwer. Ab und an gibt es tatsächlich auch noch auf der Schwarzwaldbahn Sonderfahrten unter Dampf.

Mein Fazit

Die Triberger Wasserfälle zu besuchen lohnt sich auf alle Fälle. Man kann hier gut zwei, drei Stunden verbringen. Die Lage mitten im Südschwarzwald und so praktisch an der Bundesstraße B500 machen die Fälle natürlich aber auch zu einem absoluten Besuchermagneten. Du solltest Deinen Besuch vielleicht nicht unbedingt in die Ferien und lieber vormittags einplanen. Triberg wird von vielen nationalen und internationalen Busreisegruppen angefahren. Hier hörst Du nur selten noch einen Südschwarzwälder Dialekt. Vielmehr kannst Du Dich hier bestens auf Englisch unterhalten. Sei es mit einer Gruppe Asiaten, die hier auf ihrer Europatour einen kurzen Stopp machen, oder mit Amerikanern, die neben den Wasserfällen noch unbedingt eine „Original Cuckoo Clock“ kaufen möchten. Seis drumm. Besuch die Wasserfälle und übernachte zum Beispiel in Villingen, St. Gorgen, oder im Glottertal bei Freiburg oder anderswo im Südschwarzwald.

Anfahrt zu den Triberger Wasserfälle

Mit der Bahn:
Triberg Bahnhof ist über die Schwarzwaldbahn (RE2) bestens vom Hauptbahnhof Karlsruhe oder dem Bahnhof Konstanz zu erreichen. Vom Bahnhof Triberg sind die Wasserfälle zu Fuß in gut 20 Minuten zu erreichen
Tipp Deutschlandticket:
Wer in den Schwarzwald reist, kann bis Karlsruhe das Fernverkehrsticket buchen und ab dort mit dem Deutschlandticket (49-Euro-Ticket) weiterfahren.
Tipp KONUS-Gästekarte:
Buchst Du Deine Unterkunft zum Beispiel an der Schwarzwaldbahn in St. Georgen, bekommst Du die KONUS-Gästekarte kostenlos dazu. Damit kannst Du auch ohne Deutschlandticket im ganzen Schwarzwald kostenlos Bus und Bahn fahren.
Die KONUS-Gästekarte bekommst Du erst am Zielort. Das heißt, bei der Anreise musst Du zum Beispiel von Karlsruhe ab ein Regionalticket lösen. Bei der Heimreise gilt Deine KONUS-Gästekarte dann bis Karlsruhe Hauptbahnhof. Von dort kannst Du dann wieder ein Fernverehrsticket nachhause buchen.

Mit dem Auto:
Über die Autobahn A81 fährt man aus dem Norden bis zur Ausfahrt 34 „Rottweil“ und die B33 weiter bis Triberg.
Über die Rheintalautobahn A5 fährt man aus dem Norden bis zur Ausfahrt 55 „Kreuz Offenburg“ und die B33 weiter bis Triberg.

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